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Qualifizierungsbedarfe erkennen und unterstützen

Um die Kompetenzen von Teilprojektbeteiligten gezielt weiterzuentwickeln, werden Qualifizierungsangebote konzipiert. Diese fokussieren auf mediendidaktische sowie medientechnologische Inhalte zur Stärkung der digitalen Expertise. Ziel ist die systematische Erweiterung des Know-hows der Teilprojektbeteiligten für eine erfolgreiche Zusammenarbeit.

Kategorien

Bitte nennen Sie bis zu fünf Stichwörter, die den Inhalt Ihrer Maßnahme aussagekräftig beschreiben.
Qualifizierungsmaßnahmen
Learning Designs
Digitale Barrierefreiheit
Mediendidaktik
Medientechnologie
Zielgruppe(n)
Handlungsfeld & Aktivität(en)

Beschreibung

Herausforderung

Die Maßnahme adressiert die Herausforderung, dass bei den Zielgruppen oft geringe Kenntnisse in der Videoproduktion, der Erstellung von Lernzielbeschreibungen und der digitalen Barrierefreiheit bestehen. Durch gezielte Schulungen sollen diese Fähigkeiten ausgebaut werden.

Herangehensweise

Die zentrale Herausforderung bestand darin, ein passendes Weiterbildungsangebot für eine heterogene Zielgruppe zu entwickeln.

Um dieser Heterogenität gerecht zu werden, studiumidigitale fokussierte für die Teilprojekte Schulungen zu Learning Designs auf das Prinzip des "Constructive Alignment". Ziel war es, die Lernziele, Lehrmethoden und Prüfungsformate zu schulen und diese präzise auf die spezifischen Learning Designs der jeweiligen Teilprojektbeteiligten abzustimmen.

Zusätzlich wurden praxisnahe Schulungen zur Videoproduktion etabliert. Diese befähigen die Teilprojektbeteiligte nicht nur, sich und ihre Arbeit anschaulich zu präsentieren, sondern bieten den Teilprojektbeteiligen Lernenden durch konkrete Praxisbeispiele und Anleitungen auch die Grundlage, eigene Videoprojekte erfolgreich umzusetzen. Zur Förderung der digitalen Barrierefreiheit wurde zudem die Untertitelung von Videos eingeführt.

Zusammenhang

Die Umsetzung erfolgte durch Präsenz- wie auch Online-Workshops zu den Themen Videoproduktion, Confluence und Learning Designs. Ein weiterer Schwerpunkt wurde auf die Untertitelung gelegt, um die digitale Barrierefreiheit zu gewährleisten.

Voraussetzung

Für die erfolgreiche Durchführung waren mehrere Bedingungen entscheidend: Eine wesentliche Voraussetzung war die grundsätzliche Bereitschaft der Teilnehmenden, sich auf die neuen Formate und Inhalte einzulassen.

Auf technischer Ebene waren folgende Punkte relevant:

· Software: Die Verfügbarkeit von datenschutzkonformer und kostenloser Software (z.B. DaVinci Resolve, OBS, Whisper lokal).

· Lizenzen: Eine gültige Lizenz für die Kollaborationsplattform Confluence.

· Der Einsatz der Tools für Learning Designs sind das BDP-Tool und FoLA digital.

Eignung

Die Eignung der Maßnahme wird durch das direkte mündliche Feedback der Teilnehmenden belegt, das während der Workshops (z.B. zur Videoproduktion und zu Learning Designs) eingeholt wird.

Diese unmittelbaren, ungefilterten Rückmeldungen sind für Nachnutzende ein wertvoller Indikator. Sie geben authentische Einblicke, wie die Lerninhalte aufgenommen werden und welche Aspekte die Teilnehmenden als besonders relevant für die praktische Umsetzung ansehen. Die mündliche Bestätigung des Nutzens direkt aus der Zielgruppe dient somit als agiler und praxisnaher Beleg für den Erfolg des Konzepts.

Vorgehen/Schritte

Die Konzeption und Durchführung der Schulung soll durch Projektmitarbeiter*innen erfolgen und inklusiv gestaltet werden. Die Qualifizierung sollte flexible Formate enthalten. Dies beinhaltet das Anbieten von reinen Online-Workshops und die Aufzeichnung von allen Workshops, die sowohl online als auch in Präsenz stattfinden, um eine zeitunabhängige Nachnutzung zu ermöglichen. Alle Schulungsmaterialien (insbesondere Anleitungen zu Videoproduktion oder Learning Designs) sollten so aufbereitet sein, dass sie auch ohne Vorkenntnisse leicht verständlich und direkt anwendbar sind.

Es sollte ein niedrigschwelliges Unterstützungsangebot eingerichtet werden. Erfahrene Anwender*innen oder Mediendidaktiker*innen sollten als Mentor*innen zur Verfügung stehen, um Fragen zu beantworten und Hilfestellung zu geben. Dieses Mentoring kann durch regelmäßige, offene Sprechstunden oder gezielte Feedback-Runden für neue Projekte organisiert werden.

Dokumentieren und teilen von konkreten Beispielen aus der eigenen Umsetzung. Wichtig ist dabei, nicht nur Erfolgsgeschichten zu präsentieren, sondern auch aufgetretene Herausforderungen und die dafür gefundenen Lösungen transparent zu machen. Dies hilft Nachnutzenden, typische Hürden von vornherein zu vermeiden oder effektiver zu überwinden.

Hinweise

Effekte

Erwarteter Effekt: Der angestrebte Wissenstransfer wurde erfolgreich realisiert. Wie beabsichtigt, konnten die Teilnehmenden die in den Workshops erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten direkt in ihren eigenen Vorhaben anwenden.

Unerwartete Effekte: Positiv überraschte das starke Interesse an zusätzlichen Formaten, das über die ursprüngliche Planung hinausging und zu einer Erweiterung des Schulungsangebots führte. Gleichzeitig traten unvorhergesehene technische Herausforderungen bei der Umsetzung auf. Diese verursachten Verzögerungen und machten zusätzlichen, nicht eingeplanten Schulungsbedarf für die Lehrenden erforderlich.

Learnings

Unsere größten Learnings lassen sich in drei zentralen Punkten zusammenfassen:

1. Schriftliches Feedback, z.B. Evaluationsbogen nutzen: Die systematische Auswertung des schriftlichen Feedbacks aus den Workshops ist entscheidend. Sie liefert uns die wichtigsten Einblicke in die Wirksamkeit der Maßnahmen und deren Relevanz für die praktische Anwendung der Teilnehmenden.

2. Bedarfe frühzeitig klären: Der konkrete Bedarf an Beratungsstrukturen muss von Anfang an erfasst werden. Dies ist die Grundlage, um Unterstützungsangebote passgenau zu kommunizieren und auf die Bedürfnisse der Teilprojektbeteiligten auszurichten.

3. Vorbereitung verbessert die Ergebnisse: Die Teilnehmenden müssen im Vorfeld besser auf die Workshops vorbereitet werden. Eine klare Kommunikation technischer Voraussetzungen verhindert unerwartete Probleme, wie z.B. fehlende Rechte zur Software-Installation, und sichert eine effiziente Durchführung.

Empfehlung

Rückblickend würden wir ein Vorgehen empfehlen, das eine höhere Verbindlichkeit schafft, um den Lernerfolg und die Umsetzung zu maximieren.

Konkret schlagen wir vor, die Teilnahme an zentralen Workshops als verpflichtend festzulegen. Dies stellt sicher, dass alle Teilnehmenden über ein einheitliches Grundwissen verfügen.

Ergänzend sollte die Bearbeitung der praktischen Aufgaben, die sich aus den Schulungen ergeben, ebenfalls verbindlich sein. Dieses Vorgehen gewährleistet, dass das theoretisch erlernte Wissen auch tatsächlich angewendet und erprobt wird, was den Transfer in die eigene Praxis entscheidend fördert und die Wirksamkeit der Maßnahme nachhaltig erhöht.

Tipps

· Erwartungen klären & Verbindlichkeit schaffen: Klare Kommunikation und Festlegung einer verbindlichen Teilnahme an Kern-Workshops. Das sichert die Motivation und ein gemeinsames Wissensfundament.

· Technik-Check vorab: Überprüfung der technischen Voraussetzungen aller Teilnehmenden (z.B. Admin-Rechte, Software-Installation) vor dem ersten Termin. Das beugt Störungen im Workshop effektiv vor.

· Flexibel bleiben: Stellen Sie hybride Lernformate und Aufzeichnungen zur Verfügung. So können Inhalte zeitunabhängig und im eigenen Tempo wiederholt werden.

· Auf kostenfreie Tools setzen: Nutzen Sie datenschutzkonforme und kostenlose Software (z.B. DaVinci Resolve, OBS), um die Einstiegshürden und Kosten gering zu halten.

Methoden

Empfohlen

Methoden
Constructive Alignment zur Abstimmung von Zielen und Inhalten. Verbindliche praktische Aufgaben zur Sicherung des Lerntransfers. Systematisches Einholen von Feedback zur agilen Anpassung der Inhalte. Begleitendes kollegiales Mentoring zur Unterstützung.
Formate
Hybride Workshops (Online & Präsenz), deren Aufzeichnungen zur Verfügung gestellt werden. Ergänzt durch praxisnahe Anleitungen und Handouts (z.B. für Barrierefreiheit) sowie regelmäßige, offene Feedback- und Konsultationsrunden.
Technische Tools
Videoproduktion: DaVinci Resolve, Open Broadcast Software (OBS). Barrierefreiheit: Whisper (lokal) für Untertitel. Organisation & Dokumentation: Confluence. Learning Design: BDP-Tool, FoLA digital.

Kontakt

Bearbeiter:innen und Beteiligte
Keine Kontaktdaten vorhanden
Material
NameDownload / LinkBeschreibungLizenzFormatGröße
Confluence Workshop Maßnahme Qualifizierungsbedarfe erkennen und unterstützenDownloadWorkshopunterlagen: Umsetzung der Maßnahme Qualifizierungsbedarfe erkennen und unterstützen an der Goethe-Universität Frankfurt.CC-BY 4.0PDF241.07 kB
Learning Design I Workshop Maßnahme Qualifizierungsbedarfe erkennen und unterstützenDownloadWorkshopunterlagen: Umsetzung der Maßnahme Qualifizierungsbedarfe erkennen und unterstützen an der Goethe-Universität Frankfurt.CC-BY 4.0PDF2.62 MB
Learning Design II Workshop Maßnahme Qualifizierungsbedarfe erkennen und unterstützenDownloadWorkshopunterlagen: Umsetzung der Maßnahme Qualifizierungsbedarfe erkennen und unterstützen an der Goethe-Universität Frankfurt.CC-BY 4.0PDF6.09 MB
Videoworkshop Maßnahme Qualifizierungsbedarfe erkennen und unterstützenDownloadWorkshopunterlagen: Umsetzung der Maßnahme Qualifizierungsbedarfe erkennen und unterstützen an der Goethe-Universität Frankfurt.CC-BY 4.0PDF/

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