
Eberswalder Studienmodell:Vom Projekt zur Struktur
Die HNEE entwickelt mit dem Eberswalder Studienmodell (EStM) eine zukunftsweisende Lehr-Lernarchitektur mit dem sie ihr Nachhaltigkeitsprofil auch für die Lehre schärft. Im Mittelpunkt steht der integrative Erwerb von Schlüsselkompetenzen für nachhaltige Entwicklung in Verbindung mit Fach- und Methodenkompetenzen sowie intra- und interpersonalen Kompetenzen.Um dieses Modell systematisch in der HNEE zu verankern, werden drei Entwicklungslinien miteinander verwoben: (1) Die Verankerung einer kompetenzorientierten Hochschulbildung für nachhaltige Entwicklung in den Curricula aller Studiengänge, (2) die für deren Umsetzung erforderliche Gestaltung adaptiver physischer, digitaler und hybrider Lernumgebungen und (3) die Entwicklung und Erprobung neuer reflexiver Prozesse der Lernbegleitung. Damit einher geht ein Kulturwandel, der einerseits Lehrende im Sinne einer Scholarship of Teaching zur erfahrungsbasierten und reflektierten Weiterentwicklung von Lehre zu befähigt und andererseits alle Statusgruppen der Hochschule im Sinne eines Whole Institution Approach bei der Entwicklung einer unverzichtbaren Veränderungsaffinität unterstützt. Das EStM bietet anderen Hochschulen eine Blaupause für die Integration von Nachhaltigkeitskompetenzen in die Hochschulbildung. Die bereits erfolgte Erprobung einzelner Elemente und die neue School-Struktur der HNEE bieten ideale Voraussetzungen für eine erfolgreiche Implementierung dieses "großen Wurfs" einer zukunftsorientierten Hochschulbildung.
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Wie gelingt es Studierenden, die Verbindung zwischen Lehrinhalten über Modul- und Semestergrenzen hinweg aufzuzeigen? Wie können Studierende Verbindungen zwischen Themen, auch über verschiedene Fachbereiche hinweg, unmittelbar identifizieren?Hier setzt das Projekt InViWis mit der Idee der interaktiven Wissensvisualisierung an. Ziel ist es, Lehrmaterialien so aufzubereiten, dass inhaltliche Zusammenhänge durch netzwerkartige Visualisierungen deutlich werden. Durch den Einsatz von Technologien wie Linked Data, Natural Language Processing und offenen Webstandards entstehen interaktive Grafiken, die verdeutlichen, wie Themen, Begriffe und Konzepte miteinander in Beziehung stehen. Studierende haben die Möglichkeit, diese Strukturen zu erforschen und durch einen einfachen Klick direkt zu der entsprechenden Stelle im Lehr-Lern-Material zu gelangen.InViWis will Lehrende unterstützen, ihre Unterrichtsmaterialien systematisch zu ordnen, versteckte Verbindungen aufzudecken und die Entwicklung vernetzten Denkens bei Studierenden gezielt zu unterstützen auch über den Rahmen einzelner Module hinaus. Entwickelt wird eine plattformunabhängige Lösung, die explizit Open Educational Resources einbezieht und einfach in verschiedenen Lernmanagement-Systemen integriert werden kann. Das Konzept wird zu nächst im Bereich der Technischen Chemie und Informatik umgesetzt und erprobt. Der Einfluss auf das Lehr-Lern-Erlebnis sowie auf Wissensvernetzung und -erhalt werden untersucht.
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