
Modul Bridgelab
Zum Sommersemester 2026 wird erstmals die Masterveranstaltung BridgeLab im Masterstudiengang Bauingenieurwesen der Universität Siegen angeboten. Ziel ist es, Studierenden eine projektorientierte Lernumgebung zu bieten, in der aktuelle Fragestellungen des Brückenmonitorings praxisnah bearbeitet werden. Im BridgeLab arbeiten Studierende in Teams an realitätsnahen Aufgabenstellungen zur Analyse und Bewertung von Brückenbauwerken. Dabei kommen moderne Methoden der digitalen Modellierung und strukturellen Analyse zum Einsatz. Neben fachlichen Inhalten steht insbesondere der Transfer zwischen universitärer Forschung, ingenieurpraktischen Anwendungen und innovativen Lehrformaten im Mittelpunkt. Die Veranstaltung ist im Modulkatalog der Fachprüfungsordnung verankert und richtet sich an Masterstudierende mit Interesse an Bauwerksüberwachung, Infrastruktur und digitalen Methoden im Brückenbau.
Kategorien
Beschreibung
Herausforderung
Die Maßnahme adressiert die Herausforderung, ein neues, praxisnahes Lehrformat im Masterstudium Bauingenieurwesen zu etablieren, das Forschung, Anwendung und Lehre im Bereich Bauwerksmonitoring sinnvoll verbindet. Ziel ist es, theoretische Inhalte durch reale Messungen, Demonstratoren und anwendungsbezogene Aufgaben zu ergänzen und so eine Lücke zwischen klassischer Hochschullehre und ingenieurpraktischer Ausbildung zu schließen.
Herangehensweise
Zur Bewältigung der Herausforderung wurde ein projektorientiertes Lehrformat entwickelt, das theoretische Inhalte mit praktischen Anwendungen verbindet. Im BridgeLab bearbeiten Studierende reale Fragestellungen aus dem Bauwerksmonitoring und arbeiten dabei mit Messdaten, Demonstratoren und digitalen Analysewerkzeugen.
Zur Vorbereitung der Veranstaltung wurden Versuchsstände und Demonstratoren im Rahmen von Bachelor- und Studienarbeiten entwickelt. Gleichzeitig wurden Praxispartner und Hersteller von Messtechnik eingebunden, um reale technische Komponenten und fachliche Expertise in die Lehre zu integrieren.
Darüber hinaus wurde das Modul curricular als Wahlveranstaltung mit 6 Leistungspunkten in den Studiengang eingebettet und inhaltlich so konzipiert, dass sowohl Grundlagen der Bauwerksüberwachung als auch Aspekte der Bauwerksprüfung (DIN 1076) vermittelt werden. Dadurch entsteht ein Lehrformat, das Forschung, Praxis und Lehre systematisch miteinander verknüpft.
Zusammenhang
Die Maßnahme befindet sich derzeit in der Umsetzungsphase und wurde bislang noch nicht durchgeführt. Das Modul wird erstmalig im Sommersemester angeboten. Es ist als Wahlmodul im Masterstudium verankert und wird damit erstmals unter regulären Studienbedingungen erprobt. Die erste Durchführung dient zugleich dazu, das Konzept, die organisatorische Umsetzung sowie die inhaltliche Ausgestaltung im realen Lehrbetrieb zu testen und weiterzuentwickeln.
Voraussetzung
Curriculare Einbindung
Voraussetzung war die Aufnahme in Fachprüfungsordnung und Studienverlaufsplan als Wahlmodul mit 6 LP.
Praxisbezug und Infrastruktur
Für die Durchführung mussten geeignete Brückenbauwerke für Messungen vorhanden sein (gleichzeitig: Exkursionsziele).
Demonstratoren
Zudem mussten Studierende gewonnen werden, die im Rahmen von Bachelor- oder Studienarbeiten kleine Versuchsstände als Demonstratoren entwickeln.
Partner und Expertise
Erforderlich war außerdem die Einbindung von Herstellern der Messtechnik, Messkästen sowie elektrotechnischer Expertise. Vorhandene Praxiserfahrungen mussten didaktisch so aufbereitet werden, dass sie in der Lehre vermittelbar sind.
Fachliche Qualifizierung
Wichtig war zudem die Weiterbildung zum Bauwerksprüfer nach DIN 1076, um Grundlagen der Bauwerksprüfung fundiert einzubinden.
Gewinnung von Studierenden
Da das Modul erstmals angeboten wird, ist auch die aktive Bewerbung zur Gewinnung von Studierenden eine wichtige Voraussetzung.
Kontakt
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