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Entwicklung des Stud.IP-Plugins „getFeedback!“

Insbesondere in Großveranstaltungen ist es häufig schwierig, allen Studierenden prozessbezogenes Feedback auf ihre Lernprodukte (z.B. Aufgabenblätter) zu geben. Eine potenzielle Lösung liegt darin, tutorielles und/oder peer-basiertes Feedback umzusetzen. Wie die empirische Lehr-Lernforschung zeigt, muss dieser Feedbackprozess jedoch gut angeleitet werden, um erfolgreich zu sein. Wir haben daher das Stud.IP-Plugin „getFeedback!“ entwickelt, das es Lehrenden erlaubt, strukturierte tutorielle und/oder peer-basierte Lehr-Lernszenarien für ihre Lehrveranstaltungen zu entwickeln und diese entweder synchron oder asynchron (in jedem Fall aber anonymisiert) umzusetzen.

Kategorien

Bitte nennen Sie bis zu fünf Stichwörter, die den Inhalt Ihrer Maßnahme aussagekräftig beschreiben.
Tutorielles Feedback
Peer Feedback
Onlinetool
Stud.IP
Zielgruppe(n)
Wissenschaftliche Mitarbeiter:innen/LfBA
Tutor:innen/stud. Mentor:innen
Professor:innen
Lehrbeauftragte
Studierende
Handlungsfeld & Aktivität(en)
Strukturelle Rahmenbedingungen
Supportstrukturen entwickeln
Technisch-räumliche Infrastruktur
Softwarelösungen & technische Ausstattung entwickeln
Lehr-/Lernumgebungen entwickeln
Lehr-/Studienangebote
Lehrkonzepte/-formate entwickeln
Lehr-/Lernmaterialien entwickeln
Projektkoordination
Wissenstransfer/Dissemination entwickeln
Kommunikationsprozesse & Öffentlichkeitsarbeit entwickeln
Supportangebote
Beratungs-/Coachingangebote für die Lehre entwickeln

Beschreibung

Herausforderung

Insbesondere in Großveranstaltungen verharren Studierende häufig in einer passiven Rolle. Zudem erhalten sie nur selten prozessbezogenes Feedback auf ihre Lernprodukte. Tutorielles und peer-basiertes Feedback kann helfen, diesen Problemen entgegenzuwirken.

Herangehensweise

Wir haben in einem interdisziplinären Team und in Kooperation mit einer Softwareentwicklungsfirma in einem agilen Softwareentwicklungsprozess das Stud.IP-Plugin „getFeedback!“ entwickelt. Dieses erlaubt die Erstellung und Strukturierung von synchron und asynchron nutzbaren tutoriellen und/oder peer-basierten Feedbackszenarien, die im Rahmen von Hochschulveranstaltungen eingesetzt werden können.

Zusammenhang

Die Maßnahme wurde in zahlreichen Lehrveranstaltungen aus einer großen Bandbreite an Studiengängen eingesetzt und systematisch evaluiert. Nachdem "getFeedback!" zunächst nur innerhalb von Veranstaltun-gen von Mitarbeitenden im KodiLL-Projekt erprobt wurde, wurde es schließlich auch im Stud.IP-Produktivsystem der Universität Augsburg nutzbar gemacht. Inzwischen steht "getFeedback!" allen Hoch-schulen zur Nutzung zur Verfügung, die Stud.IP als Learning Management System nutzen.

Voraussetzung

Sehr bewährt hat sich die Orientierung am agilen Softwareentwicklungsansatz. Zentrale Elemente waren dabei die Bildung eines interdisziplinären Teams, durch das die unterschiedlichen Designbedarfe artikuliert werden konnten, und die kontinuierlich-iterative Weiterentwicklung des Plugins, unter enger Zusammenarbeit mit einer externen Softwareentwicklungsfirma.

Eignung

Die umgesetzten Lehr-Lernszenarien wurden systematisch evaluiert, insb. auch hinsichtlich einer lernförderlichen Gestaltung von Lehr-Lernszenarien, die mit "getFeedback!" umgesetzt wurden. Zu dieser Frage sind zahlreiche Publikationen in wissenschaftlichen Fachzeitschriften entstanden. Zudem wurde auf Basis von Evaluationsergebnissen die Usability von "getFeedback!" über mehrere Iterationen hinweg kontinuierlich verbessert.

Für positiv evaluierte Lehr-Lernszenarien wurden auf der Projektwebseite Handreichungen veröffentlicht, die von interessierten Nutzer*innen als Modelle genutzt werden können. Zu diesen Szenarien liegen auch JSON-Dateien vor, die von anderen Lehrenden importiert und in Stud.IP weiterbearbeitet werden können.

Schritte

  1. Gewinnung einer externen Softwareentwicklungsfirma

  2. Bildung eines interdisziplinären Teams

  3. Regelmäßige Workshops zur Entwicklung von User Stories zur Anforderungsdefinition

  4. Review-Meetings zur Inaugenscheinnahme und Diskussion des aktuellen Entwicklungsstands

  5. Entwicklung und intensive Testung von Prototypen innerhalb von Lehrveranstaltungen

  6. Evaluation der dabei entstandenen Lehr-Lernszenarien

  7. Entwicklung von Handreichungen zu positiv evaluierten Lehr-Lernszenarien

  8. Entwicklung von Unterstützungsmaterialien (u.a. Klickanleitungen, Kurzvideos) und deren Publikation auf der Projektwebseite

  9. Zeitversetzte Publikation des Plugins auf einem geschützten Testsystem und dem universitätsweit ge-nutzten Produktivsystem

  10. Anbieten von Schulungen

  11. Bekanntmachung des Plugins in der Stud.IP-Community

Hinweise

Effekte

Durch die interdisziplinäre Zusammenarbeit sind innerhalb der Universität zahlreiche wechselseitige Kontakte entstanden, die für die Weiterentwicklung von Lehr-Lernszenarien, aber auch für die gemeinsame Verfolgung von Forschungsfragen (incl. Publikationen) nutzbar gemacht werden konnten. Parallel wurde ein zweites Stud.IP-Plugin innerhalb des Projekts (namens "coLearn!") entwickelt – zu diesem Teilprojekt ergaben sich zahlreiche Synergien, sowohl was die Gestaltung des Plugins selbst als auch was die Durchführung von Evaluationen und die Entwicklung von unterstützenden Materialien angeht.

Learnings

Die interdisziplinäre Zusammenarbeit war eminent wichtig, um die unterschiedlichen Bedarfe der beteiligten Fakultäten/Disziplinen bei der (Weiter-)Entwicklung von getFeedback! berücksichtigen zu können.

Regelmäßige Treffen zur Weiterentwicklung des Plugins sowie zur Erstellung von Unterstützungsmaterialien waren unerlässlich.

Beim Einsatz von "getFeedback!" in Lehrveranstaltungen ist darauf zu achten, dass die Nutzung des Plugins in irgendeiner Form prüfungsrelevant gemacht wird (z.B. als Teil eines Portfolios), da bei reiner Freiwilligkeit oft nur wenige Studierende das Plugin nutzen.

Empfehlung

Nein.

Tipps

Es sollten vielfältige Wege beschritten werden, um Plugins wie "getFeedback!" an der eigenen Hochschule, aber auch an anderen Hochschulen bekannt zu machen, die das Learning Management System nutzen. Hierfür sind Mailingaktionen, aber auch ein regelmäßiges Erscheinen auf der Entwicklertagung des LMS von großer Wichtigkeit.

Methoden

Empfohlen

Methoden
Regelmäßige Online-Meetings des interdisziplinären Teams zur Entwicklung und zum Review des aktuellen Zustands des Plugins, intrauniversitäre Schulungen, Entwicklung von Unterstützungsmaterialien
Formate
Zoom-Meetings, Präsenzworkshops, asynchrones Arbeiten an Teilaufgaben in Subgruppen
Technische Tools
Trello zum Projektmanagement und zur Aufgabenverteilung, Nutzung der hochschulinternen Mailverteiler zur Information über das Plugin und die vorhandenen Unterstützungsmaterialien, Unipark bzw. SoSciSurvey für Evaluation

Nicht Empfohlen

Methoden
keine
Formate
keine
Technische Tools
keine
Material
NameDownload / LinkBeschreibungLizenzFormatGröße
Webseite zu getFeedback! incl. UnterstützungsmaterialienLink aufrufen/Link/

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