
Klima(-wandel) geht alle an: Inklusive BNE
Schüler*innen mit dem sonderpädagogischem Förderbedarf geistige Entwicklung (folgend: GE) werden in der Lehrkräftebildung bislang kaum als Subjekte und Akteur*innen von Schule sowie als Mitgestalter*innen einer Welt von morgen betrachtet. Das Projekt leistet hier einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung des Lehramtsstudiums.KliB ist im M.Ed. Sonderpädagogik angesiedelt. Zusammen mit Schüler*innen aus 3 Kooperationsschulen (je eine inklusive Primar- und Sekundarschule und eine Förderschule Schwerpunkt GE) entwickeln Studierende Unterrichtsprojekte im Handlungsrahmen Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) und begleiten die Schüler*innen als Mentor*innen in der Projektdurchführung. Dazu werden erst Grundlagen des projektorientierten, fächerverbindenden Unterrichts erarbeitet (Modul J, 2 SWS). Im anschließenden Seminar (Modul M1/2, 2 SWS) werden die Unterrichtsprojekte und Lernmaterialien entwickelt. In der begleiteten Praxisphase (Praktikum P2 + Begleitseminar M3, 2 SWS) erfolgt dann die Durchführung mit den Schüler*innen. Die Lehrkräfte der Partnerschulen dabei werden durchgehend einbezogen. Die Evaluation fokussiert Lernzuwachs und Schüler*innenperspektiven auf gemeinsames Lernen durch die partizipative Methode Photovoice. Auf einem abschließenden Fachtag für Studierende, Lehrkräfte und Schulen werden Ergebnisse vorgestellt und Möglichkeiten der Implementierung an weiteren Schulen und Studiengängen diskutiert. Die Ergebnisse des Fachtags werden praxisnah publiziert.
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Musik als gesellschaftliche Praxis
Angesichts zahlreicher gesellschaftlicher Veränderungsprozesse unserer Zeit sieht sich auch der Musikbetrieb und die Kunstform Konzert mit einem Wandel konfrontiert: Es ist notwendig geworden, das Selbstverständnis, Musik als sog. Hochkultur einseitig an ein Publikum weiterzugeben, zugunsten von Öffnungsprozessen und Begegnungsräumen mit einer sich diversifizierenden Gesellschaft zu verändern. Das Projekt richtet sich an Studierende der künstlerisch-pädagogischen Studiengänge und befähigt sie, Haltungen, Konzepte und konkrete Projekte künstlerischer Musikvermittlung zu entwickeln, die Begegnungen zwischen Kunst und Mensch, zwischen Institution und Gesellschaft schaffen und in denen sie sich mit Musik im gesellschaftlichen Kontext auseinandersetzen. Außerdem macht sich das Projekt zur Aufgabe, dieser Perspektive innerhalb der Hochschule einen Diskursraum zu geben. Herzstück des Projektes bilden Lehr-Lern-Labore, in denen Studierende gemeinsam mit Bürger*innen der Stadt kollaborativ Musikprojekte entwickeln und praktisch erproben. In weiteren Lehrformaten, wie einer Workshop- und Vortragsreihe oder einer Fachtagung, beschäftigen sich Studierende mit künstlerischen, pädagogischen und wissenschaftlichen Zugängen zu Musikvermittlung. Das Projekt fungiert zudem als Knotenpunkt zwischen Studiengängen innerhalb der Hochschule, zwischen Hochschule und Gesellschaft, zwischen Ausbildung und Berufspraxis, sowie zwischen Praxis und Wissenschaft.
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