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Kompetenzen erfolgreichen Studierens

Zunehmend heterogene Voraussetzungen und Kompetenzdefizite quer durch die Fächer (u.a. Grundlagen wissenschaftlichen Denkens und Arbeitens, methodische und fachbezogene Kenntnisse) können den Einstieg in das Studium erschweren und längerfristig zu dessen Abbruch führen. Solche Defizite können in regulären Veranstaltungen nicht vollständig aufgefangen werden, somit droht eine Fortsetzung der nach wie vor gegebenen Selektivität des Bildungssystems. Im vorliegenden Modellprojekt an der Universität Vechta, angesiedelt an der Arbeitsstelle LEHREN DIGITAL am Arbeitsbereich der Pädagogischen Psychologie, werden auf empirischer Basis virtuelle Bildungsbausteine konzipiert und evaluiert, die darauf zielen, vorhandene Lücken der Studierenden zu schließen. Der Arbeitsbereich hat einen in diversen Projekten erprobten, spezifisch differentiell-psychologischen Ansatz entwickelt, bei dem in diesem Vorhaben bestehende fach(un)spezifische Defizite im Rahmen einer Lehrenden- und Studierendenbefragung ermittelt und prototypisch gebündelt werden. Auf dieser Grundlage erfolgt die Entwicklung, Durchführung und Evaluation eines Sets an Bildungsbausteinen, welches der Heterogenität der Studierenden in möglichst hohem Maße gerecht wird. Konzipiert wird ebenso ein Self-Assessment, das als Wegweiser zu den je passenden Bausteinen fungiert. Diese können individuell zusammengesetzt und im Vorfeld des Studiums (etwa als Überbrückung von Wartezeiten) wie studienbegleitend genutzt werden.

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Virtuell begleitetes Selbststudium im erweiterten Bildungsraum.

Die Ergebnisse der Studierenden- und Lehrendenbefragung an der Universität Vechta zur Onlinelehre unter Pandemiebedingungen legen die Notwendigkeit offen, das Selbststudium als zentralem Bestandteil der hochschulischen Gemeinschaft nicht mehr allein mit dem Campus als physischem Ort in Verbindung zu bringen, sondern das Verständnis des Bildungsraums an die Anforderungen der Virtualität anzupassen. Das Projekt ViBeS zielt deshalb darauf, ein ganzheitliches Förderkonzept des Selbststudiums zu entwickeln, das den Bildungsraum konsequent in das Virtuelle erweitert und den Zusammenhang von formalen, non-formalen und informellen Lern- und Interaktionsgelegenheiten berücksichtigt. Das übergreifende Ziel von ViBeS besteht darin, Studierende und Lehrende auf das kompetente, gemeinschaftliche Handeln in diesem erweiterten Bildungsraum vor-zubereiten und das Selbststudium unter dem Gesichtspunkt des sozialen Miteinanders neu zu verorten. Die entwickelten und formativ wie summativ evaluierten Strategien in der räumlichen, sozialen, methodischen, medialen und inhaltlichen Dimension der Digitalisierung werden Hochschulen als (hochschuldidaktische) Rahmenkonzepte in Form von OER-Materialien zur Verfügung gestellt.

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