
Stud. Aushilfs-/Vertretungslehrkräfte unterstützen
Der massive Lehrkräftemangel führt deutschlandweit zumverstärkten Unterrichtseinsatz von Lehramtsstudierenden an Schulen. Diese Aushilfs- und Vertretungslehrkräfte sammeln dabei extracurriculareschulische Praxiserfahrungen, können diese aber nicht systematisch für ihren Professionalisierungsprozess im Studium nutzen.DieserEntwicklung begegnet der Projektverbund der Universitäten Hildesheim (UHi) und Marburg (UMR) mit save_u (Studentische Aushilfs-/Vertretungslehrkräfte unterstützen):UHi und UMRwerden gemeinsam Studienelemente konzipieren und erproben, umdie extracurricularenPraxiserfahrungen der Lehramtsstudierenden in Schulen kohärent mit ihrem Lern-und Professionalisierungsprozess im Studium zu verzahnen. Neben akademischem Ertrag und Innovationspotenzial erhöht die enge Anbindung schulischer Tätigkeit an wissenschaftsgeleitete Reflexion kurzfristig die Unterrichtsqualität.Die Kooperation der bzgl. Schulformen und strukturellem Rahmen komplementär aufgestellten UHi und UMR wird das Professionalisierungsspektrum für Lehrende und Studierende erweitern. save_u erlaubt eine Neufokussierung der wissenschaftlichen Qualifizierung im Lehramtsstudium durch innovative Praxisorientierung und Verbesserung des Bezugs zu Anforderungen des Berufsfelds. Die vonsave_uerprobten Modelle haben das Potenzial, bundesländer- und studiengangübergreifend für Architekturen von Lehramtsstudiengängen als Blaupausen für Studienstruktur, einzelne Module, Lehrformate und Lehrkultur zu dienen.
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Future Skills Applied
In dem Verbundprojekt Future Skills.Applied arbeiten die sechs großen niedersächsi¬schen Fachhochschulen in staatlicher Verantwortung zusammen. Der Markenkern der Anwendungsorientierung verlangt, dass Lehr- und Lernkonzepte laufend so weiterentwickelt werden, dass die Studierenden bestmöglich auf die Zukunft in einer zunehmend digitalisierten Arbeits- und Lebenswelt vorbereitet sind. Die dazu benötigten neuen Kompetenzen, hier future skills applied genannt, werden noch nicht ausreichend berücksichtigt. Gegenstand des Projekts ist die gemeinsame Konzeption, Entwicklung, Erprobung, Umsetzung, Übertragung und Evaluierung von Lehr- und Lernkonzepten zur Stärkung studentischer future skills applied. Im Innovationsverbund können sie effizienter, (breiten-)wirksamer und nachhaltiger gefördert werden als bei isoliertem Vorgehen. Die Hochschulen arbeiten an Maßnahmen in Teilprojekten, die einen zentralen Beitrag zum zukünftigen Studienerfolg leisten: die Stärkung studentischer überfachlicher Kompetenzen (TP 1), die Weiterentwicklung der Hochschuldidaktik (TP 2) sowie die Vernetzung von Lehr- und Lernorten (TP 3). Durch das Querschnittsprojekt entsteht der Innovationsverbund, in dem sich alle Partner vernetzen.
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Online-Selbstlernumgebung zur Curriculumsvernetzun
Das Biologiestudium hat den Anspruch alle grundlegenden Fachdisziplinen (von Biochemie bis Zoologie) und die naturwissenschaftlichen Grundlagen in den ersten Semestern zu vermitteln. Dabei werden Inhalte oft iso-liert betrachtet, obwohl es viele Überschneidungen gäbe. Um in diesem eingespielten Curriculum Platz für übergreifende Inhalte zu finden, wurde das Online-Selbstlernmodul „Prinzipien der Biologie“ als Unterstützung geschaffen. Es ermöglicht den Studierenden, den Lernstoff fächerübergreifend zu strukturieren, zu vernetzen und neu zu erleben. Dabei sind oft Anknüpfungen an die Inhalte der Vorlesungen gegeben, um das Curriculum nicht weiter aufzublähen, aber Vernetzung zwischen den Disziplinen als neue Perspektive im Vordergrund.
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Multimodale Modellantworten als direktes Feedback bei der individuellen Unterrichtsvideoanalyse
Im Diskurs um Reformen in der Lehrkräftebildung wird der Forderung nach fundierten, berufspraktisch relevanten Kompetenzen u. a. mit dem Einsatz von Unterrichtsvideos begegnet. Dabei stellt sich nicht nur die Frage nach geeigneten Maßnahmen, um den Kompetenzerwerb auch im digitalen Raum bei der individuellen Videoanalyse zu begleiten, sondern es gilt auch zu untersuchen, welche Modalität diese Begleitmaßnahmen haben sollten, um für Studierende im Sinne der Cognitive Theory of Multimedia ansprechend und gut nutzbar zu sein. Es wurde eine Erhebung in einem videobasierten Online-Lernsetting durchgeführt, bei dem 137 Grundschullehramtsstudierende zwischen auditiven und transkribierten Modellantworten als direktes Feedback wählen konnten. Analog zur Feedbackmodalitätsforschung bestätigte sich das Audio als präferierte Modalität. Jedoch wurde ein einschränkender Reihenfolgeeffekt festgestellt. Erste Erklärungen, warum Studierende Audio oder Transkript präferieren, liefert eine Inhaltsanalyse.
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