
Evaluation von Studium und Lehre ko-kreativ gestalten
Der Begriff Ko-Kreation ist trotz seiner bis in die 60er Jahre zurückgehenden Historie im Hochschulkontext noch relativ neu. Um aufzuzeigen, wo ko-kreative Ansätze in der Qualitätsentwicklung von Studium und Lehre bereits Anwendung finden oder worin die Potentiale und Risiken liegen, versammelt die Publikation zentrale Beiträge einer Jahrestagung des Arbeitskreises Evaluation der HAW in NRW in 2024. Auf ihr wurden ko-kreative Projekte vorgestellt, die aktuelle Praxis in Evaluation und Qualitätsentwicklung reflektiert sowie neue Anwendungsbezüge aufgezeigt und gemeinsam mit Teilnehmenden aus den Bereichen Evaluation, QM und Hochschuldidaktik sowie Studierenden und Lehrenden diskutiert. Einleitend führen die Herausgeber:innen in Konzept, Herkunft, Trends und konkrete Praxisbeispiele für Ko-Kreation in Lehre, Curriculums- und Organisationsentwicklung ein und diskutieren Implikationen, Chancen und Herausforderungen für das Feld. In den folgenden 14 Beiträgen (begutachtet im Double-Blind-Peer-Review-Verfahren) werden ko-kreativ angelegte Evaluations- und Entwicklungsprojekte an Hochschulen sowie Praxisbeispiele, die partizipative bis ko-kreative Elemente in die Prozesse der Qualitäts- und Studiengangsentwicklung systematisch integrieren, vorgestellt und reflektiert, sowie das Feld der Lehrveranstaltungsevaluation teils anhand von Interviewstudien beleuchtet und mit Blick auf die Möglichkeiten zur Weiterentwicklung des Instrumentariums diskutiert.
Auf einen Blick
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Adaptive Lernumgebung mittels AR-Framework
Das Projekt Adaptive Lernumgebung mittels AR-Framework" (ALF) an der Technischen Hochschule Ulm (THU) zielt darauf ab, durch ein zu entwickelndes AR-gestütztes Lernsoftware-Framework eine moderne, adaptiv-immersiv-explorative Lernumgebung zu schaffen. Die mit dem Framework entwickelten Inhalte sollen sowohl für die Studierenden der THU als auch für Schülerinnen und Schüler von Abschlussklassen attraktiv sein, indem sie praxisorientiertes Lernen in den MINT-Fächern fördern und Interesse für MINT-Themen wecken. Durch adaptive Lerninhalte werden individuelle Lernpfade ermöglicht, was die individuelle Adressierung sowie die Effizienz und Motivation der Lernenden steigern soll. Immersive AR-Technologie unterstützt und erleichtert zudem das Verstehen komplexer Konzepte durch interaktive Visualisierungen. Mit explorativen Lernansätzen und digitalen Zwillingen werden die Studierenden aktiv in die Lernprozesse eingebunden, was Kreativität und Problemlösungsfähigkeiten fördert. Die THU setzt mit diesem Projekt auf die Integration innovativer Technologien in der Breite ihrer Curricula und eine flexible didaktische Struktur, die auch über die Hochschule hinaus modellhaft ist. Langfristig soll das Projekt durch Open Access sowie durch die Verbreitung und den Transfer in der Community eine nachhaltige Verankerung finden.
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Qualifizierungsbedarfe erkennen und unterstützen
Um die Kompetenzen von Teilprojektbeteiligten gezielt weiterzuentwickeln, werden Qualifizierungsangebote konzipiert. Diese fokussieren auf mediendidaktische sowie medientechnologische Inhalte zur Stärkung der digitalen Expertise. Ziel ist die systematische Erweiterung des Know-hows der Teilprojektbeteiligten für eine erfolgreiche Zusammenarbeit.
Maßnahme anzeigen
Wenn Studierende die Vorlesung halten – ein kollaboratives Lehrformat.
[Kurzbeschreibung folgt (Anm. StIL)]
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