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#myfirstresearchpaper

#myfirstresearchpaper ist ein Modul- bzw. Kursangebot, welches Studierende dabei begleitet und unter-stützt, hervorragende schriftliche Ausarbeitungen (bspw. Seminar-, Projekt-, Abschlussarbeiten) im Be-reich der Wirtschaftsinformatik in wissenschaftliche Arbeitspapiere so weiterzuentwickeln, dass diese einreichungsreif für eine wissenschaftliche Tagung (bspw. European Conference on Information Systems) oder eine wissenschaftliche Zeitschrift (bspw. Business & Information Systems Engineering) sind. Aktuell werden nur wenige der hervorragenden Arbeiten von Studierenden zu wissenschaftlichen Einreichungen weiterentwickelt, wodurch potenzielles Wissen ungenutzt bleibt. #myfirstresearchpaper bietet einen Rahmen und Hilfestellungen, um es Studierenden zu vereinfachen ihre im Studium erzielten wissenschaftlichen Erkenntnisse einem breiten wissenschaftlichen Publikum zugänglich zu machen. Gleichzeitig werden damit auch Studierende an die Wirtschaftsinformatik-Community herangeführt.

Kategorien

Bitte nennen Sie bis zu fünf Stichwörter, die den Inhalt Ihrer Maßnahme aussagekräftig beschreiben.
Studentische Publikationen
Einbezug von Studierenden
Didaktische Methode
Modul-/Kursangebot
Wirtschaftsinformatik
Zielgruppe(n)
Wissenschaftliche Mitarbeiter:innen/LfBA
Professor:innen
Lehrbeauftragte
Hochschul-, Fachbereichs-/Fakultätsleitung
Studierende
Handlungsfeld & Aktivität(en)
Lehr-/Studienangebote
Lehr-/Lernmaterialien entwickeln
Lehrkonzepte/-formate entwickeln
Curricula/Studienprogramme entwickeln
Technisch-räumliche Infrastruktur
Lehr-/Lernumgebungen entwickeln
Lernassistenz-/Monitoringsysteme entwickeln
Projektkoordination
Wissenstransfer/Dissemination entwickeln

Beschreibung

Herausforderung

Studierende erstellen regelmäßig im Rahmen ihres Studiums schriftliche Ausarbeitungen, deren Erkenntnisse auch für die breitere wissenschaftliche Community von Interesse wären. Nur sehr selten werden diese jedoch verfügbar gemacht. Ein Teil der Ursache hierfür ist, dass die entsprechenden Fachbereiche selten strukturierte Hilfe für Studierende bei der ersten Publikation anbieten und die Weiterentwicklung einer schriftlichen Ausarbeitung hin zu einer möglichen Publikation rein freiwillig erfolgt

Herangehensweise

Wir haben ein Modul bzw. einen Kurs entwickelt, in dem Studierende selbstständig, unterstützt durch persönliche Betreuung an einer Professur und Lernmaterialien (insbesondere Selbstlernvideos und Checklisten), zuvor entwickelte eigene schriftliche Ausarbeitungen (Seminar-, Projekt-, Abschlussarbeit) in ein wissenschaftliches Papier transformieren. Dabei setzen die Studierenden unter Anleitung ihre eigenen Lern- und Arbeitsprozesse ein und erlernen die Anpassung von schriftlichen Arbeiten an die Erwartungen spezifischer wissenschaftlicher Zielgruppen (z. B. wissenschaftliches Publikum, Gutachtende) mit den zur Verfügung gestellten Lernmaterialien. Dabei strukturieren und verschriftlichen sie ihre Erkenntnisse adressatengerecht für das zuvor festgelegte wissenschaftliche Outlet (bspw. spezifische Fachkonferenz oder wissenschaftliche Zeitschrift).

Zusammenhang

Die Maßnahme wurde durch die zweimalige Durchführung des Moduls an der Universität Paderborn (Sommersemester 2025 und Wintersemester 2025/2026) erprobt. In diesen Durchführungen wurden die entwickelten Lernmaterialien sowie das Kursformat evaluiert. Die Lernmaterialien und das Kursformat wurde entsprechend des Feedbacks der Studierenden angepasst nach jeder Durchführung angepasst.

Voraussetzung

(1) Es muss eine bereits bewertete schriftliche Ausarbeitung (beispielsweise Projekt, Seminar-, Abschlussarbeit) von jedem Studierenden vorliegen. Diese Arbeit sollte aus dem Bereich der Wirtschaftsinformatik stammen oder so nah verwandt sein, dass der Weiterentwicklungsprozess von einer Professur der Wirtschaftsinformatik betreut werden kann. Zudem sollte die Arbeit eine (weit) überdurchschnittliche Qualität aufweisen. (2) Darüber ist eine Bedingung für die Durchführung, dass sich Professor*innen oder wissenschaftliche Mitarbeiter*innen bereit erklären, einen Studierenden bei der Transformation der Arbeit im Rahmen des Moduls zu betreuen bzw. zu begleiten. (3) Die Betreuung von Studierenden muss über geeignete Mechanismen vor der Zulassung zum Modul geklärt sein, damit nicht der Fall eintritt, dass Studierenden zum Modul zugelassen sind, die aber keine*n Betreuer*in haben. Dafür ist in der Regel eine Koordination mit Studienbüro und ggf. auch mit dem Studiendekan nötig.

Eignung

Im Rahmen der ersten beiden Durchführungen des Kurses haben bereits mehrere Studierende den Kurs erfolgreich absolviert und ihre studentischen wissenschaftlichen Arbeiten in hochwertige wissenschaftliche Papiere transformiert. Bisher wurde eine auf die Kursteilnahme folgende Journaleinreichung angenommen. Mehrere der überarbeiteten Arbeitspapiere befinden sich aktuell in Begutachtungsprozessen bei Konferenzen.

Außerdem haben wir bei der ersten Durchführung kontinuierliche Evaluationen durchgeführt, die zu einigen Verbesserungen für den zweiten Durchgang des Kurses wie bspw. zu der Nutzung eines persönlichen, KI-generierten Avatars geführt haben.

Vorgehen/Schritte

Sie können als Grundlage Ihrer Durchführung die von uns bereitgestellten Materialien nutzen. Dabei ist es sinnvoll, Anpassungen an Inhalt und Format vorzunehmen, um die Materialien an Ihre Bedürfnisse anzupassen.

Videos

Insbesondere die ersten beiden Selbstlernvideos (mit dem Namen „Journals“ und „Konferenzen“) sind stark auf den Fachbereich Wirtschaftsinformatik/Information Systems zugeschnitten. Wenn Sie den Kurs in einem anderen Kontext durchführen möchten, sollten Sie mindestens diese Videos inhaltlich ändern und Beispiele aus Ihrem Bereich ergänzen.

Wenn Sie die Selbstlernvideos mit Ihrem eigenen KI-Avatar nutzen möchten, empfehlen wir Ihnen die folgende Abfolge von Arbeitsschritten durchzuführen:

1. Überführen Sie die Foliensätze der Selbstlernvideos („Thema_Avatar“) in das Corporate Design Ihrer Organisation.

2. Generieren Sie mit Hilfe einer Plattform Ihrer Wahl, Ihren eigenen KI-Avatar, also eine digitale Imitation Ihres Aussehens und Ihrer Stimme. Typischerweise reicht es dafür, wenige Minuten ungeschnittenes Videomaterial mit Ton bereitzustellen.

3. Nutzen Sie eine Plattform Ihrer Wahl, um Ihre adaptierten Foliensätze mit KI-erstelltem Bild- und Tonmaterial zu versehen. Hierfür können Sie das Skript nutzen, dass jeweils in den Foliennotizen vorhanden ist.

Im Projekt haben wir für die Erstellung der Videos die Plattform HeyGen genutzt. Es gibt aber auch zahl-reiche andere, vergleichbare Angebote. Nach unserer Erfahrung können mittlerweile mit überschaubarem Aufwand solche Avatare in guter Qualität generiert, auf den Folien eingefügt und daraufhin Videos erstellt werden. Der Vorteil dabei ist, dass spätere Änderungen an den Videos (bspw. Änderungen an der Ton-spur) sehr einfach möglich sind und keine aufwändige Neuaufnahme nötig ist.

Sonstiges Material

Wir haben den Studierenden bei der Durchführung des Kurses Beispiele für jeden typischen Schritt eines Review-Prozesses bereitgestellt. Wir haben hierfür eine (anonymisierte) initial eingereichte Version eines Arbeitspapiers aus dem Lehrstuhlumfeld, drei Gutachten, ein Response Dokument und eine auf Basis der Gutachten überarbeitete Version des Arbeitspapiers zur Verfügung gestellt. Damit Sie Ihre Materialien ideal auf Ihre Domäne abstimmen können, empfehlen wir Ihnen hier ein eigenes Beispiel für die Studierenden bereitzustellen.

Hinweise

Effekte

Bei der Kursteilnahme hat es Studierenden Spaß gemacht realitätsnahe wissenschaftliche Prozesse zu sehen und mitzuerleben. Durch einen stärkeren Einblick in das wissenschaftliche Arbeiten wurde bei einigen Studierenden Promotionsinteresse geweckt. Auch die tatsächliche Einreichung der erstellten wissenschaftlichen Papiere fand statt, obwohl dieses kein offizieller Teil der Prüfungsleistung war. Daraus ist bisher auch eine Journalpublikation erfolgt. Eine unerwartete Erkenntnis war, dass Studierende Versionen der Selbstlernvideos mit KI-generiertem Avatar anstelle von Versionen ohne Avatar bevorzugten.

Learnings

  • In der Studierendenschaft besteht das nötige Interesse an wissenschaftlichen Prozessen teilnehmen zu wollen. Die Studierenden, welche am Modul teilgenommen haben, haben dabei positiv wahrgenommen, dass sie für bestehende schriftliche Arbeiten, die sonst nur „rumliegen“ würden, eine weitere, sinnvolle Verwendung gefunden haben.

  • Der eigenverantwortliche Transferschritt von der Überarbeitung im Rahmen des Moduls zu einer tatsächlichen Einreichung funktioniert ebenfalls und erfüllt so eines der Hauptziele des Modulangebots – auch wenn diese Transformation von den Studierenden im Rückblick als aufwändiger wahrgenommen wurde als es zu Beginn des Moduls erwartet wurde.

  • Bei der Nutzung von KI-gestützten Selbstlernvideos haben wir gelernt, dass ein gewisser „persönlicher Touch“ von den Studierenden gewünscht ist. Für uns haben wir diesen in der Nutzung eines persönlichem KI-generierten Avatar gefunden.

Empfehlung

Nein, die größtenteils auf Selbstlernvideos aufbauende Struktur hat für viel Flexibilität gesorgt und wurde auch von den Studierenden positiv bewertet.

Tipps

Für das Modul ist die persönliche Betreuung der Studierenden sehr wichtig. Daher sollten Sie einen Fokus darauf legen, Feedback der Studierenden zur Durchführung des Moduls einzusammeln. Um genügend potenzielle Studierende und Betreuende zu erreichen, sollten Sie auch innerhalb Ihres Departments bzw. Ihrer Fakultät Mitarbeitende und Professor*innen rechtzeitig vor der Modulanmeldephase informieren und darauf hinweisen, dass exzellente Arbeiten aus anderen Lehrkontexten im Rahmen des Kurses weiterentwickelt werden können.

Methoden

Empfohlen

Formate
Selbstlernvideos, Check-Listen
Technische Tools
Generative KI-Tools zur Vertonung mit denen Video- und Sprachklons von realen Personen erstellt werden können (z. B. HeyGen).

Nicht empfohlen

Technische Tools
Generative KI-Tools zur Vertonung, mit denen nur vorgefertigte Stimmen genutzt werden können.

Kontakt

Projekt Kontakt
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Material
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