
Capabilities für die Digitalisierung von Lehren und Lernen
Die Erfahrungen der Corona-Semester haben die Notwendigkeit einer strukturierten Weiterentwicklung der Digitalisierung des Lernens und Lehrens deutlich gemacht, um vorhandene Potentiale flächendeckend auszuschöpfen und qualitativ hochwertige neue digitale Lern- und Lehrformate anbieten zu können. Innovationsidee des Projektes CapaDiLL ist es, basierend auf definierten Lern- und Lehrcapabilities, ein Gesamtkonzept für die Digitalisierung des Lernens und Lehrens zu entwickeln und umzusetzen, welches sowohl auf der Ebene der Studiengänge als auch auf der Ebene der Studierenden und Lehrenden eine kontinuierliche und zielgerichtete Weiterentwicklung des digitalen Lernens und Lehrens sicherstellt. Im Rahmen des Projektes werden zunächst die Lern- und Lehrcapabilites sowie dazugehörige Reifegrade entwickelt. Aus diesen wird dann eine Roadmap zur Weiterentwicklung des digitalen Lernens und Lehrens abgeleitet. Verschiedene Maßnahmen wie Peer-to-Peer Beratungskonzepte und ein digitales Ökosystem Lernen werden umgesetzt, um den Ausbau der Lerncapabilities bei den Studierenden voranzutreiben. Für die Lehrenden werden Bausteine zur individuellen Weiterentwicklung, aber auch übergreifende Konzepte wie digitale Medienlabore angeboten.
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DAFZ mit Nachhaltigkeit
Dem Projektvorhaben liegen Erfahrungen aus langjähriger interdisziplinärer Zusammenarbeit des Instituts für Germanistik zur Sprachförderung für DaF-Studierende zugrunde (vgl. Studieren ohne Sprachbarrieren; Rail.lexis). Im Vorhaben soll ein Themenmodul zur Fremdsprachenlehre für nachhaltige Entwicklung (vgl. SDGs) konzipiert und im Studienprogramm DaF/DaZ an der TU Braunschweig erprobt werden. Auf der Grundlage bestehender theoretischer Konzeptionen, die Sprachenlernen als einen dynamischen, adaptiven Prozess betrachten (Yang, 2021), stehen holistische lernerzentrierte pädagogische Konzepte im Mittelpunkt (u.a. problembasiertes Lernen, CLIL, Multiliteracies und Translanguaging Pedagogy, Design Thinking). Diese konstruktivistischen Ansätze haben sich in Initiativprojekten zur nachhaltigkeitsbasierten Fremdsprachenlehre bewiesen (de la Fuente, 2022). Jedoch werden sie in der Lehrpraxis bisher nur punktuell eingesetzt und in der Lehrerbildung kaum vermittelt, wobei sprachformfokussierte Verfahren größere Aufmerksamkeit bekommen (z.B. Present-Practice-Produce). Durch geeignete Modellbeispiele und Lehr-/Lernformen sollen sich angehende Lehrkräfte der theoretischen Prämissen bewusst werden und die Techniken und Ressourcen für einzelne Ansätze an die Hand bekommen. Die zu erwerbenden Metakompetenzen (agiles Projektmanagement, Leadership, interdisziplinäre Kommunikation) tragen zur Erhöhung der Handlungsfähigkeit angehender Lehrkräfte angesichts globaler Herausforderungen bei.
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Aufbau & Etablierung didaktischer Supportstruktur
Die Maßnahme zielte darauf ab, eine hochschulweite didaktische Supportstruktur aufzubauen, um die zuvor stark technikorientierte Perspektive der digitalen Lehre um fundierte didaktische Begleitung zu ergänzen und Lehrende systematisch zu qualifizieren. Der iterative Entwicklungsprozess integrierte vielfältige Zugangs- und Austauschformate – darunter Hospitationen, Coachings, Sprechstunden, Workshops, didaktische Hochschulveranstaltungen, Kurzvideos der Teilprojekte und Gremienarbeit – und ermöglichte eine Such- und Erprobungsphase mit kontinuierlichem Feedback aus der Lehrpraxis. Als besonders wirksam erwiesen sich die Formate Hospitation und Coaching, und die entwickelten Herangehensweisen, Kommunikationswege und Zugänge wurden nachhaltig in das Angebot des Referats Lehre und Weiterbildung überführt.
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