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Mediale Unterstützung und interaktive Elemente

Wir haben unsere Materialien um anschauliche Visualisierungen, eingebettete Videos und interaktive Code-Beispiele ergänzt, um einerseits Aufmerksamkeit sinnvoll zu bündeln und andererseits die bestehende Komplexität moderner Bildungsherausforderungen medial angemessen abzubilden. Diese mediale Vielfalt erleichtert die individuelle Erschließung des Lernstoffs und fördert aktives, selbstgesteuertes Lernen. Eingesetzt wurden diese Elemente besonders im Kontext eines Online-Tutorials zur Erstellung von Open Educational Resources (OER) für die Hochschullehre und Kursen zu Digital Literacy und Python for Psychologists.

Kategorien

Bitte nennen Sie bis zu fünf Stichwörter, die den Inhalt Ihrer Maßnahme aussagekräftig beschreiben.
Interaktivität
Visualisierung
Multimediaeinsatz
Repräsentativität
Lernmotivation
Zielgruppe(n)
Wissenschaftliche Mitarbeiter:innen/LfBA
Tutor:innen/stud. Mentor:innen
Studierende
Professor:innen
Lehrbeauftragte
Hochschul-, Fachbereichs-/Fakultätsleitung
(Fach-)Öffentlichkeit
Akteur:innen außerhalb der Hochschule
Handlungsfeld & Aktivität(en)
Technisch-räumliche Infrastruktur
Plattformen/Portale entwickeln
Lehr-/Lernumgebungen entwickeln
Lehr-/Studienangebote
Lehrkonzepte/-formate entwickeln
Lehr-/Lernmaterialien entwickeln
Projektkoordination
Wissenstransfer/Dissemination entwickeln
Partizipationsformate/Community Building entwickeln
Bedarfs-/Wirkungsanalysen entwickeln
Supportangebote
Weiterbildungsangebote für die Lehre entwickeln
Angebote für Lernbegleitung und Studienberatung entwickeln

Beschreibung

Herausforderung

Die zentrale Herausforderung war es, komplexe Inhalte rund um offene und barrierefreie OERs inklusive ihrer technischen und inhaltlichen Umsetzung so aufzubereiten, dass sie für Lehrende ohne Vorkenntnisse verständlich und direkt umsetzbar sind. Ziel war es, technische Einstiegshürden zu reduzieren und die Bereitschaft zur Auseinandersetzung mit offenen Bildungsformaten zu fördern.

Herangehensweise

Um komplexe Inhalte besser zugänglich zu machen, insbesondere solche, die sich nicht allein durch Text oder statische Abbildungen vermitteln lassen, haben wir verschiedene mediale Formate integriert. Dazu gehören Videos, interaktive Übungen und anschauliche, bebilderte Anleitungen. Letztere wurden mit visuellen Hilfen versehen (Pfeile, farbige Kästchen, Markierungen), um Arbeitsschritte visuell zu verdeutlichen und den Lernprozess zu unterstützen. Diese visuellen Hilfen erleichtern das Verständnis technischer Abläufe, sparen kognitive Kapazitäten und ermöglichen es Nutzer:innen, somit Inhalte leichter nachzuvollziehen und direkt anzuwenden.

Zusammenhang

Diese Maßnahme wurde in unserem Online-Tutorial, praktischen Workshops und in einzelnen Lehrveranstaltungen erprobt, bei denen Lernende Materialien anhand bebilderter Anleitungen, Videos und interaktiver Übungen bearbeitet haben, bis die mediale Repräsentation dem Lehranspruch entsprach (z. B. Interaktive, eingebundene Programmieraufgaben zum Erlernen von Programmiersprachen).

Voraussetzung

Kern der Maßnahme war die gezielte Auswahl einer geeigneten Plattform, welche eine angemessene mediale Einbindung und interaktive Elemente zur Verfügung stellt (z. B. Jupyter Book), was den Nutzer:innen ein direktes Ausprobieren und aktives Lernen ermöglicht. Nicht zu vernachlässigende Faktoren bei der Erstellung anschaulicher, gut strukturierter und visuell unterstützender Materialien sind ausreichend Zeit und technisches/didaktisches Know-how. Besonders bei komplexen Lehrinhalten war eine visuelle Begleitung durch Screenshots, Markierungen und schrittweise Anleitungen essentiell, um Orientierung zu bieten und Fehlbedienung zu vermeiden.

Eignung

In der Lehrevaluation einer Lehrveranstaltung wurde besonders die anschauliche, mediale Darstellung hervorgehoben. Auch in Workshops wurde unser Material als hilfreich bewertet, da komplexe Themen dadurch greifbarer wurden und technische Einstiegshürden sanken.

Schritte

  1. Lernziele definieren: Was sollen Nutzer:innen nach der Einheit verstanden oder gekonnt haben?

  2. Zielgruppe kennen: Welche Darstellung unterstützt deren Verständnis am besten?

  3. Geeignete Formate wählen: Text, Bild, Video, Code, je nach Ziel und Inhalt.

  4. Visualisierungen nutzen, um Prozesse oder Konzepte nachvollziehbar zu machen.

  5. Bei komplexen Abläufen mit Pfeilen, Kästchen und Bildreihen arbeiten.

  6. Jedes Element sollte eine klare didaktische Funktion erfüllen.

  7. Mediennutzung konsequent auf Barrierefreiheit überprüfen (Alt-Texte, Kontraste etc.).

  8. Alt-Texte sollten Inhalt, Position und Zweck des Mediums beschreiben.

  9. Technische Tools wie Jupyter Books oder Colab einbetten, wenn interaktiv nötig.

  10. Interaktive Elemente modular halten, sodass einzelne Kapitel unabhängig nutzbar sind.

  11. Inhalte auf unterschiedlichen Endgeräten testen (responsives Design).

  12. Rückmeldungen zur Verständlichkeit und Usability von Nutzer:innen einholen.

  13. Feedback direkt in Gestaltung der Materialien einfließen lassen.

  14. Inhalte bei technischen Updates regelmäßig auf Funktionsfähigkeit prüfen.

Hinweise

Effekte

Es traten (allerdings nicht unerwartet) immer wieder technische Herausforderungen durch Software- und Versionsupdates auf, wodurch wir unsere Materialien immer wieder technisch anpassen mussten. Die anschauliche mediale Gestaltung erleichterte Nutzer:innen unserer Materialien das Verständnis komplexer Abläufe und ermöglichte eine selbstständige Nacharbeitung (bspw. Weiterarbeiten an der eigenen OER) ohne zusätzliche Betreuung.

Learnings

Für uns zeigte sich die Wichtigkeit, die mediale Gestaltung passend zum Inhalt und zur Zielgruppe zu wählen. Zudem haben wir gelernt, dass ergänzende Elemente wie GIFs und visuelle Highlights helfen, die Aufmerksamkeit zu halten und schwierige Textblöcke aufzulockern, was das Verständnis deutlich erleichtert.

Tipps

Es sollte beachtet werden, dass jedes Medium ein klares Ziel verfolgt. Bei der Erstellung von Grafiken oder Videos ist zu prüfen, ob das gewählte Format dem Inhalt angemessen ist: Ein komplexer Ablauf braucht oft mehrere Bilder oder ein Video. Medienelemente sollten nicht nur ansprechend, sondern vor allem funktional sein und die Verständlichkeit gezielt unterstützen.

Sonstiges

Grafiken sollten gezielt zur Aufmerksamkeitslenkung und kognitiven Entlastung eingesetzt werden. Gut gewählte visuelle Hilfen ermöglichen einen klaren Zugang zu komplexen Inhalten und erleichtern es den Nutzer:innen, Inhalte eigenständig und im eigenen Tempo zu durchdringen.

Methoden

Empfohlen

Formate
Grafiken, Videos, Bilder, GIFs (jeweils mit Alternativtexten zu Inhalt, Zweck, Position); interaktiver Code.
Technische Tools
Jupyter Books, GitHub Pages, Jupyter Notebooks, Hypothes.is (Kommentieren/Markieren von Inhalten), Discord (zentrale Kommunikationsplattform), Google Colab zur Integration interaktiver Code-Elemente.

Nicht Empfohlen

Formate
Barrierefreie Videos erwiesen sich in vielen Fällen als zu aufwändig im Verhältnis zum Nutzen. Stattdessen bevorzugen wir gut strukturierte Texte und Bilder, die Teilnehmende in ihrem eigenen Tempo bearbeiten können.
Technische Tools
Ursprünglich eingesetztes MyBinder zur Bereitstellung interaktiver Code-Umgebungen war zu instabil und wenig performant. Wechsel zu Google Colab, welches nutzungsfreundlicher und zuverlässigere interaktive Programmierumgebungen bietet.
Material
NameDownload / LinkBeschreibungLizenzFormatGröße
Projektübersicht von DiLER mit Verlinkung zu unseren Materialien.Link aufrufen/Link/

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