
Moleküle in der Symphonie der Sinne
Das exponentielle Wachstum an Faktenwissen führt zunehmend zu einer Überforderung von Studierenden der Medizin. Konventionell erlernte Wissensinhalte erreichen oft keine hinreichende Eindrücklichkeit im Gedächtnis, und das Bewusstwerden über das rasche Vergessen des mühsam Erlernten potenziert die Erschöpfung der Studierenden. Dies gilt im Besonderen für eine Vielzahl vitaler Biomoleküle und weltweit in der klinischen Praxis eingesetzter Medikamente, einschließlich ihrer einzigartigen Strukturen und Wirkweisen. Die Lehre verlässt sich weiterhin auf traditionelle, unisensorische Informationstransferwege wie z.B. abgedruckte Sprache. Dies wird gemeinhin als unzureichend empfunden. Lückenhaftes Faktenwissen wird so später unreflektiert und ohne ein tieferes Verständnis für wichtige Entscheidungen herangezogenen. Diese Unbesonnenheit auch in der Verordnung von potenten Medikamenten kann schwerwiegende Konsequenzen für das Individuum und die Gesellschaft als Ganzes haben. Es fehlt bislang an Methoden, die ein konzeptionelles Verständnis von z.T. komplexen Inhalten vermitteln und fördern. Neue Möglichkeiten und Horizonte eröffnen sich durch weiterentwickelte Ansätze basierend auf virtual und augmented reality (VR, AR) Technologie. Sie wird hier durch individualisierte Akustik entscheidend verstärkt, um durch eine multisensorische Lehrstrategie den Medizinstudierenden dauerhaft und praxisrelevant Wissen zu vermitteln.
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Lehramtsspezifische Repositorien Informatik
Das Projekt LEARNIN soll das Selbstverständnis naturwissenschaftlicher Lehrkräftebildung um eine notwendige interdisziplinäre Perspektive erweitern. Obgleich die digitale Transformation der biologischen Forschung korrespondierende informatische Kompetenzen für das Gewinnen/Nachvollziehen naturwissenschaftlicher Erkenntnisse unabdingbar macht, zeigen Studien bei Schüler:innen und Studierenden genau dort erhebliche Defizite. Zwar werden diese Defizite in den schüler:innenzentrierten Strategien der KMK (mittlerweile) klar adressiert, jedoch scheinen die dafür (teil-)ursächlichen Defizite seitens der Lehrkäftebildung nur peripher im Fokus reformorientierter Bemühungen befindlich. Das Vorhaben sieht sich in diesem Kontext als Pilotprojekt in der Lehrkräftebildung, welches diese Defizite durch die Verknüpfung fachinformatischer Kompetenzen und Denkmuster mit naturwissenschaftlichen Forschungs- und Anwendungskontexten zu auszugleichen versucht. Im Projekt soll deshalb die universitäre Freiheit der kommenden nicht-lehramtsbezogenen Studiengangs(re)akkreditierung genutzt werden, um ein studiengangsübergreifend geöffnetes Modul zu konzipieren, zu erproben und perspektivisch (nach positiver Evaluation) ein analoges, lehramtsspezifisches Modul in den Pflichtlehrkanon der Lehrkräftebildung zu integrieren. Das Modul und dessen Evaluation sollen dabei von, im Projekt qualifizierten, Fachschaftsvertreter:innen begleitet und durchgeführt und ausgewertet werden.
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Unterrichtsvideos interaktiv aufbereiten
Die Analyse von Unterrichtsvideos erweist sich im Rahmen der Lehrkräfteprofessionalisierung als vielversprechend, gilt jedoch nicht per se als wirkungsvoll. Unterrichtsvideos müssen so aufbereitet werden, dass insbesondere Studienanfänger:innen systematisch angeleitet werden und so einen nachhaltigen Lerneffekt erzielen können. Im Projekt wurden Unterrichtsvideos ausgewählt, in denen beobachtet werden kann, wie eine Lehrkraft konstruktiv oder weniger konstruktiv mit Leistungsheterogenität umgeht. Es wurden relevante Szenen ausgewählt und in kurze Videosegmente unterteilt. Zu diesen Segmenten wurden Beobachtungsfragen formuliert, die sich an den Subprozessen der professionellen Wahrnehmung orientieren. Nach der Bearbeitung der Beobachtungsfragen können Studierende auf einen Sprachkommentar der Dozierenden zurückgreifen, der als Modellantwort dient. Evaluationen zeigen, dass insbesondere der Sprachkommentar sehr positiv von den Studierenden aufgenommen wird.
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Haltung, Struktur und Betreuung im Communitybuilding für die Hochschullehre
[Kurzbeschreibung folgt (Anm. StIL)]
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