
feste Verankerung von digitalen Feedback-Methoden in der Studienordnung „MA English Studies“
Die Studienordnung des Masterstudiengangs „English Studies“ wird grundlegend überarbeitet. Da digitale Lehr-, Lern- und Feedbackmethoden kein expliziter Bestandteil der alten Studienordnung waren, wird ein neues Modul zu diesem Themenkomplex erarbeitet und curricular verankert. [Anm. StIL: Diese Maßnahme wurde in einer Vorgängerversion der Abfrage dokumentiert. Bei der Übertragung auf das aktuelle Format kann es vorkommen, dass die Antworten nicht hundertprozentig zur Frage passen.]
Kategorien
Beschreibung
Herausforderung
Fehlende Verankerung digitaler Lehr-, Lern- und Feedbackmethoden in der Studienordnung von „MA English Studies“. Die Studienordnung wurde zuletzt 2017 angepasst und digitale Lehr-, Lern- und Feedbackmethoden in der Hochschullehre haben erst in den letzten Jahren an Relevanz gewonnen. Die alte Studienordnung hatte eine stark theoretische Ausrichtung, obwohl die Ausbildung praxisrelevanter Kompetenzen erfordert ist. Die alte Studienordnung orientierte sich teilweise an einem überholten Verständnis
Voraussetzung
Verzögerungen in verschiedenen Abteilungen, auf die wir keinen Einfluss hatten; kurzfristige Personalwechsel. Gemeinsames Anliegen innerhalb des Instituts, die Studienordnung zu überarbeiten; gute Zeitplanung in Absprache mit relevanten Abteilungen.
Eignung
keine Evaluation
Vorgehen/Schritte
Eigene Studienordnung sichten und Studierendenbefragungen auswerten (4 Wochen)
Vorschläge zur Überarbeitung des Studiengangs formulieren (2 Wochen)
Modulkonzept erstellen zu digitalem Lehren und Lernen (2 Wochen)
Diskussion mit Institutsgremium (mehrere Diskussionsrunden) zur Erstellung des Studiengangkonzepts (Regelmäßige halbtägige Sitzungen über mehrere Monate hinweg)
Vorbereitung sämtlicher benötigter Dokumente und Formblätter zur Beantragung der Studiengangüberarbeitung in Absprache mit relevanten Abteilungen (u.a. Studiengangerfolgsmanagement) (mehrere Monate)
Änderungsantrag an Universität stellen (mehrere Wochen)
Akkreditierungsantrag stellen und gutachterliche Begehung vorbereiten (mehrere Wochen)
Gutachterliche Begehung (1 Woche)
Überarbeitung der Studienordnung auf Basis der Gutachten und weiterer Rückmeldungen seitens der Universität (mehrere Wochen)
Verabschiedung der überarbeiteten Studienordnung in relevanten Gremien (mehrere Monate)
(ein Jahr oder mehr)
Hinweise
Effekte
digitale Lehr- und Lernmethoden sind ein fester Bestandteil der Studienordnung geworden; digitale Feedbackmethoden werden darin jedoch nicht explizit erwähnt. Dem Studiengang „MA English Studies“ wurde das Modul „Digital Skills“ mit den dazugehörigen Veranstaltungen „Digital Teaching“ und „Digital Learning“ hinzugefügt. Die weiteren Studiengangmodule und deren Beschreibungen spiegeln den aktuellen Stand in Forschung und Lehre besser wider und haben einen höheren Praxisbezug als zuvor. Ein zusätzliches Praktikum wurde eingeführt. Insgesamt ist durch die Überarbeitung der Struktur und Inhalte des Studiengangs nun eine höhere Passung zu den angestrebten Lernzielen gegeben. Trotz zeitlicher Verzögerungen tritt die neue Studienordnung wie geplant zum Wintersemester 2023/24 in Kraft.
Allerdings konnten durch kurzfristige Personalfluktuation bzw. Änderungen in den Personalkapazitäten nicht alle angestrebten Modulelemente eingearbeitet werden.
Learnings
Die überarbeitete Studienordnung ist das wichtigste Produkt. Für den Gesamtprozess muss ausreichend Zeit eingeplant werden, um auch trotz unerwarteter Verzögerungen zum Ziel zu gelangen.
Empfehlung
Gemeinsames Anliegen innerhalb des Instituts, die Studienordnung zu verbessern; kooperatives Arbeiten innerhalb des Instituts; frühzeitige Einbindung relevanter Personen des Studienerfolgsmanagements
Tipps
Für den gegenwärtigen Kontext hat die Umsetzung gut geklappt. Für Adaptionen an anderen Hochschulen sind deren Spezifika zu beachten. Die Prozesse zur Überarbeitung von Studiengängen variieren in gewissem Maße von Hochschule zu Hochschule. Bitte erkundigen Sie sich rechtzeitig bei Ihrer Hochschule über die benötigten Dokumente und den zeitlichen Vorlauf, der zur Überarbeitung eines Studiengangs benötigt wird. Stellen Sie sicher, dass es nicht allein Ihr Anliegen ist, den Studiengang zu überarbeiten, sondern dass Ihr Kollegium ebenfalls die Notwendigkeit einer Überarbeitung erkannt hat.
Sonstiges
Der Prozess hat soweit gut geklappt. Weiteres wird sich im Verlauf der Implementierung der neuen Seminare zeigen.
Methoden
Empfohlen
Kontakt
Das könnte Sie auch interessieren

Sprachbarrieren in der Anamnese überwinden
Das Projekt Sprachbarrieren in der Anamnese überwinden am Universitätsklinikum Würzburg bereitet Studierende der Humanmedizin und der Hebammenwissenschaft auf interkulturelle und sprachliche Herausforderungen in der klinischen Praxis vor. Studien zeigen, dass bei der Gesundheitsversorgung von Personen mit Migrationshintergrund in Deutschland, im Vergleich zur einheimischen Bevölkerung, häufiger Fehldiagnosen, Fehlversorgung und unzureichende Patientenaufklärung auftreten. Dies wird u.a. auf Sprachbarrieren, soziokulturelle Missverständnisse sowie fehlendes Wissen zu Migration und Flucht zurückgeführt. Die Interaktion und Versorgung von betroffenen Patienten ist im Klinikalltag oft erschwert: Professionelle dolmetschende Fachkräfte könnten helfen, stehen jedoch häufig nicht zur Verfügung, da die Kosten nicht regelhaft von den Krankenkassen übernommen werden.In den Projekt-Modulen erwerben die Studierenden die notwendigen interkulturellen Kompetenzen für eine erfolgreiche Kommunikation mit Menschen aus anderen Kulturkreisen mittels Dolmetschenden und weiteren Übersetzungstools sowie ein Bewusstsein für kulturell unterschiedlich geprägte Vorstellungen von Gesundheit und Krankheit. Das Projekt adressiert eine Lücke in der Ausbildung und trägt somit zu einer Verbesserung der Lehre und langfristig zu einer besseren Versorgung von Patientinnen und Patienten mit Migrationshintergrund bzw. Sprachbarrieren bei. Eine Übertragung auf andere Standorte ist denkbar und wünschenswert.
Projekt anzeigen
Das Digital-Humanities-Zertifikat der UA Ruhr
Im Verbund der Universität Duisburg Essen, der Ruhr-Universität Bochum und der Technischen Universität Dortmund wurde ein hochschulübergreifendes Digital-Humanities-Zertifikat implementiert, das Studierenden aller drei Standorte eine formale Zusatzqualifikation ermöglicht. Das dreistufige Modell aus Einführung, Vertiefung und Kolloquium mit Posterpräsentation setzt bewusst auf die Öffnung bereits bestehender Lehrveranstaltungen und schafft so Sichtbarkeit für DH-bezogene Lehre in der Universitätsallianz Ruhr (UAR). Wer ein ähnliches Zertifikat einführen möchte, sollte wissen: Die größten Herausforderungen liegen in der Information von Lehrenden und der Akquise von anrechenbaren Lehrveranstaltungen sowie in der Abstimmung im Verbund. Unterschiedliche Anrechnungsregelungen und Zuständigkeiten erforderten viel Koordinationsaufwand in der Pilotphase. Hilfreich ist es, Prozesse fortlaufend nachzusteuern sowie Lehrende frühzeitig aktiv mit einzubinden.
Maßnahme anzeigen
"Neues Format, Ungewissheit, Nervosität" -Eine Performanzprüfung im beruflichen Lehramtsstudium aus der Perspektive von Studierenden und Prüfenden
Gesellschaftliche und digitale Transformationsprozesse beeinflussen die Kultur des Lehrens und Lernens an Hochschulen und Universitä-ten. Dieser Beitrag nimmt explizit die veränderte Kultur des Prüfens in den Blick. Im Rahmen des Projekts P:INK LBS („Prüfen: innovativ und kompetenzorientiert in Lehramtsstudiengängen für berufsbildende Schulen“) wurde eine Performanz-prüfung in den Lehramtsstudiengängen in den beruflichen Fachrichtungen Gesundheit, Körperpflege und Pflege in Anlehnung an Prüfungsformate aus der Medizin und den Gesundheitsberufen (u.a. „Objective Structured Clinical Exami-nation – OSCE“) entwickelt und evaluiert. Im Beitrag wird zunächst die Struktur des Projekts und der zugehörigen Performanzprüfung vor dem Hintergrund der Kompetenzorientierung in der beruflichen Bildung und des Konzeptes des „Constructive Alignments“ erläutert. Die Evaluationsergebnisse der Studierenden und Prüfenden spiegeln großes Interesse an innovativen Prüfungen und Motivation für das neue Prüfungsformat wieder. Zudem werden Herausforderungen in der Vorbereitung sowie in der Organisation deutlich. Abschließend werden die Ergeb-nisse unter Einbeziehung einschlägiger Literatur sowie eigener Projekterfahrungen diskutiert und reflektiert.
Publikation anzeigen