
Mehr Open Educational Resources und Practices in Vechta
Open Educational Resources (OER) und Open Educational Practices (OEP) bieten das Potenzial, die universitäre Lehre substanziell zu verbessern. Allerdings erfordern sowohl die Erstellung von OER als auch offene Bildungspraktiken im Hochschulalltag spezifische Fähigkeiten und Zeitressourcen. Das Projekt MOin Vechta der Fakultät II an der Universität Vechta setzt hier an und widmet sich der iterativen Entwicklung und Einbindung qualitativ hochwertiger und barrierearmer OER in die Hochschullehre für und mit Studierenden. In OER-Teams arbeiten Lehrende und Studierende gemeinsam an der Erstellung, Erprobung und Reflexion von OER. Diese Teams erhalten durch Workshops und individuelle Beratungsangebote von Lernbegleiter:innen des Medienkompetenzzentrums Unterstützung in didaktischer, technischer und mediengestalterischer Hinsicht. Um die Beteiligung zu erleichtern, werden Freiräume durch verschiedene Entlastungsangebote geschaffen. Durch "MOin Vechta" entstehen nicht nur qualitativ hochwertige OER, sondern es werden auch wertvolle Erfahrungen zur Entwicklung von Open Educational Practices gewonnen. Die Projekterfahrungen werden auch über Vechta hinaus Antworten auf die zentrale Frage bieten, wie die Entwicklung von OER und OEP innerhalb des Studiums und des hochschuldidaktischen Alltags systematisch gefördert werden kann.
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Praxiserfahrungen als reflexive Lernanlässe
Das Projekt entwickelt ein innovatives Lehrkonzept zur reflexiven Professionalisierung angehender Lehrkräfte im Fach Deutsch. Ausgangspunkt ist die Beobachtung, dass Studierende bereits früh eigenständig Unterrichtserfahrungen sammeln, diese jedoch bislang kaum systematisch reflektiert oder didaktisch eingebunden werden. Ziel ist es, Theorie und Praxis produktiv zu verschränken und dadurch das Risiko trägen Wissens zu verringern.Im Zentrum steht die Weiterentwicklung des Problembasierten Lernens (PBL): Statt auf konstruierte Fälle zurückzugreifen, werden reale schulische Praxiserfahrungen der Studierenden als Ausgangspunkt des Lernens genutzt. In vier aufeinander aufbauenden Zyklen wird das Konzept schrittweise erprobt, adaptiert und optimiert. Parallel sichern regelmäßige Evaluationen und eine begleitende Bedarfsanalyse die Weiterentwicklung des Ansatzes.Zur Sicherung des Transfers und der Nachhaltigkeit entstehen Open Educational Resources (OER) aus den Lernprozessen der Studierenden. Workshops für Kolleg:innen sowie die Diskussion der Projektergebnisse innerhalb und außerhalb der Universität Bremen tragen dazu bei, die Innovation im Bereich der Lehrer:innenbildung sichtbar zu machen und die dauerhafte Integration praxisorientierter Lehrformate im Fach Deutsch zu unterstützen.
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Laterale Führung in der Projektkoordination
Projektkoordinator:innen in Hochschulentwicklungsprojekten tragen Mitverantwortung für den Projekterfolg, haben aber meist keine formale Weisungsbefugnis gegenüber den Teilprojekten und Projektmitarbeitenden. Diese Maßnahme dokumentiert Strategien für eine wirksame Koordination ohne Hierarchie. Der Ansatz basiert auf drei Säulen: aktive Legitimation durch die Projektleitung, Aufbau tragfähiger Arbeitsbeziehungen zu allen Beteiligten und das Schaffen von erkennbarem Mehrwert für das Gesamtprojekt. Ziel ist es, dass die Koordination als hilfreiche Instanz wahrge-nommen wird, nicht als zusätzliche Kontrollschicht.
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Digitalisierung: Gute Tools allein reichen nicht aus Mit Co3Learn kooperative Lehre neu denken
[Kurzbeschreibung folgt (Anm. StIL)]
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