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Engineering our Future: Experimentierfeld Campus

Um zukünftige Probleme zu lösen, brauchen wir Ingenieur*innen, die die rasanten technologischen Fortschritte und die komplexe Welt aktiv gestalten können. An technischen Hochschulen ist daher ein Innovationsschub nötig, um die heterogene Studierendenschaft auf die interdisziplinären Anforderungen vorzubereiten. Die Technische Universität Hamburg (TUHH) nimmt diese Herausforderung mit ihrem Projekt "Engineering our Future: Experimentierfeld Campus" an. Sie verwandelt ihren Campus in ein lebendiges Experimentierfeld und stellt das praxisorientierte Lernen in den Mittelpunkt der Curricula und Hochschulstrukturen. Unter dem Motto „Engineering to Face Climate Change“ arbeiten Studierende in Projektteams an einer klimafreundlichen Gestaltung des Campus. Durch praktische Erfahrungen lernen die Studierenden konkrete Problemlösung, kritisches Denken und Selbstorganisation. Für Hochschule und Öffentlichkeit wird in einem Campus-Walk ganz praktisch veranschaulicht, welchen wichtigen Beitrag die Ingenieurwissenschaften zur Bewältigung der Klimakrise leisten können. Die Initiative erweitert bestehende innovative Ansätze und Infrastrukturen der Universität. Ein zentraler Aspekt des Projekts ist die Flexibilisierung der Studienstrukturen, etwa durch Blockveranstaltungen in den Curricula, die intensives experimentelles Lernen ermöglichen. Mit ihrem Campuslabor schafft die TUHH eine praxisnahe, interdisziplinäre Lernumgebung, die Lehre mit gesellschaftlichen Zielen verknüpft.

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Digitale Zwillinge für kolllaborative Remote-Labs

Laborarbeit ist essenziell für die Forschungskompetenz in MINT-Studiengängen, unterliegt jedoch Ressourcenbeschränkungen. Während Remote-Labs logistische Probleme lösen, fehlt ihnen oft die für effektives Lernen wichtige soziale Kollaboration, die Williams und Layman (2007) als zentral für die Berufswelt betonen. Unser Projekt entwickelt ein didaktisch fundiertes Konzept für digitale Zwillingslabore mit Fokus auf Kollaborationen im Labor. Anders als bisherige Ansätze, die nach Blackwell et al. (2024) meist nur traditionelle Lehrmethoden digitalisieren, fokussieren wir uns auf zwei neue Aspekte: die Anpassung von Instrumenten zur Identifikation individueller Kollaborationsschwächen und die Implementierung adaptiver Unterstützungssysteme im digitalen Zwilling. Die Verbindung von VR-Technologie mit evidenzbasierten didaktischen Konzepten schließt eine wichtige Forschungslücke. Der von Deiglmayr (2018) betonte Fokus auf adaptive Unterstützung zur Förderung der Selbstregulation ist ein Kernaspekt. In vier Arbeitspaketen entwickeln und erproben wir ein Modell zur Klassifikation von Kollaborationsanforderungen, erstellen individuelle Kollaborationsprofile, implementieren ein VR-gestütztes Zwillingslabor mit personalisierten Aufgaben und evaluieren die Wirksamkeit durch Vorher-Nachher-Messungen in realen Laborumgebungen. Das Projekt verbessert sowohl individuelle Kompetenzen als auch die Ressourceneffizienz der Laborlehre in MINT-Studiengängen.

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Publikation 100086

Diversität und Digitalität in der Hochschullehre

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