Projekt Bühne
ProToL
Projekt
Zur Suche

Produktion topologieoptimierte Leichtbaustrukturen

Der metallische 3D-Druck bietet große Potenziale für die Produktentwicklung – insbesondere im Leichtbau. Er ermöglicht eine ressourceneffiziente Herstellung komplexer, gewichtsoptimierter Strukturen, die konventionell nicht realisierbar sind. Gleichzeitig stellt er neue Anforderungen an Konstrukteur*innen: Bereits im Entwurf müssen Aspekte wie Stützstrukturen, Bauteilorientierung und spätere Bearbeitbarkeit berücksichtigt werden. Eine ganzheitliche Integration der Fertigung in den Konstruktionsprozess wird damit essenziell.Ein Mangel an interdisziplinärer Ausbildung führt dazu, dass Absolvent*innen oft nur isoliertes Fachwissen besitzen. In der Industrie zeigt sich dieses Defizit in Form von „Silodenken“ zwischen Abteilungen wie Entwicklung und Produktion. Auch die universitäre Lehre ist meist disziplinorientiert. Themen wie Produktentwicklung, Leichtbau und Fertigungstechnik werden getrennt vermittelt. Fehlt dieses Verständnis, werden Designfehler oft erst spät erkannt – Korrekturen sind dann aufwendig und teuer.Ziel des Vorhabens ist ein interdisziplinäres Modul, das Studierende in Gruppenarbeit im Sinne des Projektbasierten Lernens (PBL) die gesamte Prozesskette eigenständig durchlaufen lässt: von der fertigungsgerechten Konzeption über die softwaregestützte Optimierung bis zur additiven und subtraktiven Fertigung eines Leichtbauteils. Die Umsetzung erfolgt mit drei Instituten der TU Hamburg, das didaktische Konzept wird vom Zentrum für Lehre und Lernen (ZLL) begleitet.

Auf einen Blick

Kontakt

Projektbeteiligte
Michel Kenneth SeiffertProjektleiter:in

Das könnte Sie auch interessieren

Projekt 101621
Projekt

Future Science University

Mit dem Projekt "Future Science University" setzt die RWU ein wegweisendes Vorhaben um, das Studierende umfassend auf die Anforderungen einer dynamischen und komplexen Zukunft vorbereitet. Ein neuer Studiengang vereint flexible, agile Studiengangsstrukturen mit einem innovativen didaktischen Konzept, das Future Skills und Praxisnähe in den Mittelpunkt stellt. Ein lernendenzentriertes Curriculum ermöglicht es den Studierenden, nicht nur Fachwissen, sondern auch Fähigkeiten wie interdisziplinäres Denken, Problemlösungsfähigkeiten und digitale Kompetenzen zu entwickeln. Durch vollständig projektorientierte Lehre, modulare Selbstlernphasen und praxisnahe Projekte lernen Studierende in einem flexiblen, durchlässigen System. Der neue Studiengang bietet dabei Optionen für ein Teilzeitstudium, Orientierungssemester und flexible Übergänge, die den individuellen Bedürfnissen der Studierenden gerecht werden. Unterstützt durch innovative Lernumgebungen wie CoWorkingSpaces oder VR-Labore und Peer-to-Peer-Netzwerke fördert der Studiengang die persönliche und berufliche Entwicklung der Studierenden. Innerhalb des Projekts wird so nicht nur ein Studiengang entwickelt, sondern ein Modell für einen zukunftsorientierten, partizipativen Hochschulwandel, der den Herausforderungen der Gesellschaft begegnet und Persönlichkeiten ausbildet, die mutig, engagiert und offen die Gesellschaft von morgen prägen.

Projekt anzeigen
Maßnahme 101160
Maßnahme

Agile Lehrformate etablieren

Agile Lehrveranstaltungen wurden so gestaltet, dass Studierende in Teams selbstorganisiert arbeiten, ihre Prozesse transparent machen und Lernschritte iterativ reflektieren. Methodisch kamen vor allem Scrum (Sprints, Reviews), Design Thinking (nutzerzentrierte, ergebnisoffene Problemlösung), Kanban Boards (Visualisierung von Arbeit), LEGO Serious Play (kreative Modellbildung) und Retrospektiven (systematische Reflexion) zum Einsatz. Blended-Learning-Formate verzahnten asynchrone Teamphasen mit Präsenzterminen. Die Erfahrungen zeigen eine hohe Anwendbarkeit über Fächer hinweg. Eine individuelle Anpassung an Lernziele, Inhalte und Zielgruppe ist für eine erfolgreiche Umsetzung nötig. Herausforderungen von agilen Formaten waren u.a. ein intensiverer Betreuungs- und Kommunikationsbedarf, die Sicherstellung der curricularen Anschlussfähigkeit, sowie die Akzeptanz für innovative Lehrformate bei Kollegen und Studierenden. Die Ergebnisse wurde in einem OER Methoden-Baukasten gebündelt.

Maßnahme anzeigen
Publikation 100653

Examining the regulation of motivational and comprehension-related problems during collaborative learning

Während des kooperativen Lernens können vielfältige Probleme auftreten, die es für Gruppen erforderlich machen, wirksame Regulationsprozesse einzusetzen. Bislang ist wenig darüber bekannt, (a) welche Arten von Strategien Lernende in solchen Gruppen typischerweise anwenden, um ihr Lernen zu regulieren, und (b) auf welchen sozialen Ebenen (Selbst‑ vs. Co‑ vs. geteilte Ebene) sie diese Strategien einsetzen, um unterschiedlichen Arten von Problemen Rechnung zu tragen, die während der Zusammenarbeit auftreten können. Um diese Fragen zu untersuchen, entwickelten wir vier Fallvignetten, die eine Lerngruppe bei der Prüfungsvorbereitung beschrieben, wobei Probleme systematisch in einem 2×2‑Within‑Subjects‑Design variiert wurden (Vorhandensein vs. Nicht‑Vorhandensein motivationaler bzw. verständnisbezogener Probleme). N = 278 Studierende wurden gebeten zu beschreiben (a) welche Strategien und (b) auf welchen sozialen Ebenen sie diese Strategien in jeder der vier Problemsituationen einsetzen würden. Die Ergebnisse zeigten, dass Studierende auf motivationale Probleme mit mehr motivationalen, jedoch weniger kognitiven Strategien reagieren und auf verständnisbezogene Probleme mit mehr kognitiven, aber einem ähnlich hohen Einsatz motivationaler Strategien. Damit scheinen Studierende motivationale Probleme in einer problemsensitiveren Weise anzugehen als verständnisbezogene Probleme – ein Befund, der sich auch über die verschiedenen sozialen Ebenen hinweg zeigte.

Publikation anzeigen