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Sprachbarrieren in der Anamnese überwinden

Das Projekt „Sprachbarrieren in der Anamnese überwinden“ am Universitätsklinikum Würzburg bereitet Studierende der Humanmedizin und der Hebammenwissenschaft auf interkulturelle und sprachliche Herausforderungen in der klinischen Praxis vor. Studien zeigen, dass bei der Gesundheitsversorgung von Personen mit Migrationshintergrund in Deutschland, im Vergleich zur einheimischen Bevölkerung, häufiger Fehldiagnosen, Fehlversorgung und unzureichende Patientenaufklärung auftreten. Dies wird u.a. auf Sprachbarrieren, soziokulturelle Missverständnisse sowie fehlendes Wissen zu Migration und Flucht zurückgeführt. Die Interaktion und Versorgung von betroffenen Patienten ist im Klinikalltag oft erschwert: Professionelle dolmetschende Fachkräfte könnten helfen, stehen jedoch häufig nicht zur Verfügung, da die Kosten nicht regelhaft von den Krankenkassen übernommen werden.In den Projekt-Modulen erwerben die Studierenden die notwendigen interkulturellen Kompetenzen für eine erfolgreiche Kommunikation mit Menschen aus anderen Kulturkreisen mittels Dolmetschenden und weiteren Übersetzungstools sowie ein Bewusstsein für kulturell unterschiedlich geprägte Vorstellungen von Gesundheit und Krankheit. Das Projekt adressiert eine Lücke in der Ausbildung und trägt somit zu einer Verbesserung der Lehre und langfristig zu einer besseren Versorgung von Patientinnen und Patienten mit Migrationshintergrund bzw. Sprachbarrieren bei. Eine Übertragung auf andere Standorte ist denkbar und wünschenswert.

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