Maßnahme Bühne
Zum Projekt

Transfertreffen im sächs. Ingenieur-Lehrnetzwerk

Die sächsische Professional Learning Community Ingenieurswissenschaften bringt Lehrende sachsenweit hochschulübergreifend zusammen. Ziel ist ein regelmäßiger fachspezifischer Austausch, bei dem die Bandbreite der Ingenieurwissenschaften abgebildet wird. Im Zentrum stehen Onlinetreffen mit Impulsbei-trägen, um den Transfer von Innovationen zu fördern.

Kategorien

Bitte nennen Sie bis zu fünf Stichwörter, die den Inhalt Ihrer Maßnahme aussagekräftig beschreiben.
Vernetzung
Austausch
Lehr-Lern-Konzepte
Onlinetreffen
Zielgruppe(n)
Handlungsfeld & Aktivität(en)

Beschreibung

Herausforderung

Sachsen hat eine Vielzahl ingenieurwissenschaftlicher Studiengänge in unterschiedlichen Fachbereichen mit ähnlichen didaktischen Herausforderungen. Zur Verbesserung der Lehre ist ein hochschulübergreifender Austausch unter Lehrenden essenziell. Die Maßnahme fördert den Transfer standortspezifischer Innovationen und Erfahrungen sowie die Weiterentwicklung von Lehr-Lern-Formaten hochschuldidaktischer Ansätze. Schwerpunkte liegen auf der Digitalisierung sowie der Förderung von Future Skills.

Herangehensweise

Im Rahmen des Projekts wurden zu Beginn qualitative Interviews mit Lehrenden durchgeführt, um deren spezifische Bedarfe in Bezug auf das zu etablierende Format zu erfassen. Auf Basis der Ergebnisse wurden thematische Schwerpunkte für Online-Austauschtreffen entwickelt. Es erfolgte eine kontinuierliche The-menabfrage, um den inhaltlichen Fokus flexibel an aktuelle Bedarfe anzupassen. Die Treffen starten mit einem thematischen Impuls (zu didaktischen Innovationen/Herausforderungen/GoodPractice) durch einen Themenpaten und mündeten in einem moderierten Austausch mit den Teilnehmenden. Ergänzend zu den Treffen wurde ein begleitender Online-Kurs im LMS OPAL eingerichtet. Dieser dient der Angebotsabstim-mung, der Angebotsdarstellung sowie dem asynchronen Austausch (Forum/Direktkontakt zu Mitgliedern) und der vertieften Diskussion von Schwerpunktthemen einzelner Netzwerkmitglieder untereinander. Dies unterstützten den Wissenstransfer und das Communitybuilding.

Zusammenhang

Die Maßnahme ist ein zentrales Element der sächsischen Professional Learning Community für Lehrende (fpcl) aus den Ingenieurwissenschaften. Für das Netzwerk wurde ein regelmäßiges (1x monatlich) Austauschformat implementiert. Der fPLC -Ansatz wird getragen durch gemeinsames Interesse an Lehren und Lernen und geteilte Werte aus, die vor allem in einer Hilfe- und Fehlerkultur zum Ausdruck kommen aus. Der Transfer wird flankiert durch weitere Unterstützungsangebote um bei Innovationen zu begleiten.

Voraussetzung

Die Maßnahme ist verknüpft mit der im Projekt D2C2 zu implementierenden Learning Community, diese galt es neu aufzubauen (Schwerpunktlegung und Teilnehmerakquise). Zielgruppe waren (gemäß Projektan-tragstellung) alle Fachgebiete der Ingenieurwissenschaften. Auf Basis einer Bedarfsanalyse erfolgte Ablei-tung spez. Maßnahmenbündel. Für das Austauschformat wurde ein Konzept zur organisatorischen und technischen Umsetzung entwickelt. Für die inhaltliche Schwerpunktsetzung und die Terminfindung wurden kontinuierlich Befragungen mit den Netzwerkmitgliedern durchgeführt. So konnte ein breites Themenspekt-rum für die sehr vielschichtige Community aufgegriffen und das Angebot bestmöglich an organisatorischen Bedürfnissen der Lehrenden (hohe Lehrbelastung, wenig Ressourcen) angepasst werden. Um den Transfer im Bereich Bildung und Lehre zu fördern, wurde das Austauschformat mit den an den Verbundhochschulen verfügbaren Unterstützungsangeboten verzahnt.

Eignung

Da die sächsische Learning Community der Ingenieurwissenschaften bislang nicht auf ein Fachgebiet der Ingenieurswissenschaften spezialisiert ist, folgte das Austauschformat einem breiten thematischen Fokus, um möglichst viele Mitglieder zu adressieren. Die Herausforderung bestand darin, Themen für unterschied-liche Bedarfe gleichermaßen auszugestalten.

Mit Blick auf die Rückmeldungen der Teilnehmenden scheint das gelungen zu sein.

Vorgehen/Schritte

Entsprechend dem Fokus des Projekts D2C2 umfasst die Zielgruppe der zu implementierenden Learning Community alle Fachgebiete der Ingenieurwissenschaften und damit ein breites Spektrum an fachspezifi-schen Herausforderungen. Um mit den verfügbaren Ressourcen einen bestmöglichen Balanceakt zur be-darfsgerechten Angebotsgestaltung zu vollziehen, gilt es Schwerpunkte zu clustern und Maßnahmenbündel entlang der strategischen Rahmung der Stakeholder zu priorisieren. Die Clusterung in Teilgruppen inner-halb des Netzwerks kann dazu beitragen die Bedarfe präziser / ressourcenoptimiert zu adressieren und die Motivationen der Teilnehmenden hinsichtlich des Transfers zu fördern. Beispiele für Teilgruppen können spezifischere Netzwerke entlang der Fachdisziplinen/-gebiete oder entlang von Querschnittsthemen sein wie z.B. KI.

  1. Zielgruppe definieren

  2. Relevante Themenfelder abgrenzen

  3. Mitglieder gewinnen

  4. Onboarding-Prozess etablieren

  5. Themenwünsche abfragen

  6. Netzwerktreffen organisieren

  7. Netzwerktreffen durchführen

  8. Weiterführende Infos bereitstellen

  9. Netzwerk weiterentwickeln

Hinweise

Effekte

Erwartbar war, dass bei der Vielzahl an Teildisziplinen in den Ingenieurwissenschaften nicht alle Themen für alle Netzwertteilnehmer gleichermaßen relevant sind. Entsprechend der Erwartung, fand der Austausch oft nur in kleinen Gruppen mit ausschließlich interessierten Personen statt. Für die jeweiligen Themen wur-de der Austausch durch die kleinen Personenkreise intensiviert.

Unerwartet war, wie divers die Bedarfslage der verschiedenen Fachgebiete und zudem der Hochschulen und Universitäten ist. Die Idee das Netzwerk in Themengruppen zu teilen um bedarfsgerechtere Angebote zu bieten wurde nicht umgesetzt, da die aktuelle Community nicht ausreichend viele Mitglieder für ergän-zende spezifische (heterogene) Themenschwerpunkte umfasste. Gemäß dem Teilnehmerfeedback wären ergänzende Angebote wünschenswert und es wird daher die Ausweitung in spez. Themengruppen (inkl. spez. Teilnehmerakquise) empfohlen.

Learnings

- Themen nicht top down erzwingen, sondern die Bedarfe der Teilnehmer adressieren

- Themen einbringen, die gerade aktuell sind (flexibel in der Planung bleiben)

- Zielgruppe des Netzwerks eingrenzen für bedarfsgerechte Angebote

Empfehlung

Ja.

Es wird empfohlen vor allem zu Beginn auch Präsenztreffen in Erwägung ziehen, um das Netzwerk und die persönlichen Beziehungen untereinander zu stärken. Die Präsenztreffen können dann bedarfsgerecht wie-derholt werden.

Tipps

- Zielgruppe ermitteln und Teilziele definieren

- Methoden zur Förderung des Austausches abstimmen

- ausreichend Zeit für die organisatorische und inhaltliche Planung lassen

- Technische Anforderungen klären und danach die Plattform aussuchen

Methoden

Empfohlen

Methoden
Impulsvorträge + Moderierte Diskussionen + Asynchrone Dokumentation
Formate
Impulse mit anschließender Diskussion
Technische Tools
Onlineplattform für Dokumente und Austausch + Videokonferenz-System

Nicht empfohlen

Methoden
Reine Frontalvorträge ohne Interaktion, da sie wenig Beteiligung ermöglichen und die Aufmerksamkeit schnell nachlässt & Zeitintensive Methoden, die in kurzen Online-Formaten schwer umzusetzen sind und die Motivation mindern können
Technische Tools
Tools, die technisch instabil oder wenig verbreitet sind, da sie den Zugang erschweren und Teilnahme erschweren können. Übermäßiger Einsatz von digitalen Tools und digitale Brücke können zur „digitaler Ermüdung“ der Teilnehmenden führen, vor allem bei längeren oder häufigen Online-Treffen.

Kontakt

Bearbeiter:innen und Beteiligte
Keine Kontaktdaten vorhanden
Material
NameDownload / LinkBeschreibungLizenzFormatGröße
Webseite zur sächs. Professional Learning Community IngenieurswissenschaftenLink aufrufen/Link/

Das könnte Sie auch interessieren

Projekt 101012
Projekt

VReiraum - ein interdisziplinärer VR/AR-Makerspace für Studierende

In der Lehrkräftebildung der Universität Potsdam werden vermehrt Virtual- und Augmented Reality-Szenarien eingesetzt, um bei Studierenden fachspezifische Kompetenzen im Umgang mit VR und AR aufzubauen. Das VReiraum-Projekt führt die Aktivitäten sechs verschiedener Fächer in einem interdisziplinären Makerspace zusammen. Dazu stehen einerseits zwei VR-Labore zur Verfügung, andererseits ist der VReiraum-Makerspace v.a. durch Wissenstransfer und interdisziplinären Austausch gekennzeichnet. Denn die Lehrveranstaltungen werden so verschränkt, dass Studierende fachübergreifend kollaborieren und auf die Forschungsexpertise und Beratung aller Dozierenden zugreifen können. Die angehenden Lehrkräfte entwickeln so unter professioneller Anleitung eigenständig virtuelle Lernwelten und testen sie in der Schulpraxis. Ende des Wintersemesters wird das Format des Makerspace zwischenevaluiert und für das Sommersemester angepasst. Das Projekt schließt mit einem BarCamp ab, in dem die Produkte der Studierenden und die Projekterkenntnisse mit allen Interessierten diskutiert werden. Ziel des Projekts ist, mittels iterativer, qualitativer Forschungsansätze Gelingensbedingungen für den Einsatz von VR/AR in der universitären Lehrkräftebildung zu extrahieren und das Format des Makerspace als innovatives Lehrformat zu evaluieren.

Projekt anzeigen
Maßnahme 100750
Maßnahme

Entwicklung Lehrunterstützungen

Wissensgrundlagen, didaktische Anregungen, Planungshilfen und Arbeitsmaterialien zur Selbstschulung für Lehrende und zum Einsatz der Lerneinheiten im Portal Gendering MINT digital mit Studierenden. Lehrunterstützungen als OER in drei Arbeitspakten: - inhaltlich zu "Geschlechtergrundlagen", "Queering/Intersektionalität Allgemein", "Queering/Intersektionalität in MINT", "Feminstisch-Postkoloniale Einbindung von MINT" - arbeitstechnisch zu "Argumentieren", "Problematisieren", "Textarbeit" - reflektiv zu "Privilegien/Diskriminierungen", "Stereotype hinterfragen", "Diskriminierungssensible Kommunikation", Podcast "Ich frag für ne Kolleg*in".

Maßnahme anzeigen
Publikation 101072

Verdeckte Agilität im Third Space. Projektkoordination zwischen lateraler Führung und struktureller Überforderung

Project coordinators in the third space assume governance tasks in projectified higher education without formal authority. This contribution develops ‘hidden agility’ as an analytical concept for coordination practices that function in agile ways yet remain unrecognized as such in scholarly discourse. Based on 20 qualitative interviews, the analysis identifies agile practices (including lateral enablement, adaptive restructuring, and informal feedback loops) alongside structural role ambiguity. The findings suggest that agile coordination emerges in project work but is personally compensated by actors in precarious positions rather than institutionally anchored. Role ambiguity appears as both burden and enabling condition. Sustainable agile higher education management would require recognizing these roles as lasting infrastructure.

Publikation anzeigen