
Social Personalized Embedded New Degrees
Das Projekt SPEND (Social Personalized Embedded New Degrees) wird die Erfolge der pandemiebedingten Umstellung der RWU fortführen und zur digitalen Transformation des Präsenzbetriebs ausweiten. Embedded New Degrees sind durch ihre Verankerung in die reguläre Lehre eine innovative Adaption der von der HRK empfohlenen MicroCredentials. Dabei sind die New Degrees kleine, in sich abgeschlossene, (teil-)digitalisierte Lehr-Lern-Einheiten mit Phasen der (Selbst-) Erarbeitung, handlungsorientierten Vertiefung und Prüfung, die auf eine spezifische Kompetenzfacette abzielen und das Erreichen dieser zertifizieren. Als additive oder integrative Lehr-Lern-Einheiten ergänzen die New Degrees bestehende Lehre oder extrahieren kleine Bestandteile der Lehre und erweitern deren Reichweite. Im Projekt werden Lehrende von fachdidaktischen Digitalisierungsbegleiter:innen, Spezialist:innen für Mediendidaktik und Immersive Learning dabei unterstützt, aus ihrer Lehre eigene New Degrees zu entwickeln. Durch diese Befähigung des Lehrpersonals wird das StudiumDigitale der Katalog aller New Degrees zum nachhaltigen Bestandteil des Studienangebots der RWU. Teile des StudiumDigitale können zudem für Externe zur Orientierung oder Fortbildung angeboten werden.
Auf einen Blick
Ausführliche Beschreibung
Das Projekt SPEND verfolgt das Ziel, die Potenziale intensiv digitalisierter Lehre an der RWU systematisch zu erschließen und nachhaltig in Studium und Lehre zu verankern. SPEND steht dabei für Strukturelle Veränderungen, Personelle Unterstützung und Einrichtungen, die New Degrees an der RWU ermöglichen und etablieren sollen. Mit den New Degrees setzt die RWU dabei eine Empfehlung der HRK aus dem Jahr 2020 um, den Mehrwert von sogenannten MicroCredentials für Hochschulen zu erproben und weiterzuentwickeln.
MicroCredentials – flexible Lernangebote mit klarem Kompetenzfokus
MicroCredentials sind kompakte Lehr- und Lernangebote sowie die dazugehörigen Zertifikate, die nach erfolgreichem Abschluss vergeben werden. Sie ermöglichen Studierenden den gezielten Erwerb einzelner Kompetenzfacetten mit einem Arbeitsaufwand von etwa 8 bis 30 Stunden. Die Inhalte der MicroCredentials reichen von fachlichen Themen bis hin zu überfachlichen Kompetenzen.
Sie unterstützen unter anderem:
die Studienorientierung
die Studienbefähigung
die berufliche Qualifikation
die Vorbereitung auf praktische Anforderungen im Berufsalltag
Ein wesentliches Merkmal aller MicroCredentials ist der konsequente Einsatz digitaler Lehr- und Lernformate. Die Formate können vollständig asynchron, synchron in Präsenz oder in Mischformen umgesetzt werden. Dadurch entstehen flexible Lernsettings, die sich an unterschiedliche Lernbedürfnisse und Studienrealitäten anpassen lassen.
Zum Einsatz kommen unter anderem:
Lehr- und Lernvideos
automatisierte Aufgabenformate
digitale Kooperationsplattformen
virtuelle und immersive Lernumgebungen
hybride Lehr-Lern-Szenarien
Da MicroCredentials deutlich kleiner angelegt sind als klassische Module oder Lehrveranstaltungen, können sie vergleichsweise schnell entwickelt und erprobt werden. Dies erleichtert es Lehrenden, innovative digitale Lehrkonzepte auszuprobieren und deren Wirkung unmittelbar zu erleben. Gleichzeitig entsteht ein niedrigschwelliger Zugang zur digitalen Transformation der Lehre, wodurch mehr Lehrende für innovative Lehrformate gewonnen werden können. Die RWU nutzt die MicroCredentials gezielt als Experimentierfeld für neue didaktische Methoden, digitale Technologien und innovative Inhalte. Erfolgreiche Ansätze werden anschließend in die Regellehre übertragen und weiterentwickelt.
StudiumDigitale – das Dach der MicroCredentials
Die MicroCredentials fassen wir als StudiumDigitale zusammen. Damit entsteht für Studierende ein erweitertes und individualisierbares Studienangebot. StudiumDigitale eröffnet die Möglichkeit, Lerninhalte eigenständig auszuwählen, persönliche Schwerpunkte zu setzen und individuelle Kompetenzprofile aufzubauen. Darüber hinaus fördert das Konzept selbstgesteuertes Lernen und unterstützt Studierende dabei, Verantwortung für den eigenen Lernprozess zu übernehmen.
Perspektivisch sollen ausgewählte Angebote auch externen Zielgruppen zugänglich gemacht werden – beispielsweise im Bereich der Studienorientierung oder der wissenschaftlichen Weiterbildung.
Umsetzung auf drei zentralen Ebenen
Die Entwicklung von StudiumDigitale erfolgt auf drei eng miteinander verzahnten Ebenen:
Strukturelle Veränderungen
Ziel ist die Schaffung geeigneter Rahmenbedingungen für die Integration von MicroCredentials in Studium und Lehre. Dazu gehören insbesondere die Anerkennung von MicroCredentials als ECTS-Leistungen für Studierende, die Anrechnung als Deputatsstunden für Lehrende sowie die organisatorische Verankerung neuer Lehr- und Prüfungsformate.
Personelle Unterstützung
Jede Fakultät wird durch eine eigene Digitalisierungsbegleitung unterstützt. Diese identifiziert geeignete Themenfelder für MicroCredentials, begleitet Lehrende bei der Konzeption und unterstützt bei der Digitalisierung der Lehrangebote. Ergänzend dazu stehen zentrale Expert:innen aus den Bereichen Mediendidaktik und Immersive Learning zur Verfügung. Sie beraten Lehrende, entwickeln didaktische Konzepte und fördern den hochschulweiten Kompetenzaufbau im Bereich digitaler Lehre.
Einrichtungen und Infrastruktur
Zur Unterstützung der digitalen Lehre werden sowohl virtuelle als auch physische Lernräume geschaffen. Dazu zählen digitale Plattformen für Austausch und Zusammenarbeit, virtuelle Lern- und Simulationsumgebungen, modern ausgestattete Räume für digital unterstützte Lehre sowie das Immersive LearningLab als zentrale Schnittstelle zu virtuellen und immersiven Lernwelten. Diese Infrastruktur bildet die Grundlage für innovative Lehr- und Lernprozesse und schafft Räume für experimentelles und zukunftsorientiertes Lernen.
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