
Moleküle in der Symphonie der Sinne
Das exponentielle Wachstum an Faktenwissen führt zunehmend zu einer Überforderung von Studierenden der Medizin. Konventionell erlernte Wissensinhalte erreichen oft keine hinreichende Eindrücklichkeit im Gedächtnis, und das Bewusstwerden über das rasche Vergessen des mühsam Erlernten potenziert die Erschöpfung der Studierenden. Dies gilt im Besonderen für eine Vielzahl vitaler Biomoleküle und weltweit in der klinischen Praxis eingesetzter Medikamente, einschließlich ihrer einzigartigen Strukturen und Wirkweisen. Die Lehre verlässt sich weiterhin auf traditionelle, unisensorische Informationstransferwege wie z.B. abgedruckte Sprache. Dies wird gemeinhin als unzureichend empfunden. Lückenhaftes Faktenwissen wird so später unreflektiert und ohne ein tieferes Verständnis für wichtige Entscheidungen herangezogenen. Diese Unbesonnenheit auch in der Verordnung von potenten Medikamenten kann schwerwiegende Konsequenzen für das Individuum und die Gesellschaft als Ganzes haben. Es fehlt bislang an Methoden, die ein konzeptionelles Verständnis von z.T. komplexen Inhalten vermitteln und fördern. Neue Möglichkeiten und Horizonte eröffnen sich durch weiterentwickelte Ansätze basierend auf virtual und augmented reality (VR, AR) Technologie. Sie wird hier durch individualisierte Akustik entscheidend verstärkt, um durch eine multisensorische Lehrstrategie den Medizinstudierenden dauerhaft und praxisrelevant Wissen zu vermitteln.
Auf einen Blick
Kontakt
Das könnte Sie auch interessieren

Co-Creation-Hub for Futures Literacy
Das Projekt zielt darauf, Futures Literacy (FL) als Schlüsselkompetenz des 21. Jh. in der Lehre zu erproben und zu kultivieren. FL befähigt dazu, alternative Zukünfte zu imaginieren, kritisch zu reflektieren und mitzugestalten. Diese Fähigkeiten werden angesichts eines weit verbreiteten Zukunftsvakuums (Rheingold Institut 2021) und damit einhergehender Zukunftsängste;aufgrund bspw. der Klimakrise, sozialer Ungleichheit und globaler Umbrüche, immer bedeutsamer.Das Projekt richtet sich an alle Studierenden,;insbes. des Lehramts im Sinne des Profils der Uni Hildesheim (UHi) , die FL erwerben, um sie im zukünftigen Unterricht anzuwenden und bei Schüler:innen zu fördern.Als Community of Practice entwickeln Studierende und Lehrende fortlaufend interdisziplinär einsetzbare FL-Lernimpulse (z.?B. Zukunftsdialoge mit KI-gestützen Avataren, Planspiele). Hierauf aufbauend werden in einer eigens konzipierten Lehrveranstaltung Studierende als Faciliator:innen für FL qualifiziert. Diese bringen anschließend Lernimpulse in Sitzungen verschiedener Lehrveranstaltungen ein und fördern so FL bei ihren Peers. So wird FL nicht nur;theoretisch erschlossen,;sondern praktisch erprobt.Die Ergebnisse dieses Zyklus werden in einem Co-Creation-Hub als gemeinsamen Lern- und Gestaltungsraum gebündelt, weiterentwickelt und verstetigt. Durch die interdisziplinäre Verankerung des Projekts an zentralen Einrichtungen der UHi wird eine breite Zielgruppe erreicht und FL in der Lehre implementiert.
Projekt anzeigen
Produktion digitaler Selbstlernmodule für die Lehre im Psychologie-/ Psychotherapiestudium
Im Rahmen des Projektes wurden digitale Selbstlernmodule für Studierende der Psychologie/ Psychotherapie erstellt. Ziel war es, den Studierenden durch die Selbstlernmodule und darin eingebundene Psychotherapievideos mehr Praxiseinblicke und Übungsfelder zu bieten. Die Maßnahmenschritte beinhalten bspw. die Lernzielklärung, curriculare Anbindung, Studierendenbefragung, Erstellung von Grob- und Feinkonzepten sowie die technische Umsetzung im Autorentool. [Anm. StIL: Diese Maßnahme wurde in einer Vorgängerversion der Abfrage dokumentiert. Bei der Übertragung auf das aktuelle Format kann es vorkommen, dass die Antworten nicht hundertprozentig zur Frage passen.]
Maßnahme anzeigen