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Stud.IP Core & Plugins ausbauen für Studium/Lehre

Mit der Weiterentwicklung sollen Studierende in Gruppen (innerhalb einer Lehrveranstaltung) und damit in Kontakt gebracht werden (Herausforderung Isolation während Covid-19 Pandemie), damit unterstützen wir die Kommunikation, Kooperation und Kollaboration untereinander. Neben den Studiengruppen werden entsprechende Tools über Stud.IP angeboten bzw. eingebunden, wofür das System an entsprechenden Stellen modernisiert wurde und Schnittstellen zu externen Tools generiert wurden. Für die wissenschaftliche Evaluation wurde ein entsprechendes Plugin generiert (YourNetwork).

Kategorien

Bitte nennen Sie bis zu fünf Stichwörter, die den Inhalt Ihrer Maßnahme aussagekräftig beschreiben.
Stud.IP
Forum
Lerngruppen
Studiengruppen
Toolschnittstellen
Zielgruppe(n)
Handlungsfeld & Aktivität(en)

Beschreibung

Herausforderung

Eine Herausforderung besteht darin, Online‐Plattformen und digitale Tools bereitzustellen, die fachlichen und sozialen Austausch sowie kooperative Gruppenarbeit im Studium ermöglichen. Zudem muss eine aktive Studierenden-Community entstehen, um diese zu nutzen. Eine weitere Herausforderung ist die Heterogenität in Gruppenarbeiten, der in Lehre und Studium begegne werden muss.

Herangehensweise

Bedarfserhebung, enge Abstimmung mit Stud.IP-Community und mit Dienstleister bildet die Basis. In kurzen, digitalen Entwicklungszyklen werden Features angepasst und abgestimmt. Nach erfolgreichem Test an Stud.IP Hannover in der Lehre erfolgt die Freigabe für weitere Standorte, begleitet von Community-Promotion. Rückmeldungen der Studierenden (vgl. Lips, HFD-Dossier) fließen ein. Die Toolbox wird in die LMS an drei Verbundhochschulen integriert und als Open Source bereitgestellt.

Zusammenhang

In engem Austausch mit Entwickler*innen erfolgten Testzyklen im Modus Stud.IP Hannover und einen Betatest der Version 6.0 für die Community. Das Your-Network-Plugin wurde über drei Semester hinweg kontinuierlich weiterentwickelt und in rund 50 Lehrveranstaltungen mit Studierenden und Lehrenden erprobt. Lehrendenfeedback aus öffentlichen Veranstaltungen (Tag der Lehre und Lehre am Mittag) führte zu gezielten Anpassungen der Toolbox.

Voraussetzung

1. Der Standort Hannover ist aktives Mitglied der Stud.IP-Community und in die Kernentwicklung eingebunden.

2. Es liegen Erfahrungen mit der beauftragten Entwicklerfirma und deren Kommunikationskompetenz innerhalb der Community vor.

3. Bewährte Standards (Testserver, dokumentierte Prozessabläufe, Releasezyklen) sind etabliert.

4. Ausreichende Sachmittel und eine genügend lange Projektlaufzeit gewährleisten Entwicklung, Tests, Anpassung und Roll-out-Vorbereitung.

5. Eine zentrale Koordinationsstelle begleitet, moderiert und organisiert den fachlichen Austausch.

Da alle drei Hochschulstandorte dasselbe Learning-Management-System nutzen, ist die Kompatibilität und maximale Breitenwirkung der entwickelten Lösungen sichergestellt.

Eignung

Die Wirksamkeit der Maßnahmen zeigt sich an mehreren Indikatoren: Das Studierenden-Feedback (vgl. Lips) ist durchweg positiv, und die Zahl aktiver Studiengruppen ist gestiegen. Die Begleitforschung von Jördens und Zander bestätigt die Validität der Konzepte. Lehrende melden keine kritischen Tickets oder Probleme bei Toolbox und Studiengruppenfunktion, was auf hohe Nutzerzufriedenheit hinweist. Die Toolbox wird bereits an weiteren Stud.IP-Standorten eingesetzt und weiterentwickelt. Zentrale Core-Module für Studiengruppen und LTI-Schnittstellen laufen an allen beteiligten Hochschulen zuverlässig im Hintergrund. Standardisierte Prozesse und eine robuste Betriebsumgebung gewährleisten stabile Systemverfügbarkeit bei geringem Wartungsaufwand. Insgesamt belegen diese Ergebnisse technische Zuverlässigkeit, didaktische Sinnhaftigkeit und aktive Mitgestaltung durch alle Zielgruppen.

Vorgehen/Schritte

Für eine erfolgreiche Adaption empfehlen wir, von Beginn an einen strukturierten und transparenten Ausschreibungsprozess umzusetzen. Dazu gehört, alle Beteiligten frühzeitig zu informieren, klare Spielregeln hinsichtlich Qualitätsanforderungen, Abnahmeverfahren und Kontrollmechanismen zu kommunizieren und verbindliche Meilensteine festzulegen. Auf dieser Basis lässt sich ein fundiertes Konzept entwickeln, das das zu erreichende Produkt und den konkreten Kundenwunsch exakt beschreibt. Eine gründliche Bedarfserhebung bei den Nutzenden schafft zusätzliche Sicherheit, dass die erzielten Ergebnisse tatsächlich auf die tatsächlichen Anforderungen zugeschnitten sind.

Die weiteren Prozessschritte sollten klar definiert und abgestimmt sein: Legen Sie feste Testzeiträume und Fristen fest, wählen Sie ein geeignetes Ticket- oder Issue-Tracking-System (etwa GitLab) und stellen Sie sicher, dass alle Dienstleister die Abläufe verstanden haben. Gut strukturierte Feedbackschleifen gewährleisten, dass Rückmeldungen von Nutzenden und Entwickler:innen effizient erfasst, priorisiert und zeitnah umgesetzt werden. Definieren Sie eindeutige Kommunikationswege – sowohl für informelle Abstimmungen als auch für formelle Freigaben.

Unabdingbar ist darüber hinaus eine klare Rollenverteilung: Legen Sie fest, wer als primäre Ansprechperson fungiert, welche Stellvertretungen vorgesehen sind und welche Verantwortung jede Partei trägt. Klären Sie intern, wie die Schnittstellen zu anderen Organisationseinheiten aussehen und wie Entscheidungswege ablaufen.

Schließlich sollten Sie die Betreuung und den Support nach Abschluss der Entwicklung sicherstellen. Nutzen Sie dazu bestehende Strukturen an den beteiligten Standorten, statt neue Einheiten aufzubauen. So lassen sich sowohl Synergien heben als auch langfriste Kontinuität gewährleisten. Eine verlässliche Supportstruktur, die eng an den Entwicklungsprozess angebunden bleibt, trägt entscheidend dazu bei, dass die implementierten Lösungen im laufenden Betrieb stabil bleiben und sukzessive verbessert werden können.

Hinweise

Effekte

Die intensive Nutzung von Plugins wie der Toolbox durch weitere Standorte führt zu der Erwartung, eigene Entwicklungsressourcen freizustellen und Anpassungen vorzunehmen. Gleichzeitig fällt das Feedback der Anwender*innen häufig weniger ergiebig als erhofft aus, was die bedarfsgerechte Umsetzung erschwert. Unklare oder unspezifische Rückmeldungen verzögern die Priorisierung von Features. Personalengpässe und eine unzureichende Qualität der Zwischenergebnisse der Entwickler:innen können Entwicklungszyklen verlängern. Häufige Wechsel bei den Ansprechpersonen sorgen für Wissensverluste und erschweren die Kontinuität in der Projektsteuerung.

Um diesen Effekten entgegenzuwirken, sind klare Prozessstrukturen, verbindliche Kommunikationswege und stabile Ressourcenplanungen unerlässlich.

Learnings

Ein zentrales Learning aus der Stud.IP-Entwicklung ist die Bedeutung präziser Konzepte im Vorfeld. Eine fundierte Bedarfserhebung und klare Zielgruppendefinition sichern die Basis und schaffen eine verlässliche Grundlage, auf die sich die Auftraggeber jederzeit berufen können. Die Zusammenarbeit in der Stud.IP-Community ist bedeutsam. Nur Mitglieder der Community können Anpassung des Cores vornehmen. Wichtig ist zudem, ausreichend Zeit für Projektidee, Umsetzung und Testzyklen einzuplanen, um Studierende und Lehrende intensiv einzubinden und ihre Rückmeldungen wirksam zu integrieren. Eine gezielte Kommunikation und Bewerbung in der Community fördern die Nachnutzung an weiteren Standorten und motivieren andere Einrichtungen, Ressourcen für Weiterentwicklungen bereitzustellen. Insgesamt haben klare Konzepte, kollaborative Prozesse und starke User-Einbindung als Erfolgsfaktoren gegolten.

Empfehlung

1. Konzept & Standards

Erstellen Sie ein Konzept mit Anforderungen, Akzeptanzkriterien, Meilensteinen und Code-, Test- und Dokumentationsstandards.

2. Kommunikation & Rollen

Definieren Sie Kommunikationskanäle, Ansprechpartner:innen sowie Aufgaben, Zuständigkeiten und Freigabeprozesse.

3. Community-Einbindung

Beziehen Sie die Stud.IP-Community früh ein: Teilen Sie Versionen, Umfrage- und Betatest-Ergebnisse, um Feedback und Akzeptanz zu fördern.

4. Zentrale Koordination

Installieren Sie eine Koordinationsstelle, die zwischen Entwicklerfirma, Hochschule und Community vermittelt, Zeitpläne überwacht und Qualität sichert.

5. Lehrbegleitende Integration

Führen Sie neue Features in Seminaren ein, sammeln Sie kontinuierlich Feedback und passen Sie die Tools flexibel an.

Methoden

Empfohlen

Methoden
Community-Beteiligung für Forumsentwicklung Beziehen Sie die Stud.IP-Community frühzeitig ein: Teilen und Diskutieren Sie Versionsstände, Ergebnisse aus Umfragen und Betatests, damit Feedback in die Entwicklung einfließen kann und die Akzeptanz steigt.
Formate
Feedbackschleifen, gemeinsames Testen, Review der Zwischenergebnisse, digitale Austauschformate

Kontakt

Bearbeiter:innen und Beteiligte
Keine Kontaktdaten vorhanden
Material
NameDownload / LinkBeschreibungLizenzFormatGröße
Besser gemeinsam! Digitale Zusammenarbeit in der Hochschullehre - Tools, Strategien & Good PracticesLink aufrufen/Link/
Studiengruppen aus Sicht StudierenderLink aufrufen/Link/
Tagungsbeitrag Stud.IP Tagung 2025 (Tagungsbeitrag Ahrens/Fuhse/Stratmann: Forum³)Link aufrufen/Link/
Tagungsbeiträge Stud.IP Tagung 2023 Link aufrufen(Tagungsbeitrag Kater/ Ahrens Wieviel Scrum steckt in unserem Entwicklungsprozess?)/Link/
Tagungsbeiträge Stud.IP Tagung 2024 Link aufrufen(Tagungsbeiträge Ahrens/Jördens: YournetWork; Ahrens: Das Toolbox-Plugin)/Link/
Veröffentlichungen der wissenschaftlichen BegleitforschungLink aufrufen/Link/

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