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Social Media für Verbundprojekte

Je nach Projektart ist Öffentlichkeitsarbeit notwendig, um verschiedenste Zielgruppen zu erreichen, um Veranstaltungen zu bewerben, aber auch um Erkenntnisse außerhalb des Projektes sichtbar zu machen. Da es sich bei D2C2 um ein Verbundprojekt mit vielen beteiligten Hochschulen handelt, entstand zusätzlich der Bedarf, Entwicklungen in Teilprojekten auf informellem Weg nach innen hin sichtbar zu machen. Social Media als ÖA sollte in D2C2 also verschiedene Ziele verfolgen: - Veranstaltungen und bestehende Netzwerke bewerben, um Teilnehmende zu gewinnen - Veröffentlichungen bewerben - Projektinhalte vorstellen, um diese außerhalb und innerhalb des Verbundprojektes sichtbar zu machen Social Media sollte also verschiedene Zielgruppen erreichen und einen zusätzlichen niedrigschwelligen Informationsaustausch nach außen und innen ermöglichen. Dazu wurden verschiedene Social-Media-Profile eingerichtet. Zudem wurden Zugänge zur Bildbearbeitungssoftware Canva erworben, um Grafiken zu erstellen.

Kategorien

Bitte nennen Sie bis zu fünf Stichwörter, die den Inhalt Ihrer Maßnahme aussagekräftig beschreiben.
Öffentlichkeitsarbeit
Wissenschaftskommunikation
Social Media
Instagram
LinkedIn
Zielgruppe(n)
Wissenschaftliche Mitarbeiter:innen/LfBA
Sonstiges: Sonstige Zielgruppe
Mitarbeiter:innen aus Service, Verwaltung & Wissenschaftsmanagement
Handlungsfeld & Aktivität(en)
Strukturelle Rahmenbedingungen
Profil/Strategien/Leitlinien entwickeln
Projektkoordination
Wissenstransfer/Dissemination entwickeln
Kommunikationsprozesse & Öffentlichkeitsarbeit entwickeln

Beschreibung

Herausforderung

Ein Verbundprojekt mit vielen verschiedenen Akteur*innen benötigt eine Möglichkeit zur niedrigschwelligen, gebündelten Öffentlichkeitsarbeit, vor allem, um ein breiteres Publikum für die Teilnahme an Veranstaltungen zu gewinnen, aber auch, um Inhalte außerhalb und innerhalb des Projektes sichtbar zu machen. Zusätzlich sollte die Maßnahme die Schwierigkeit angehen, mit anderen Projekten, Personen und Institutionen, die Ähnliches tun, auch außerhalb von Tagungen vernetzt zu bleiben.

Herangehensweise

Es gibt einige etablierte Social-Media-Plattformen, die als Informationsquelle eine breite Nutzung erfahren. Dementsprechend wurden eben diese Plattformen für die Öffentlichkeitsarbeit genutzt. Für D2C2 wurde ein Instagram-Profil im Namen des Projektes erstellt. Außerdem wurde der Zugang zum Twitter-Profil der HDS – der Institution, an der D2C2 angesiedelt war – ermöglicht, um die bestehende Followerschaft zu nutzen. Gegen Ende des Projektes wurde der Twitter-Kanal eingestellt und ein LinkedIn-Profil für die HDS eingerichtet, das durch D2C2 mitgenutzt wurde. Auf Instagram wurde zunächst ein Netzwerk zu anderen Projekten, Institutionen, Arbeitskreisen, Universitäten etc. aufgebaut. Vor allem das gegenseitige Folgen und Reposten, Kommentieren und Liken hat sich im Verlauf der Maßnahme als positiv herausgestellt, da dadurch – so deuten die Analysedaten auf Instagram an – neue Personenkreise erschlossen werden konnten. Alle Kanäle wurden mit verschiedenen Inhalten aus dem Projekt bespielt.

Zusammenhang

Die Maßnahme lief dauerhaft neben allen Teilprojekten und war dementsprechend der Verbundkoordination angegliedert.

Voraussetzung

Für die Durchführung der Maßnahme gibt es technische Voraussetzungen: ein Bildbearbeitungsprogramm, einen Social-Media-Account, Mailadressen, die dafür genutzt werden können. Es benötigt aber vor allem eine oder mehrere Personen, die Kapazitäten haben, sich langfristig damit auseinanderzusetzen. Die Plattformen funktionieren vor allem über regelmäßig gepostete Inhalte über einen langen Zeitraum – eine kurzfristige oder rein zweckgebundene Nutzung (z. B. nur dann zu posten, wenn eine Veranstaltung ansteht) hat nahezu keinen Effekt, da solche Posts in keinen Feeds gesehen werden und keine Followerschaft entstehen oder ausgebaut werden kann. Die Person muss technisches Know-how, ästhetisches Einschätzungsvermögen und inhaltliche Kompetenzen (Verständnis für Projektinhalte und deren Vereinfachung für Social Media) haben, sowie soziale Kompetenzen zur gemeinsamen Erarbeitung von Posts mit Kolleg*innen.

Eignung

Die Maßnahme ist vor allem für solche Projekte relevant, für die öffentliche Sichtbarkeit außerhalb des Projektes notwendig ist, die aber keine bestehenden Online-Präsenzen mitnutzen können. Dadurch, dass in D2C2 so viele verschiedene Akteur*innen involviert waren und die das Projekt eingliedernde Arbeitseinheit in diesem Zeitraum keine starke Social-Media-Präsenz hatte, war die eigenständige Zentralisierung der ÖA auf Social Media sinnvoll. Gibt es in einem Projekt allerdings eine eindeutige übergeordnete Institution mit einer etablierten Öffentlichkeitsarbeit und Wissenschaftskommunikation, schafft Social Media vor allem Doppelstrukturen und begegnet Herausforderungen, für die eine gute Vernetzung mit, zum Beispiel, uniinternen Pressestellen besser geeignet ist.

Schritte

Stellt sich eine eigene Social-Media-Präsenz zur Öffentlichkeitsarbeit als sinnvoll dar, gibt es wenige, dafür aber umso wichtigere Handlungsempfehlungen.

1. Die Auswahl der richtigen Plattform.

Verschiedene Social-Media-Plattformen eignen sich für verschiedene Ziele und erreichen verschiedene Zielgruppen. Während früher Twitter für die „professionelle“ Kommunikation – unter Wissenschaftler*innen, Lehrenden, Expert*innen – maßgeblich war, hat diese Rolle mittlerweile (Stand November 2025) LinkedIn übernommen. Instagram ist informeller und erreicht nur bedingt Personen im professionellen Kontext, dafür aber eher Studierende. Zudem gibt es einzelne Bereiche wie Kunst und Gestaltung, Architektur, Design und Musik, die auf Instagram auch „professionell“ vernetzt sind.

2. Die Plattform bestimmt die inhaltliche Aufbereitung

Nach der Wahl der Plattform gilt es, sich mit den plattformspezifischen Konventionen vertraut zu machen. So gibt es meistens übliche Formate und einen sprachlichen Tonfall, der sich durchgesetzt hat, und mit dem Leser*innen rechnen. Beispiele dafür sind Threads auf 𝕏 (ehemals Twitter), „Snack-Posts“ auf Instagram oder prägnante, euphorische Posts auf LinkedIn. Die Struktur der Plattform (Formate, Algorithmen, Aufbau des Feeds) gibt zu einem großen Maß vor, wie Inhalte aufbereitet werden können.

3. Früh klare Kommunikationswege etablieren 

Eine wiederkehrende Schwierigkeit während der Maßnahme war, rechtzeitig Informationen zu Inhalten zu erhalten, die auf Social Media beworben werden sollten. Eine Handlungsempfehlung ist also, zu Beginn der Implementierung der Maßnahme klare Kommunikationswege zu etablieren, sodass im Projekt Beteiligte die Öffentlichkeitsarbeit immer mitdenken und sich bei der eigenen Arbeit auch Fragen dazu stellen: Was muss beworben oder veröffentlicht werden? Was ist das Ziel der Veröffentlichung? Welches Format bietet sich an? Sind andere Personen/Institutionen involviert? Dementsprechend können die mit Social Media betrauten Personen kontaktiert werden.

4. Vorlagen

Da sich die Arten von Posts oft wiederholen, lohnt es sich, entsprechende Vorlagen zu erstellen, zum Beispiel für Veranstaltungsankündigungen, inhaltliche Posts, oder Danksagungen. Dadurch kann auch die Zuarbeit erleichtert werden, da je nach Art des Posts immer ähnliche Informationen notwendig sind. Instagram stellt hier eine Ausnahme mit mehr Arbeitsaufwand dar: Als visuelles Medium nimmt die grafische Gestaltung viel Zeit in Anspruch – selbst wenn es Vorlagen gibt.

5. Kooperationen

Für fast jede Plattform gilt: Kooperationen fördern die Reichweite. Dazu gehören Collab-Posts auf Instagram und Verlinkungen auf LinkedIn und 𝕏. Hier zahlt sich auch die eingangs erwähnte Vernetzung aus. Gibt es die Möglichkeit, andere Akteur*innen in irgendeiner Form zu markieren, sollte dies getan werden.

Hinweise

Effekte

Ein unerwarteter Umstand waren die verschiedenen Arten der Abhängigkeit von den jeweiligen Plattformen. Dazu gehört zum einen die überraschende Volatilität der Social-Media-Nutzung, vor allem bei Twitter, bzw. dann 𝕏. Binnen weniger Monate verlor die Plattform zahlreiche Nutzer*innen, vor allem aus der Zielgruppe der Hochschullehrenden. Hinzu kam die stark zutage getretene Politisierung der Unternehmensspitze, die eine weitere Präsenz auf der Plattform problematisch machte. Auf Instagram war es mehr die Logik der Plattform an sich, die einen unerwartet starken Effekt hatte. Nach anfänglichen Versuchen, Post-Reihen, die inhaltlich aufeinander aufbauen, zu erstellen, folgte die Erkenntnis, dass kurze, prägnante „Snack-Posts“ deutlich mehr Resonanz erfahren und von mehr Personen gesehen werden. Es muss also immer eine Abwägung erfolgen zwischen plattformspezifischer Konvention und inhaltlicher Tiefe.

Learnings

• Die Wahl der richtigen Plattform ist essenziell. Je nach Zielgruppe und Fachkultur können andere Plattformen besser funktionieren.

• Die Plattform diktiert die inhaltliche Aufbereitung.

• Regelmäßiger Content ist wichtiger als ausgefeilter Content, da Posts ansonsten nur eine zu vernachlässigende Sichtbarkeit erreichen.

• Post-Vorlagen helfen.

• Gut funktionierende Kommunikationswege helfen.

• Kooperationen sind essenziell, vor allem wenn eine Stelle nur limitiert besetzt werden kann.

• Der Zeitaufwand die Plattformen zu bespielen und zu „pflegen“ ist relativ hoch, im Verhältnis zum Nutzen.

Empfehlung

Rückblickend wäre LinkedIn anstelle von Instagram die bessere Wahl gewesen – allerdings nur aufgrund von Entwicklungen, die zu Beginn der Maßnahme nicht absehbar waren.

Ein alternatives Vorgehen wäre gewesen, anstelle der eigenen Social-Media-Präsenz, eine intensivere Zusammenarbeit mit den ÖA-Stellen der beteiligten Universitäten und auch der Stiftung zu pflegen. Die ungleiche Online-Präsenz der Universitäten, die vielen involvierten Kommunikationswege und die fehlende Eigenständigkeit lassen dieses Vorgehen allerdings nicht als eindeutig bessere Alternative erscheinen. Zudem haben im Zeitraum des Projektes weder die Hochschulen noch die Mittelgeberin des Projektes eine große Bereitschaft gezeigt, Inhalte auf ihren Kanälen zu teilen. Gleichzeitig kann dieser Weg für Projekte mit weniger Beteiligten und wenig Ressourcen von Vorteil sein.

Tipps

Die Webanwendung Canva eignet sich gut, um Grafiken zu erstellen, und stellt auch Stockfotos und Illustrationen zur Verfügung, die rechtlich problemlos genutzt werden können. Die Anwendung stützt sich auf das Drag-and-Drop-Prinzip und ist auch ohne Vorwissen einfach zu bedienen. Vorlagen werden am besten in Canva und einem einfachen Textverarbeitungsprogramm erstellt. Textbausteine sind oft wiederverwendbar und werden auf den Plattformen mittlerweile über Emojis strukturiert (z. B. 📆 Termin, 📍 Ort, 🔗 Link). Emoji-Glossare oder Markdown-Editoren wie StackEdit oder Obsidian können dabei hilfreich sein. Bietet die Plattform die Möglichkeit, Posts vorzuplanen, sollte dies auf jeden Fall genutzt werden.

Sonstiges

Alle derzeit etablierten Plattformen stützen sich auf algorithmisch generierte Feeds, die neuen Content bevorzugen. Die Hauptaufgabe während der Maßnahme ist dementsprechend die Redaktionsplanung mit konstantem Veröffentlichungsrhythmus.

Methoden

Empfohlen

Methoden
Zielgruppenorientierte Kommunikationsplanung mit Fokus auf Hochschulakteur*innen, Storytelling zur Vermittlung komplexer Inhalte über Social Media, Redaktionsplanung mit abgestimmtem Veröffentlichungsrhythmus.
Formate
LinkedIn-Posts (Text), Instagram-Posts (Bild und Text), Instagram-Stories (Bild und Text)
Technische Tools
Canva, Meta Business Suite, Linktree, allgemeine (kollaborative) Projektplanungstools (Trello, Taiga, OpenProject, etc.)

Nicht Empfohlen

Methoden
Ausführliche Themenreihen
Formate
Twitter-Posts
Technische Tools
Die „Meta Business Suite“ hat sich als unübersichtlich, unzuverlässig und fehleranfällig herausgestellt, ist aber leider alternativlos.
Material
NameDownload / LinkBeschreibungLizenzFormatGröße
Archivierter Instagram-Account von D2C2Link aufrufen/Link/
Blogbeitrag zu Social Media in D2C2 auf der Website der HDS.Link aufrufen/Link/
LinkedIn-Account der HDS mit Inhalten von D2C2Link aufrufen/Link/

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