
Expert:innen in eigener Sache in der Behindertenmedizin
Behindertenmedizin ist eine neue medizinische Disziplin, die an der Universität Bielefeld von den Professuren für Medizin für Menschen mit Behinderung, Schwerpunkt psychische Gesundheit, sowie für Epileptologie mit Schwerpunkt Behindertenmedizin vertreten wird. Diese Querschnittsdisziplin weist Berührungen und Überschneidungen zu allen anderen medizinischen Fächern auf. Studierende sollen die Krankheitsbilder kennenlernen, von denen Menschen mit körperlicher und/oder geistiger Behinderung besonders betroffen sind, sowie die besonderen Bedürfnisse und Kommunikationsweisen dieser Patientengruppe. Über die reine Wissensvermittlung hinaus geht es um Barrierefreiheit im Gesundheitswesen, den Abbau von Berührungsängsten bei den Studierenden und das Erlernen spezifischer kommunikativer Fertigkeiten. Ein Schwerpunkt ist dabei die Verwendung von Leichter Sprache und Unterstützer Kommunikation sowie ein barrierefreier und entwicklungsbasierter Behandlungsansatz. Gemeinsame Entscheidungsfindung zwischen Patient:innen und Behandelnden (Partizipative Entscheidungsfindung) etabliert sich zunehmend. Das Einbeziehen von Expert:innen in eigener Sache macht den Studierenden die Perspektive der Betroffenen zugänglich. Diese werden von Probanden zu Lehrenden. Eine Schulung stellt sicher, dass der Unterricht professionell gestaltet wird. Die Wirksamkeit der Methode wird durch die Studierenden und der Lehrenden mit Behinderungen evaluiert.
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Lass mal Bildung gemeinsam machen
Das Projekt ist im Bereich der außerschulischen Jugend- und Erwachsenenbildung angesiedelt und richtet sich an Studierende des BA-Studiengangs Bildungswissenschaft. Angesichts aktueller weltpolitischer Entwicklungen und dem Zuwachs autoritärer, anti-demokratischer Bewegungen ist es elementar, zukünftigen Pädagog:innen demokratische, d.h. auf Partizipation und Handlungsfähigkeit ausgelegte Lernräume zu ermöglichen, in denen sie sich als selbstwirksam und als an demokratischen Prozessen beteiligt erfahren können. Ziel ist es, durch einen partizipativ angelegten Lernprozess die Entwicklung einer demokratisch-pädagogischen Haltung zu eröffnen. In der geplanten Lehrveranstaltung setzen sich die Studierenden mit den gesellschaftlichen Bedingungen ihres Lebens und Lernens auseinander und formulieren Entwicklungs- und Veränderungsbedarf. Der eröffnete Freiraum erlaubt ein Denken über bestehende Verhältnisse hinaus und gibt Raum für Reflexion und Veränderung. In Mikroprojekten münden die entfalteten Ideen schließlich in einer konkreten Gestaltung von Lernräumen innerhalb oder außerhalb der Hochschule. Eine öffentliche Vernissage präsentiert die Mikroprojekte der Hochschul- und Stadtöffentlichkeit und ermöglicht einen gemeinsamen Verständigungs- und Diskussionsprozess zu Perspektiven von Leben und Lernen. Die gewonnenen Erkenntnisse sind schließlich Grundlage für die Entwicklung eines neuen Moduls Demokratie und pädagogische Haltung im BA Studiengang Bildungswissenschaft.
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Verbindliches digitales Abschlussarbeiten-Archiv
Die Abgabe der Abschlussarbeit bzw. ihrer Dokumentation ist für alle Absolvent*innen der HfG verpflichtend. Jedoch wurden bisher weder die Standards zur Abgabe noch die Aufbewahrung einheitlich geregelt. Die Maßnahme führte die verbindliche Abgabe über die Projektarchiv-Plattform ein. Künftig werden Abschlussarbeiten einheitlich langfristig archiviert und können nachgenutzt werden.
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Handlungsmöglichkeiten im Umgang mit Spannungen innerhalb von Hochschulver-bünden – eine Reflexion aus Perspektive der Verbundkoordination am Beispiel des Verbundprojektes Digitalisierung in Disziplinen Partizipativ Umsetzen :: Competen-cies Connected (D2C2)
[Kurzbeschreibung folgt (Anm. StIL)]
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