
Hospitationen bei Partnerships (Teilprojekten)
Zur Förderung des persönlichen Austauschs, des Kennenlernens der Teilprojekte (sog. „Partnerships“) und dem praktischen Erleben wurden über den Verlauf der Förderung mehrere Hospitationen bei allen Partnerships durchgeführt. Ziel war es, Einblicke in die jeweiligen Arbeitsweisen, Herausforderungen und Fort-schritte zu gewinnen und dadurch Synergien innerhalb des Gesamtprojekts zu stärken. Diese persönlichen Kontakte und praktischen Erfahrungen ermöglichten einen gezielten Wissenstransfer und trugen zur kontinuierlichen Weiterentwicklung der Teilprojekte bei.
Kategorien
Beschreibung
Herausforderung
Eine große fachliche sowie inhaltliche Vielfalt der Partnerships kann dazu führen, dass Potentiale der Zusammenarbeit und des gemeinsamen Lernens ungenutzt bleiben. Für die Unterstützungseinheiten sowie die Gesamtkoordination ist es daher wichtig, die Partnerships im Detail kennenzulernen und kontinuierlich zu begleiten.
Ein umfassender Überblick über die vielfältigen Ansätze und Aktivitäten ist entscheidend, um mögliche Synergien zu identifizieren und gezielt zu nutzen.
Herangehensweise
Es wurden in jedem Partnership mehrere Hospitationen (2-3) über den Verlauf der Förderungszeitraumes durchgeführt. Je nach Inhalten des Projektes, wurde das Learning Design ausprobiert, ein Tool getestet oder der Einsatz in der Lehre miterlebt.
Die Hospitationen ermöglichten den Mitarbeitenden der Unterstützungseinheiten und der Gesamtkoordination, die Partnerships besser kennenzulernen, deren Arbeitsweisen zu verstehen und Weiterentwicklungen nachzuvollziehen. Sie trugen darüber hinaus maßgeblich dazu bei, ein tiefergehendes Verständnis der Partnerships zu entwickeln, Netzwerke aufzubauen und Transferprozesse wirkungsvoll zu gestalten.
Zusammenhang
Im Kontext des Gesamtprojektes DigiTeLL. Je nach Partnership beinhaltete die Hospitation auch einen Besuch einer Lehrveranstaltung.
Voraussetzung
- Offene Kommunikation und Präsentation der eigenen Arbeitsweise und der angestrebten Ziele der Partnerships
- gemeinsame Terminfindung
- Interesse der Unterstützungseinheiten an Teilnahme an einer Hospitation
- offene Feedbackkultur und Kritikfähigkeit
- Einverständnis der Studierenden (bei Teilnahme an Lehr- oder Prüfsituationen)
Eignung
Bei den Hospitationen wurden regelmäßig Herausforderungen identifiziert, die im Nachgang gezielt bearbeitet werden konnten und bei der nächsten Hospitation wieder aufgegriffen werden konnten. Der persönliche Austausch mit potentiellen Nutzenden unterstützte die Weiterentwicklung der Tools/Learning Designs.
Vorgehen/Schritte
Zielsetzung der Hospitation festlegen
Bedarf des Austausches prüfen
Frühzeitige Kommunikation und Terminvereinbarung
ggf. Vorbereitungsmaterial für die Partnerships erarbeiten und versenden
Fragen der Partnerships aufnehmen
Hospitation durchführen
Reflexionsräume geben
Hospitation dokumentieren
Nächste Schritte/Ziele/Vereinbarungen schriftlich festhalten
Hinweise
Effekte
Erwartet:
Die Hospitationen bewirkten ein tiefergehendes Verständnis der Partnerships und förderten eine Stärkung von Netzwerken, sowie des Wissenstransfers. Bedarfe und Notwendigkeiten der Einbindung von Unterstützungseinheiten konnten leichter identifiziert sowie Ideen für weitere Kooperationen gewonnen werden.
Unerwartet:
Darüber hinaus wurden schnelle Kommunikationswege gestärkt sowie Unsicherheiten bzgl. der möglichen Kontaktpersonen abgebaut.
Learnings
Das persönliche Erleben und Kennenlernen wirkt nachhaltiger als das reine „theoretische Erarbeiten“ der Partnership-Inhalte wie beispielsweise durch das Lesen von Antragstexten. Persönliche Einblicke in die Arbeit führen zu einem besseren Verständnis für unterschiedliche Herangehensweisen, Rahmenbedingungen und Herausforderungen. Dies fördert nicht nur die gegenseitige Wertschätzung, sondern stärkt auch die Zusammenarbeit im Gesamtprojekt spürbar.
Austausch braucht Räume: Persönliches Netzwerken erwies sich als besonders wirksam, um Ideen, Lösungsansätze und Erfahrungen niedrigschwellig weiterzugeben.
Die Vernetzung im Hochschulkontext muss immer wieder aktiv angestoßen werden.
Hospitationen schaffen auch spontanen Raum für Reflexion und Weiterentwicklung.
Empfehlung
Ggf. ergänzen durch weitere, regelmäßige niedrigschwellige Vernetzungsangebote;
Ggf. ergänzen durch gegenseitige Hospitation der Partnerships untereinander
Tipps
- Frühzeitige Terminvereinbarung
- Kommunikation der Erwartungen der Hospitation
- Klare Erwartungs-/Zieldefinition
- Hospitationen als Dialog gestalten
- Ggf. Leitfaden mit Gesprächsthemen erstellen
Methoden
Empfohlen
Nicht empfohlen
Kontakt
Das könnte Sie auch interessieren

Implizite Vorurteile in der Medizin
Wissenschaftliche Befunde zeigen, dass implizite Vorurteile gegenüber Patient*innen, u.a. in Form von Stereotype und (geschlechtsbezogener) Diskriminierungen, die Qualität der medizinischen Behandlung negativ beeinflussen können bis hin zu fehlerhaften Diagnosen oder mangelhaften Therapien. Ärzt*innen sehen sich ebenfalls Diskriminierungen von Patient*innen und Kolleg*innen ausgesetzt, die die Arbeitszufriedenheit negativ beeinflussen können. Trotz der Bedeutsamkeit dieser Faktoren wird der Umgang mit impliziten Vorurteilen und Diskriminierung in der medizinischen Lehre bisher kaum thematisiert. Ziel dieses Projektes ist es daher, den Studierenden im Rahmen eines longitudinalen Curriculums im klinischen Abschnitt eigene implizite Vorurteile bewusst zu machen und Verhaltensweisen zu fördern, um auf diskriminierendes Verhalten von Kolleg*innen und Patient*innen adäquat reagieren zu können. Dabei werden zwei didaktische Ansätze verfolgt: (1) Patient*innenfälle, die die Grundlage diverser Lehrformate mit Simulationspersonen bilden und u.a. als Videofälle vorliegen, sollen hinsichtlich der Sichtbarmachung gesellschaftlich vorhandener Diversität überarbeitet bzw. neu entwickelt werden; (2) basierend auf dem psychologischen Nudging-Konzept sollen kleinere, aber wiederkehrende Stimuli in die Simulationen integriert werden, um implizite Vorurteile wiederholt sichtbar zu machen und Formen und Ursachen zu thematisieren. Die Wirksamkeit der Maßnahmen soll fortlaufend evaluiert werden.
Projekt anzeigen
Präsentationswebsite für das Projektarchiv
Das Interface der Projektarchiv-Plattform eignet sich sehr gut zum Archivieren, jedoch weniger zum Präsentieren von Projekten. Die zeitgemäße, ansprechende Präsentation von Projekten ist für den Erfolg der Plattform an der HfG allerdings sehr wichtig, weshalb wir die Website Schaufenster entwickelt haben. Schaufenster ist ein Anwendungsmodul und ruft die Projekte über die API von Madek ab.
Maßnahme anzeigen
XR_Bildungs- und Beteiligungs-Metaverse. Virtuelle Lehr- und Lernzukünfte für die Stadt- und Raumplanung [1]
[Kurzbeschreibung folgt (Anm. StIL)]
Publikation anzeigen