Maßnahme Bühne
Zum Projekt

Anwendung+Adaption v. WOL f.d. HS-Lehre z. Förd. v. Vernetzungs- u. Selbstorganisationskompetenzen

Für die Wirtschaft wurden mit Working Out Loud (WOL) und ähnlichen Methodenverbünden Angebote gestaltet, mit denen Fachkräfte ihre Vernetzungs- und Selbstorganisationskompetenzen weiterentwickeln. Aufgrund der Bedeutung dieser Kompetenzbereiche wurde WOL daraufhin untersucht, wie es sich im Hochschulkontext anwenden bzw. adaptieren lässt. [Anm. StIL: Diese Maßnahme wurde in einer Vorgängerversion der Abfrage dokumentiert. Bei der Übertragung auf das aktuelle Format kann es vorkommen, dass die Antworten nicht hundertprozentig zur Frage passen.]

Kategorien

Bitte nennen Sie bis zu fünf Stichwörter, die den Inhalt Ihrer Maßnahme aussagekräftig beschreiben.
Working Out Loud (WOL)
Vernetzung
Gruppenarbeit
Future Skills
Selbstlernkompetenz
Zielgruppe(n)
Handlungsfeld & Aktivität(en)

Beschreibung

Herausforderung

Studierende, die häufig pauschal als sog. Digital Natives bezeichnet werden, sind teilweise deutlich weniger kompetent in der fachlich motivierten Vernetzung unter Nutzung sozialer digitaler Medien als erwartet werden könnte.

Studierende trauen sich in der Vernetzung mit fachlichen Inhalten weniger zu als erwartet werden könnte und möglich wäre.

Standardlehrveranstaltungen bieten Studierenden eher geringe Chancen sich untereinander kennenzulernen, um so längerfristige Arbeitsbeziehungen aufzubauen

Voraussetzung

Das Lizenzmanagement des eingesetzten WOL-Guides wies nicht die im Vorfeld erhoffte Kontinuität auf und hat sich im Projektverlauf in wesentlichen Teilen verändert. Die Übertragbarkeit der offen bereitgestellten eigenen Materialien ist daher höchst wahrscheinlich unerwartet beeinträchtigt.

Die Überarbeitung der Materialien für die Veröffentlichung als OER erwies sich als aufwändiger als erwartet. Die dabei gemachten Erfahrungen werden bei Folgeprojekten veränderte Entscheidungen zu Projektbeginn nahelegen.

Wir sind dem Autor John Stepper sehr dankbar, dass er uns seinen WOL-Guide für die Nutzung in unserer Lehrveranstaltung kostenfrei zur Verfügung gestellt hat. Die kostenlose Nutzbarkeit entsprechender Arbeitshefte dürfte auch in anderen Kontexten der Hochschullehre von besonderer Bedeutung sein.

Hilfreich war, dass mehrere Dozierende im Vorfeld am für die Wirtschaft ausgerichteten WOL-Kurse teilgenommen haben. Die Erfahrungen aus Teilnehmendensicht waren sehr hilfreich, um gelingend auf

Eignung

  • formativ (projektbegleitend)

  • summativ (zum Absschluss)

Projektbegleitend wurden Fokusgruppeninterviews mit den Teilnehmenden durchgeführt. Die so gewonnenen qualitativen Daten wurden inhaltsanalytisch ausgewertet. Dieser Ansatz hat viele interessante und für die Weiterentwicklung relevante Ergebnisse ergeben.

Ebenfalls projektbegleitend wurden vor uns nach der Veranstaltung Fragebogen-basierte Messungen der Selbstwirksamkeitserwartung bezüglich der fachlichen Vernetzung durchgeführt. Die Freiwilligkeit der Online-Befragung hat die Rücklaufquote allerdings derart unbefriedigend ausfallen lassen, dass diese Bemühungen zu keinen belastbaren Ergebnissen geführt haben.

Darüber hinaus wurde zum Projektabschluss die hochschulübliche Veranstaltungsevaluation durchgeführt, die mit einigen Fragen ergänzt wurde. Diese Ergebnisse wurden in die Gesamtreflexion des Projekts einbezogen.

Die Fo-Datenerhebung wurde zu Beginn ausführlich beschrieben+in Clearing-Verfahren durch die Ethikkommiss. d. FB 1 der U

Vorgehen/Schritte

  1. Vorbereitung der Evaluation (Clearing, Fragenformulierung) (1 Monat)

  2. Lehrmaterialien erstellen (Foliensätze, Portfolioplattform) (3 Monate)

  3. Ankündigungsveranstaltungen (Aufklärung über Zielsetzung und Ablauf) (4 Tage)

  4. PitStop-Veranstaltungen (Rückmeldungen, Gastvorträge) (6 Tage)

  5. Mitlaufende und abschließende Evaluation (Interviews, Fragebögen) (6 Tage)

  6. Abschlussveranstaltung (Feier des Erreichten) (1 Tag)

  7. Auswertung der Evaluationsdaten (Statistische Analyse und Kategorienbildung) (4 Monate)

  8. Bewertung (Noten und Teilnahmebescheinigungen) (1 Woche)

  9. Aufbereitung der Twillo-Materialien (Open access-Veröffentlichung) (3 Monate)

  10. Veröffentlichung (Einreichung von Manuskript mit den wichtigsten Erkenntnissen) (2 Monate)

(ein Semester bis zu einem Jahr)

Hinweise

Effekte

Teilnehmende haben bestätigt, dass der gewünschte Kompetenzzuwachs realisiert werden konnte.

Es hat sich bestätigt, dass die in der Wirtschaft entstandenen Formate eine Adaption für die Hochschulpraxis notwendig machen.

Mit dem erfolgreichen Angebot der Lehrveranstaltung ist die Überzeugung bestärkt worden, dass weiterentwickelte Formen dieser Lehrveranstaltung auch zukünftig angeboten werden sollen.

Für die Gestaltung und Begleitung von Gruppenarbeiten hat der Einsatz des WOL-Guides wichtige Anregungen gegeben, die in der kommenden Lehre der beteiligten Dozierenden aufgegriffen werden.

Es ist der große Wunsch geweckt worden, eigene Guides zu entwickeln, die den Besonderheiten bestimmter Anlässe der Hochschullehre (Studienbeginn, Propädeutika für das wissenschaftliche Arbeiten, Praktikumsphase, Abschlussarbeit) und Studierendengruppen (je nach Vorerfahrungen in der fachlichen Vernetzung mittels sozialer digitaler Medien) besser gerecht werden. Auch stilistische und kulturelle Erwartungen s

Learnings

Die zusätzlichen Materialien, mit denen der Einsatz des bereitgestellten WOL-Guides in der Hochschulschullehre begleitet wurde, werden bei twillo als Open Access Material zur Verfügung gestellt. Dabei sind zwei Booklets hervorzuheben, die aus Sicht der studentischen Teilnehmenden und aus Sicht der anbietenden Dozierenden den Kurs beschreiben. Für die Studierenden wird die Motivation und der Ablauf der Veranstaltung erläutert. Für die Dozierenden wird ein Überblick über den detaillierten Ablauf der Veranstaltung offeriert. Darüber hinaus sind aber auch Foliensammlungen zur Verfügung gestellt worden, welche den Aufwand zur Übernahme der Veranstaltung an anderen Standorten erleichtern. In einem ausführlichen Manuskript werden wesentliche Erkenntnisse aus der wissenschaftlichen Begleitung der Veranstaltung festgehalten. Dieses wurde in einer Zeitschrift (Open Access) eingereicht.

Neben diesen materiellen Ergebnissen erscheint die Erkenntnis, dass die Adaption von WOL in der Hochschullehre f

Empfehlung

Die Adaption von WOL würde erleichtert, wenn entsprechende Guides für die Hochschullehre nicht kommerziell, sondern als OER zur Verfügung gestellt werden könnten. Diese Bedingungen konnten in der Maßnahme nicht adressiert werden.

Außerdem war bedeutsam, dass die Studienordnungen der beteiligten Studiengänge unterschiedlich gut die Einbindung neuartiger Veranstaltungen/Module ermöglichten. In einem Kurs unterschiedlichen Studierendengruppen abweichende Prüfungsleistungen abzuverlangen ist mit entsprechend sensibilisierter Kommunikation möglich. Mit geeignet gestalteten Experimentierräumen in Studienordnungen könnten die hierfür verwendeten Energien in relevantere Bereiche der Kompetenzentwicklung investiert werden.

Darüber hinaus hat die Veranstaltung davon profitiert, dass uns Pioniere von WOL in der Wirtschaft ebenfalls honorarfrei als Gäste in den PitStops unterstützt haben. Ihre Erfahrungsberichte haben ganz erheblich zur Motivation der Teilnehmenden beigetragen.

Tipps

Wir würden die Maßnahme unbedingt zur Nachahmung empfehlen. Besonderes Augenmerk muss allerdings den Lizenzbedingungen zur Nutzung des WOL-Guides gewidmet werden.

Mit den OER-Materialien in twillo ist die Maßnahme ausführlich dokumentiert. Die Adaption der Lehrveranstaltung dürfte durch die Bereitstellung der Booklets und Foliensätze aufwandsreduziert möglich sein.

Allerdings sei nochmals betont, dass wir unseren Kurs nur durchführen konnten, weil uns ein WOL-Guide von John Stepper kostenlos zur Verfügung gestellt wurde.

Dieser Umstand und die Einladung von Gästen aus der WOL-Praxis lassen es ratsam erscheinen, vor einer entsprechenden Veranstaltung ein eigenes Netzwerk als Dozierende aufzubauen.

Um die kommerziellen Abhängigkeiten zukünftig gering zu halten, sollte in die Entwicklung und Er

Sonstiges

Zukünftig würden wir die Entwicklung und den Einsatz eigener Guides verfolgen wollen.

Methoden

Empfohlen

Methoden
Für die Auftaktveranstaltungen haben sich Präsenzveranstaltungen durchaus bewährt. Für die Arbeit in den WOL-Circles sollte den Studierenden freie Wahl gelassen werden. In den PitStops haben wir Videoübertragungen mit BBB genutzt. In einem WEKAN-Board haben die Studierenden ihr Portfolio gepflegt. A

Kontakt

Bearbeiter:innen und Beteiligte
Keine Kontaktdaten vorhanden
Material
NameDownload / LinkBeschreibungLizenzFormatGröße
https://www.uni-hildesheim.de/veranstaltungen/artikel/online-kurzweil-innovative-zusammenarbeit-und-Link aufrufen/Link/

Das könnte Sie auch interessieren

Projekt 101213
Projekt

Bildung reaktiv, integrativ, dynamisch gestalten

Die Technische Hochschule Deggendorfist geprägt von einem stark steigenden Anteil international Studierender (WS 24/25 bei 48%), was aufgrund kultureller und sprachlicher Barrieren, sowie unterschiedlichen Wissensständen zu spezifischen Problemen wie sehr diversen Lerngruppen, hohen Studienabbruchquoten und sozialen Konflikten führt. Die bisherigen Maßnahmen führten zu keiner zufriedenstellenden Lösung. Mit dem Projekt BRIDGE (Bildung reaktiv, integrativ, dynamisch gestalten) sollen die Lehrstrukturen, Entscheidungsprozesse und begleitenden Studienstrukturen angepasst werden um langfristig eine Verbesserung des Lernerfolgs und der sozialen und beruflichen Integration internationaler Studierender, sowie der Anpassungsfähigkeit der Hochschule zu erreichen. Im Kern stehen dabei die systematische Verbreitung von innovativen Lern- und Lehrformen, die durch Individualisierung, Kompetenzorientierung und sozialen Austausch Lernerfolge, sowie soziale und berufliche Integration fördern. Gleichzeitig soll durch die Etablierung einer partizipativen und datengestützten Hochschulgestaltung die Bedarfsorientierung der Lehre und der Unterstützungsmaßnahmen, und langfristig der Anpassungsfähigkeit der Hochschule sichergestellt werden. Weitere Aspekte umfassen Sozialinnovationen, wie die Erhöhung der interkulturellen Kompetenz von Personal und Studierenden, sowie die Anpassung von technischen Strukturen und den Aufbau von Netzwerken.

Projekt anzeigen
Maßnahme 100071
Maßnahme

Automatisiertes Feedback zu Diagrammen mit FeeDi

Die Fähigkeit, komplexe Inhalte in Diagrammen darzustellen, ist besonders in MINT-Fächern essenziell – etwa in UML-, Prozess-, Schalt- oder XY-Diagrammen. Doch in großen Lehrveranstaltungen mit bis zu 500 Studierenden ist eine individuelle Korrektur eingereichter Modellierungen kaum möglich. Selbst in kleineren Gruppen entsteht so ein hoher Bewertungsaufwand. In der Lehrveranstaltung Datenbanksysteme der HTWK Leipzig kam das E-Assessment-Tool FeeDi zum Einsatz: Lehrende hinterlegten eine Musterlösung, auf deren Basis Studierende automatisiert grafisches, numerisches und textuelles Feedback zu ihren ER-Diagrammen erhielten. Zudem wurden Bewertungsschemata und Feedbacktexte für typische Fehlerklassen vorbereitet. Ziel war es, Studierenden zeitnahes, prozessbezogenes Feedback zu geben und Lehrende zu entlasten. Die Studierenden erhielten direkt nach der Abgabe farblich markierte Rückmeldungen zu korrekten und fehlerhaften Elementen, numerische Bewertungen (absolut/prozentual) sowie text

Maßnahme anzeigen
Publikation 100094

„Die Audio-Feedbacks waren eine totale Bereicherung.“: Direktes Feedback bei Unterrichtsvideoanalysen in der asynchronen Online-Lehre.

[Kurzbeschreibung folgt (Anm. StIL)]

Publikation anzeigen