
Virtuelle Labore für ortsungebundenes Lernen
Virtuelle Laborrundgänge, in Kombination mit Branching Scenarios und virtuellen Experimenten werden genutzt, um Studierenden einen Einblick in eine neue Laborumgebung zu geben. Branching Scenarios beschreiben dabei eine Lernumgebung, in der entlang von Entscheidungspfaden Versuchsabläufe im Dialog und mit Unterstützung von Videos, Fotos und Multiple-Choice-Fragen erprobt werden können. Eingebettet sind die virtuellen Labore in einen digitalen 360° Rundgang der Fakultät für angewandte Naturwissenschaften und Mechatronik an der Hochschule München. Die Studierenden können orts- und zeitungebunden neue Laborlandschaften erkunden und selbständig Prozesse durchführen, die ihnen ansonsten nicht zugänglich wären. Ein vertieftes Verständnis von Anlagen und Prozessen insbesondere im Bereich der Nanotechnik wird so erlangt.
Kategorien
Beschreibung
Herausforderung
Studierende, insbesondere im 1. Semester, kennen sich in den Räumlichkeiten der Hochschule noch nicht aus und sie kommen mit unterschiedlicher Laborerfahrung in die Praktika in Bachelor- und Masterstudiengänge. Dies ist häufig verbunden mit einer gefühlten Unsicherheit, die unbeschwertes Lernen beeinflusst. Ziel war die Erstellung einer Orientierungshilfe sowohl innerhalb der Gebäude als auch innerhalb von Veranstaltungen, insbesondere von Praktika, um Barrieren abzubauen.
Herangehensweise
Um Studierenden den Einstieg in das neue Hochschulumfeld und die neue Laborumgebung zu erleichtern, wurden virtuelle 360° Rundgänge erstellt, in denen die Labore, Anlagen und Prozesse vorgestellt werden. Ein Beispiel ist der Rundgang durch das Labor für Mikrosystemtechnik, der eingebettet ist in einen Rundgang durch die Fakultät für angewandte Naturwissenschaften und Mechatronik. So erhalten Studierende, die neu an der Fakultät sind, die Möglichkeit, sich mit den Räumlichkeiten vertraut zu machen, wichtige Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner für die Organisation des Studiums zu finden und einen ersten Einblick in das Labor zu bekommen.
Zusammenhang
Die 360° Rundgänge sind über die Fakultätswebsite und über die E-Learning-Plattform Moodle an der Hochschule München zugänglich. Die Angebote für virtuelle Versuche sind ebenfalls über die E-Learning-Plattform zugänglich und werden optional zur Versuchsvor- und nachbereitung genutzt. Außerdem wurden sie mit den begleitenden Unterlagen zu den Praktika im Labor für Mikrosystemtechnik bereitgestellt.
Voraussetzung
Voraussetzung für die Durchführung waren Kamera und Software für die 360° Tour. Bei der Aufnahme der 360° Rundgänge wurde sehr darauf geachtet, dass keine Personen abgebildet werden, um Persönlichkeitsrechte nicht zu verletzen. Wichtige Stationen in der Verwaltung wurden mit dem Web-Auftritt verlinkt. Für die Laboraufnahmen wurden kurze Anlagen- und Prozessdarstellungen erstellt, um auch Laien einen Einblick zu ermöglichen.
Eignung
Durch die Erweiterung des Rundgangs und Anfragen zu weiteren Rundgängen. Zudem an den Rückmeldungen der Studierenden.
Die Rundgänge sind zudem frei zugänglich. Alle sind eingeladen, sie zu nutzen und Ideen für eine Weiterentwicklung einzubringen!
Vorgehen/Schritte
1. Vorbereitung (2 Wochen)
-Zielformulierung: räumliche Orientierung oder Laboreinweisung
-Absprache mit allen Beteiligten: IT, Webauftritt, Laborleitungen
-Wahl des Gebäudes oder des Labors
-Zusammenstellen des benötigten Equipments
2. Aufnahme (1 Woche)
-Wahl des Aufnahmetages mit wenig Publikumsverkehr
-Check der Lichtverhältnisse
3. Nachbereitung der Aufnahmen (>5 Wochen, je nach Umfang)
-Erstellung des Rundgangs
-Interview mit den beteiligten Laborleiterinnen: Definition der Zusatzinformation
-Aufbereitung des Zusatzmaterials: Bild, Ton, Text
-Zusammenführen des Rundgangs
-Testlauf mit Unbeteiligten
4. Veröffentlichen des Rundgangs
5. Weitere Anpassungen
Hinweise
Effekte
Der virtuelle Rundgang wurde sehr positiv von den Studierenden aufgenommen und wird genutzt. Schnell kam die Anfrage nach weiteren Rundgängen durch weitere Labore der Fakultät und andere Gebäude der Hochschule.
Learnings
Der Link zum Rundgang muss so platziert werden, dass er auch gefunden wird. Wir haben uns dafür entschieden, ihn auf der Unterseite „Der Weg zu uns“ zu platzieren – nicht alle Studierende finden aber diese Seite automatisch.
Tipps
Besonders bei der Laborbeschreibung sollte man nach dem Prinzip „Less is more“ arbeiten. Zu viele Details sind im Rundgang nicht hilfreich.
Methoden
Empfohlen
Kontakt
Das könnte Sie auch interessieren

Career Readiness durch Microcredentials
Der demografische Wandel u. der Fachkräftemangel stellen die Hochschulen in Sachsen-Anhalt vor große Herausforderungen. Ziel des Verbundes ist es, Lehrangebote u. Strukturen durchlässiger zu gestalten, indem Microcredentials (MC) als eigenständige Lernmodule entwickelt u. zugänglich gemacht werden. Die Erarbeitung von Qualitätsstandards stellt sicher, dass die erworbenen Kompetenzen für die individuellen Bildungsbiografien an allen Hochschulen des Landes anerkannt u. auf dem Arbeitsmarkt akzeptiert werden. Drei zentrale Schwerpunkte sind: Förderung von Schlüsselkompetenzen: An den beteiligten Hochschulen werden MC in Bereichen wie Summer Schools, Bachelor-Master-Übergängen, Weiterbildungsmodulen, Brückenkursen, MINT-Förderung u. Sprachzertifikaten entwickelt.Erhöhung der Durchlässigkeit: Es werden Qualitätsstandards erarbeitet, um die Anerkennung und Anrechnung von MC zu ermöglichen. Diese sollen in verschiedenen Szenarien, z. B. als Kombination von Studium u. Zusatzkursen oder als Module für Zertifikate und Abschlüsse, erprobt werden.Unterstützung durch technische Infrastruktur: Eine zentrale Plattform zur öffentlichen Darstellung, Verwaltung u. Anerkennung der MC wird geschaffen, um eine Nutzung zu erleichtern u. ihre Akzeptanz auf dem Arbeitsmarkt sicherzustellen. Das Vorhaben ist in Konzeptions-, eine Pilot- u. eine Verstetigungsphase unterteilt. Adressaten d. Entwicklungsarbeit sind: Studierende, Gasthörer:innen, Zertifikatsteilnehmende, Prüfungs- u. Zulassungsverwaltungen.
Projekt anzeigen
PartiPause
Die PartiPause ist ein Partizipationsformat für Studierende, das an der HAW Hamburg als Reaktion auf Herausforderungen mit studentischer Partizipation an Hochschulen entwickelt wurde. Studierende geben Zeitmangel, unzureichende Informationen über Partizipationsmöglichkeiten und das Gefühl wenig Einfluss zu haben, als Hürde im Zusammenhang mit studentischer Partizipation an. Dem begegnet die PartiPause als niedrigschwelliges Partizipationsformat, das den Studierenden ermöglicht ihre Perspektiven spontan und schnell einzubringen und damit Einfluss auf das Hochschulgeschehen zu nehmen. Die PartiPause ist ein Befragungsformat, das in Präsenz an stark frequentierten Orten der Hochschule stattfindet. Ein Stand mit kurzen, alltagsnahen Befragungen ermöglicht es den Studierenden “im Vorbeigehen” teilzunehmen und ohne großen zeitlichen Aufwand ihre Perspektive einzubringen. Die PartiPause verfolgt das Ziel, das Bewusstsein der Studierenden für ihre Partizipationsmöglichkeiten zu schärfen.
Maßnahme anzeigen
TPACK learning paths of pre-service teachers
Pre-service teachers (PST) need subject-specific, didactic and pedagogical knowledge for their future teaching practice, commonly described within the TPACK framework. The ‘Digital Competence Framework for Educators’ (DigCompEdu) emphasizes the importance of technical and digital skills for teachers in general. One way to address relevant knowledge facets for PST is through game development-based learning, which includes designing digital escape games. Yet, questions remain about which knowledge facets PST activate when designing a digital mathematical escape game (DIMEG) and how this develops throughout the design process. In this study, one group of primary school PST designs a DIMEG within a seminar. Each seminar session was videotaped, transcribed and coded towards TPACK knowledge facets. Findings from this study show that all knowledge facets were activated, except TCK, suggesting that DIMEG is a promising approach for teacher education.
Publikation anzeigen