
Erstellung eines Escapespiels für die Vorlesung[.]
Erstellung eines Escapespiels für die Vorlesung Allgemeine Chemie Wir haben für das Escapespiel Rätsel & eine Story konzipiert. Diese haben wir dann in Moodle und H5P realisiert. Anschließend haben wir das Spiel mit KollegInnen und Studierenden getestet. Das erhaltene Feedback haben wir direkt ins Spiel eingebaut. Jedes Foto, Video oder andere Medien haben wir selber erstellt, um das Spiel anschließend als OER zur Verfügung stellen zu können. [Anm. StIL: Diese Maßnahme wurde in einer Vorgängerversion der Abfrage dokumentiert. Bei der Übertragung auf das aktuelle Format kann es vorkommen, dass die Antworten nicht hundertprozentig zur Frage passen.]
Kategorien
Beschreibung
Herausforderung
Abruf der Materialien erst kurz vor der Klausur
Studieneinstiegsprobleme; unterschiedliche Bildungsbiografien; Chemie nur als Nebenfach; fehlende Lernstrategien
[Auf welche Weise haben Sie die Probleme identifiziert?]: Datengestützt
Voraussetzung
Wenig Literatur und Beispiele zu bereits realisierten Projekten, eingeschränkte Eignung des Lernmanagementsystems zur Erstellung von Spielen, Produktion eigener Medien um das Spiel öffentlich zur Verfügung stellen zu können
Verknüpfung von Fachdidaktik mit Mediendidaktik: Zur Umsetzung des Spiels braucht es beide Expertisen, die ineinandergreifen.
Eignung
summativ (zum Abschluss)
Wir haben uns zu qualitativen Interviews entschieden, da wir das Spielverhalten nicht überwachen wollten und Faktoren wie Motivation in einem quantitativen Verfahren nur schwerlich abgefragt werden können.
Vorgehen/Schritte
Spielkonzeption (3 Monate)
Medienproduktion (3 Monate)
Spielimplementation (3 Monate)
Dokumentation (3 Monate)
(ein Jahr oder mehr)
Hinweise
Effekte
Den Studierenden steht mit dem Escapespiel ein weiteres Angebot zum Lernen zur Verfügung. Durch den Gamificationansatz wirkt das Spiel auf manche Studierende motivierender und da es über das Semester hinweg gespielt wird, sorgt es bei den Spielenden für eine frührere Auseinandersetzung mit den Inhalten der Vorlesung. Tatsächlich ist das Spiel zeitlich so an die Vorlesung angepasst, dass ein Spielakt parallel den Inhalt von 3 Vorlesungen wiederholt.
Darüberhinaus sind wir mit vielen anderen Lehrenden in Berührung gekommen, die sich für das Thema Gamification begeistern und haben es so bekannter an der Hochschule gemacht. Im Rahmen einer Onlinefachtagung haben wir Fragen beantwortet, über unsere Erfahrungen gesprochen und anschließend eine öffentlich zugängliche Dokumentation begonnen, die einer Containerlösung gleicht. Zweck dieser ist es, dass andere Lehrende auf unserer Arbeit aufbauen und selber Spiele gestalten können.
Learnings
Escapespiele benötigen keine teure und aufwändige Software: Sie können auch textbasiert mit kostenfreien Programmen umgesetzt werden. Wichtiger als visuelle Effekte ist es, die Lernziele genau zu formulieren und die Lehrinhalte clever in Rätsel zu verpacken. Außerdem sollte eine packende Geschichte nicht unterschätzt werden, da sie die Spielmotivation sehr stark unterstützen kann.
Empfehlung
Ein Zugriff auf unsere Containerlösung, die wir über unseren Blog und zukünftig auch auf Twillo zur Verfügung stellen werden.
Tipps
Nur Mut! Ein Spiel muss nicht sofort perfekt sein. Es kann immer stetig weiter entwickelt werden und sogar in einem flipped classroom von den Studierenden selbst in die Hand genommen werden. Escapespiele eignen sich prima für die Lehre und können mit der richtigen Gruppe motivierend und leistungsstärkend wirken.
Kontakt
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