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Lehrendenbefragung zur Zukunft der Lehre

Die Herausforderung bestand darin, nach der Covid-19-Pandemie herauszufinden, wie Lehrende an Hoch-schulen in Sachsen die Hochschullehre weiterentwickeln würden. Was von der Hochschullehre in der Pande-miezeit soll bleiben? Wohin soll sich die Hochschullehre entwickeln? Grundlage für die Erhebung bilden die Empfehlungen des Wissenschaftsrates zur zukunftsfähigen (digitalen) Gestaltung von Studium und Lehre.

Kategorien

Bitte nennen Sie bis zu fünf Stichwörter, die den Inhalt Ihrer Maßnahme aussagekräftig beschreiben.
Lehrendenbefragung
Lehre der Zukunft
Online-Erhebung
Einstellungen
Verantwortlichkeiten (Indiv
Zielgruppe(n)
(Fach-)Öffentlichkeit
Hochschul-, Fachbereichs-/Fakultätsleitung
Lehrbeauftragte
Professor:innen
Mitarbeiter:innen aus Service, Verwaltung & Wissenschaftsmanagement
Studierende
Wissenschaftliche Mitarbeiter:innen/LfBA
Handlungsfeld & Aktivität(en)
Projektkoordination
Bedarfs-/Wirkungsanalysen entwickeln
Strukturelle Rahmenbedingungen
Profil/Strategien/Leitlinien entwickeln
Supportangebote
Weiterbildungsangebote für die Lehre entwickeln

Beschreibung

Herausforderung

Die Entwicklung von Lehr-Lern-Settings und die Gestaltung des Lernens in der Pandemiezeit, wurde stark durch äußere Bedingungen (z.B. Kontakteinschränkungen, Vorhandensein datenschutzkonformer digitaler Tools) geprägt. Unklar blieb, wie sich Lehrende die Zukunft der Hochschullehre unabhängig von äußeren Ein-flüssen wie der Covid-19--Pandemie wünschen bzw. vorstellen, und welche Maßnahmen sie selbstständig und welche gemeinsam mit der Hochschulleitung oder anderen Akteur*innen umsetzen können.

Herangehensweise

Um Antworten auf diese offenen Fragen zu finden, wurde eine verbundweite Lehrendenbefragung zusammen mit dem Zentrum für Qualitätsanalysen der TU Dresden durchgeführt. Diese Befragung basiert auf einem Online-Fragebogen mit geschlossenen und offenen Fragen und einem Befragungsumfang von 77 Items sowie einer Befragungszeit von etwa 20 Minuten.

Zusammenhang

Diese Maßnahme wurde im Rahmen eine Umfrage durchgeführt, zu der Lehrende per Mail von ihrer Hoch-schulleitung eingeladen wurden.

Voraussetzung

1. Die Zusammenarbeit mit einer Einrichtung, die im Bundesland für ihre Expertise mit großen Befra-gungen im Hochschulbereich bekannt ist, war sehr hilfreich

2. Die Zustimmung von und Abstimmung mit allen an der Befragung beteiligten Verbundhochschulen (Rektorate, Qualitätssicherung- und -entwicklung, Personalrat, Datenschutzbeauftragte etc.)

3. Das Vorliegen von möglichen Zukunftsszenarien für die Hochschullehre.

4. Ein Qualitätszirkel für die Entwicklung des Fragebogens, an dem alle Hochschulen und mehrere Sta-tusgruppen beteiligt waren, (Lehrende, Professor*innen, Studierende, Hochschulleitung, Hochschul- und Mediendidaktik, Qualitätssicherung...), wodurch mehrere Perspektiven eingeholt werden konn-ten.

5. Einen Fragebogen, der in allen Hochschultypen des Verbundes verständlich ist.

6. Das Vorliegen einer deutschen und englischen Version des Fragebogens.

Eignung

An der Beteiligung an der Umfrage von 10,78% (1187 Teilnehmende) der 11014 Befragten und dem Inte-resse an den Befragungsergebnissen über das Bundesland hinaus.

Die an der Lehrentwicklung in Sachsen beteiligten Akteur*innen (Stakeholder) kennen die Einstellungen der Lehre zu empfohlenen Vorhaben bezüglich der Zukunft der Lehre und wissen dadurch, wie sie Lehrende besser begleiten können.

Die Stakeholder kennen die Maßnahmen/Handlungsempfehlungen, die basierend auf den Befragungsergebnissen für die Lehrentwicklung in Sachsen abgeleitet wurden.

Vorgehen/Schritte

1. konkrete Zielstellung bzw. Fragestellungen der Befragung mit den Hochschulen klären, ggf. entsprechendes Landesministerium informieren

2. Eigene Kompetenzen klären und ggf. Kooperation suchen

3. Zeitplanung erstellen und kommunizieren

4. datenschutzkonforme Tools anschaffen: Online-Erhebungstools (Fragetypen prüfen), Auswertungstool (Lizenz auf kollaborative, hochschulübergreifende Zusammenarbeit prüfen)

5. Ggf. Befragung mit dem Personalrat/Gesamtpersonalrat des Bundeslandes abstimmen (Handelt es sich um eine Mitarbeitendenbefragung oder um ein Forschungsanliegen? CAVE: Mitarbeiterbefragun-gen sind mitbestimmungspflichtig! Auch bei Forschungsanliegen Personalrat informieren.

6. Fragebogen entwickeln. Entscheiden welche Übersetzungen notwendig sind und wann diese sinnvollerweise stattfinden.

7. Qualitätszirkel einbinden, um die Sicherstellung der Verständlichkeit und die Gewährleistung der eigentlichen Zielstellung (2. Feedbackschleife einplanen) zu garantieren

8. Versendung des Befragungslinks (hochschulübergreifend, hochschulintern, ggf. Anlegen von Verteilern) und die Anzahl der Erinnerungsmails klären

9. Testpersonen zur Ausfüllung des Fragebogens gewinnen, Fragebogen ausfüllen lassen, Think-Aloud Technik anwenden, Anpassungen vornehmen

10. Weitere Sprachversionen erstellen und , ggf. deutsche Version noch einmal anpassen (auch an das Anschreiben und die Mail an die Befragungsteilnehmenden denken)

12. Informationen zum Vorhaben an Zielgruppe kommunizieren (zentral und dezentral) und die Befragung ankündigen

13. Anschreiben des Fragebogens verfassen

14. Fragebogen erneut testen, ggf. erneut mit Think-Aloud Technik

15. Fragebogen versenden

16. Erinnerungsmail versenden

17. Datenauswertung starten, Datensatz bereinigen

18. Daten entlang der Fragestellungen auswerten

a. Daten zielgruppenspezifisch auswerten (z.B. spannend für Hochschulleitungen, für Hochschuldidaktik, für Studierende, Lehrende, Ministerium)

b. hochschulindividuelle Auswertung nur an die jeweilige Hochschule herausgeben, um Bench-Datenauswertung sowohl mit den Daten von jeder einzelnen Hochschule als auch von allen Hochschulen zusammen erstellen

c. Benchmarking durch Außenstehende zu verhindern

d. Berichte versenden, hochschulinterne Diskussionsveranstaltungen anbieten, hochschulübergreifende Veranstaltungen planen und durchführen.

Hinweise

Effekte

Unerwartet war, dass die einzelnen Hochschulen zum Zeitpunkt der Datenveröffentlichung relativ wenig Inte-resse an den Ergebnissen hatten, wohingegen von höherer Ebene (z.B. Ministerium) großes Interesse vorlag.

Unerwartet war ebenfalls, wie schwer es war, bei der Itemformulierung eine Sprache zu verwenden, die an allen Hochschulen gleichermaßen verstehbar ist(z.B. Strukturen sehr unterschiedlich, dadurch unterschiedli-che Funktions- und Strukturbezeichnungen).

Erfreulich ist, dass die Daten der Befragung eine geeignete Grundlage für weitere Anträge bieten.

Learnings

Es dauert immer länger als geplant

Weiteres siehe Publikationen -hier extra Artikel zu Learnings.

Empfehlung

Das Vorgehen ist bereits angepasst beschrieben

Ebenfalls denkbar wäre eine qualitative Befragung zu bestimmten Themen des Lehrens und Lernens, um den fachspezifischen Besonderheiten mehr Raum zu geben.

Tipps

Einen Fragebogen zu so einem Thema zu erstellen, bedarf ausreichend Sensibilität für die Datenhoheit der einzelnen Hochschule.

Das Teilen und Speichern von Daten muss zu Beginn geklärt werden – vor allem bei hochschulübergreifender Zusammenarbeit.

Das Vertrauen der einzelnen Institutionen in die umsetzende Einrichtung muss vorhanden sein.

DIe Anonymität der Daten muss gewährleistet werden.

Qualitätszirkel zur Fragebogenerstellung war sehr hilfreich.

Methoden

Empfohlen

Methoden
Das Einbinden eines Qualitätszirkels und das Einplanen einer zweiten Feedbackschleife
Technische Tools
QuestorPro ermöglicht den Wechsel zwischen den Sprachen innerhalb der Befragung

Kontakt

Bearbeiter:innen und Beteiligte
Keine Kontaktdaten vorhanden
Material
NameDownload / LinkBeschreibungLizenzFormatGröße
Die zentralen Learnings aus der ersten sachsenweiten Lehrendenbefragung in einem BlogartikelLink aufrufen/Link/
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