
Mehr Universal Design for Learning in der Lehre
In den letzten Jahren hat die Diversität der Studierendenschaft zugenommen. Um chancengleich studieren zu können, sind Lehr- und Lernszenarios so zu gestalten, dass die größtmögliche Gruppe der Lernenden bestmöglich partizipieren kann. Im internationalen Raum wird das Konzept Universal Design for Learning in Higher Education (UDL in HE) verstärkt angewendet, um diversitätsgerechte Lehr- und Lernszenarios in der Hochschule zu etablieren.Kennzeichnend für UDL ist eine proaktive Vorgehensweise, d. h. es werden von vornherein gezielte Maßnahmen im Lehr- und Lernprozess bestimmt, die eine größtmögliche Zugänglichkeit (Barrierefreiheit) der Studierenden an den Studieninhalten bewirken. Folglich reduziert sich der Bedarf an individuellen Anpassungen (Nachteilsausgleich). So sind beispielsweise Untertitel (Live) in Lehrveranstaltungen (LV) einzusetzen, um sowohl Studierende mit Beeinträchtigung des Hörens als auch internationale Studierende und Studierende mit visuellen Lerngewohnheiten beim selbständigen Lernen zu unterstützen.Im Rahmen des Projekts UD[L]ehre wird erstmals ein Informationsangebot zu UDL für Lehrende in Deutschland bereitgestellt (HowToUDL@UHH). Außerdem werden Supportstrukturen für Lehrende vorgehalten, die gezielte Maßnahmen für eine diversitätsgerechtere und damit lernerorientierte Lehre integrieren (UDL@Lehre). Dies unterstützt die Weiterentwicklung der Universität Hamburg zu einem inklusiven Lernort.
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XR_Bildungs-Metaverse
Das Projekt XR_B2M ergänzt mit XR-Technologien die analoge Lehre durch einen ambitionierten virtuellen Lehr- und Lernraum und soll die digitale Lehre im Studiengang Stadt- und Raumplanung (SR) deutlich qualifizieren und weiterentwickeln. In einem virtuellen Lehr- und Lernraum (Bildungs-Metaverse) werden Studierende dazu befähigt, für kommunikative Pla-nungsprozesse der Stadt- und Raumplanung (u.a. Partizipationsveranstaltungen) innovative, digitale Beteiligungsformate und -methoden zu entwickeln, zu erproben und zu reflektieren (BA- und MA-Module). Das Bildungs-Metaverse dient als Lern- und Anwendungsraum und soll den Studierenden die Möglichkeit einer orts- und zeitunabhängigen Nutzung bieten. Didaktische Grundlage dafür ist das Konzept des Just-in-Time-Teaching, bei dem sich die Studierenden die Lehrinhalte durch Selbststudium aneignen und die Lehrenden die individuellen Lernprozesse zielgerichtet unterstützen. Neben der Nutzung der virtuellen Räume als Lern- und Anwendungsraum (für Seminare, u.ä.) ist die Konzipierung und Durchführung digitaler Partizipationsveranstaltungen in Kooperation mit externen Praxispartnern oder in Planspielen ein zentraler Projektinhalt. Die Studierenden sollen die virtuellen Räume individuell ausgestalten und darin als Avatare agieren, Methoden und Vorgehensweisen der Partizipation entwickeln und einsetzen, mit 3D-Modellformaten und Metadaten arbeiten lernen sowie Kooperationspartner und Bürger:innen in dem Metaverse begleiten und betreuen.
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Kompetenzen für die digitale Arbeitswelt – Ein Lehrprojekt zu Digital Health
Der Beitrag bechreibt ein Lehrprojekt, dessen Ziel es ist, Studierenden im Bachelorstudiengang Gesundheits- und Sozialmanagement mittels einer lernpfadbasierten Selbst- lerneinheit einen Überblick zur Digitalisierung im Gesundheitswesen zu ermöglichen, ihnen aufzuzeigen, welche Kompetenzen die Berufspraxis in diesen Bereichen erfordert, und Ansätze zum individuellen überfachlichen Kompetenzaufbau zu vermitteln. Grundlage dafür ist der Ansatz der Future Skills nach Ulf-Daniel Ehlers (2020). Als Pilotprojekt soll die digitale Lerneinheit zur Entwicklung einer Kultur der Digitalität an der Hochschule beitragen, indem unterschiedliche Lehr- und Lernformate kombiniert und verschiedene Organisationseinheiten miteinander verknüpft werden.
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