
Transfertreffen im sächs. Ingenieur-Lehrnetzwerk
Die sächsische Professional Learning Community Ingenieurswissenschaften bringt Lehrende sachsenweit hochschulübergreifend zusammen. Ziel ist ein regelmäßiger fachspezifischer Austausch, bei dem die Bandbreite der Ingenieurwissenschaften abgebildet wird. Im Zentrum stehen Onlinetreffen mit Impulsbei-trägen, um den Transfer von Innovationen zu fördern.
Kategorien
Beschreibung
Herausforderung
Sachsen hat eine Vielzahl ingenieurwissenschaftlicher Studiengänge in unterschiedlichen Fachbereichen mit ähnlichen didaktischen Herausforderungen. Zur Verbesserung der Lehre ist ein hochschulübergreifender Austausch unter Lehrenden essenziell. Die Maßnahme fördert den Transfer standortspezifischer Innovationen und Erfahrungen sowie die Weiterentwicklung von Lehr-Lern-Formaten hochschuldidaktischer Ansätze. Schwerpunkte liegen auf der Digitalisierung sowie der Förderung von Future Skills.
Herangehensweise
Im Rahmen des Projekts wurden zu Beginn qualitative Interviews mit Lehrenden durchgeführt, um deren spezifische Bedarfe in Bezug auf das zu etablierende Format zu erfassen. Auf Basis der Ergebnisse wurden thematische Schwerpunkte für Online-Austauschtreffen entwickelt. Es erfolgte eine kontinuierliche The-menabfrage, um den inhaltlichen Fokus flexibel an aktuelle Bedarfe anzupassen. Die Treffen starten mit einem thematischen Impuls (zu didaktischen Innovationen/Herausforderungen/GoodPractice) durch einen Themenpaten und mündeten in einem moderierten Austausch mit den Teilnehmenden. Ergänzend zu den Treffen wurde ein begleitender Online-Kurs im LMS OPAL eingerichtet. Dieser dient der Angebotsabstim-mung, der Angebotsdarstellung sowie dem asynchronen Austausch (Forum/Direktkontakt zu Mitgliedern) und der vertieften Diskussion von Schwerpunktthemen einzelner Netzwerkmitglieder untereinander. Dies unterstützten den Wissenstransfer und das Communitybuilding.
Zusammenhang
Die Maßnahme ist ein zentrales Element der sächsischen Professional Learning Community für Lehrende (fpcl) aus den Ingenieurwissenschaften. Für das Netzwerk wurde ein regelmäßiges (1x monatlich) Austauschformat implementiert. Der fPLC -Ansatz wird getragen durch gemeinsames Interesse an Lehren und Lernen und geteilte Werte aus, die vor allem in einer Hilfe- und Fehlerkultur zum Ausdruck kommen aus. Der Transfer wird flankiert durch weitere Unterstützungsangebote um bei Innovationen zu begleiten.
Voraussetzung
Die Maßnahme ist verknüpft mit der im Projekt D2C2 zu implementierenden Learning Community, diese galt es neu aufzubauen (Schwerpunktlegung und Teilnehmerakquise). Zielgruppe waren (gemäß Projektan-tragstellung) alle Fachgebiete der Ingenieurwissenschaften. Auf Basis einer Bedarfsanalyse erfolgte Ablei-tung spez. Maßnahmenbündel. Für das Austauschformat wurde ein Konzept zur organisatorischen und technischen Umsetzung entwickelt. Für die inhaltliche Schwerpunktsetzung und die Terminfindung wurden kontinuierlich Befragungen mit den Netzwerkmitgliedern durchgeführt. So konnte ein breites Themenspekt-rum für die sehr vielschichtige Community aufgegriffen und das Angebot bestmöglich an organisatorischen Bedürfnissen der Lehrenden (hohe Lehrbelastung, wenig Ressourcen) angepasst werden. Um den Transfer im Bereich Bildung und Lehre zu fördern, wurde das Austauschformat mit den an den Verbundhochschulen verfügbaren Unterstützungsangeboten verzahnt.
Eignung
Da die sächsische Learning Community der Ingenieurwissenschaften bislang nicht auf ein Fachgebiet der Ingenieurswissenschaften spezialisiert ist, folgte das Austauschformat einem breiten thematischen Fokus, um möglichst viele Mitglieder zu adressieren. Die Herausforderung bestand darin, Themen für unterschied-liche Bedarfe gleichermaßen auszugestalten.
Mit Blick auf die Rückmeldungen der Teilnehmenden scheint das gelungen zu sein.
Vorgehen/Schritte
Entsprechend dem Fokus des Projekts D2C2 umfasst die Zielgruppe der zu implementierenden Learning Community alle Fachgebiete der Ingenieurwissenschaften und damit ein breites Spektrum an fachspezifi-schen Herausforderungen. Um mit den verfügbaren Ressourcen einen bestmöglichen Balanceakt zur be-darfsgerechten Angebotsgestaltung zu vollziehen, gilt es Schwerpunkte zu clustern und Maßnahmenbündel entlang der strategischen Rahmung der Stakeholder zu priorisieren. Die Clusterung in Teilgruppen inner-halb des Netzwerks kann dazu beitragen die Bedarfe präziser / ressourcenoptimiert zu adressieren und die Motivationen der Teilnehmenden hinsichtlich des Transfers zu fördern. Beispiele für Teilgruppen können spezifischere Netzwerke entlang der Fachdisziplinen/-gebiete oder entlang von Querschnittsthemen sein wie z.B. KI.
Zielgruppe definieren
Relevante Themenfelder abgrenzen
Mitglieder gewinnen
Onboarding-Prozess etablieren
Themenwünsche abfragen
Netzwerktreffen organisieren
Netzwerktreffen durchführen
Weiterführende Infos bereitstellen
Netzwerk weiterentwickeln
Hinweise
Effekte
Erwartbar war, dass bei der Vielzahl an Teildisziplinen in den Ingenieurwissenschaften nicht alle Themen für alle Netzwertteilnehmer gleichermaßen relevant sind. Entsprechend der Erwartung, fand der Austausch oft nur in kleinen Gruppen mit ausschließlich interessierten Personen statt. Für die jeweiligen Themen wur-de der Austausch durch die kleinen Personenkreise intensiviert.
Unerwartet war, wie divers die Bedarfslage der verschiedenen Fachgebiete und zudem der Hochschulen und Universitäten ist. Die Idee das Netzwerk in Themengruppen zu teilen um bedarfsgerechtere Angebote zu bieten wurde nicht umgesetzt, da die aktuelle Community nicht ausreichend viele Mitglieder für ergän-zende spezifische (heterogene) Themenschwerpunkte umfasste. Gemäß dem Teilnehmerfeedback wären ergänzende Angebote wünschenswert und es wird daher die Ausweitung in spez. Themengruppen (inkl. spez. Teilnehmerakquise) empfohlen.
Learnings
- Themen nicht top down erzwingen, sondern die Bedarfe der Teilnehmer adressieren
- Themen einbringen, die gerade aktuell sind (flexibel in der Planung bleiben)
- Zielgruppe des Netzwerks eingrenzen für bedarfsgerechte Angebote
Empfehlung
Ja.
Es wird empfohlen vor allem zu Beginn auch Präsenztreffen in Erwägung ziehen, um das Netzwerk und die persönlichen Beziehungen untereinander zu stärken. Die Präsenztreffen können dann bedarfsgerecht wie-derholt werden.
Tipps
- Zielgruppe ermitteln und Teilziele definieren
- Methoden zur Förderung des Austausches abstimmen
- ausreichend Zeit für die organisatorische und inhaltliche Planung lassen
- Technische Anforderungen klären und danach die Plattform aussuchen
Methoden
Empfohlen
Nicht empfohlen
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