
Digitale Lehrkompetenz: Förderung innovativer Lehrkonzepte
Ziel der Maßnahme ist es, Lehrenden die Entwicklung eigener innovativer, digitaler Lehrkonzepte zu ermöglichen. Durch eine interne Ausschreibung wurden hochschulweit Ideen ausgewählt, die über ein Jahr via Deputatsreduktion und mediendidaktischen und technischen Support unterstützt wurden. Die Ergebnisse wurden auf einer großen Abschlussveranstaltung präsentiert und im Anschluss digital zur Verfügung gestellt.
Kategorien
Beschreibung
Herausforderung
Lehrenden fehlt es bei der Konzipierung, Umsetzung und Erprobung neuer, innovativer Lehrmethoden und -formaten vor allem an Zeit. Die Maßnahme soll Lehrenden die Freiheit geben, innovative Ideen zu entwickeln, umzusetzen und zu testen, für die im regulären Lehralltag keine Zeit bliebe. Durch das anschließende Teilen der Ergebnisse profitieren Kolleg*innen von den gemachten Erfahrungen. Der Austausch über die entwickelten Konzepte trägt zum Aufbau eines Kulturverständnis der Digitalität bei.
Herangehensweise
Anhand eines ausführlichen Kriterienkatalogs wurde bestimmt, welchen eingereichten Anträge eine Förderung erhielten. Die ausgewählten Ideen erhielten zur Umsetzung eine Deputatsreduktion von 2 SWS über 2 Semester, einen kleinen Förderbetrag sowie mediendidaktischen und technischen Support vom Projektteam. Die jährlich stattfindende Veranstaltung „Tag der Lehre“ dient im Jahr 2023 der Ergebnispräsentation mit Kurzvorträgen der Preisträger*innen sowie einer Posterpräsentation mit der Möglichkeit zum Austausch mit Kolleg*innen der Hochschule. Neben dem Austausch zu den einzelnen innovativen Lehrprojekten, war es das Ziel, dass die Teilnehmenden am Tag der Lehre, zusätzlich zu einer Fachjury, aus den vorgestellten Projekten, die vier besten bestimmten. Die Stimme der Fachjury und der Teilnehmenden zählten jeweils mit 50%.
Im Anschluss dienen eine Onlinegalerie der Projekte, ein Abschlussvideo sowie Videointerviews der Preisträger*innen der weitern internen Bekanntmachung der Lehrprojekte.
Zusammenhang
Die Lehrkonzepte wurden teils im laufenden Lehrbetrieb entwickelt und optimiert, teils vor ihrer Implementierung zunächst gründlich getestet und evaluiert.
Für die Informationen zum Förderpreis, zum Tag der Lehre, deren Austragung und die ausgezeichneten Projekte sowie die Wahl der besten Ideen wurde die in einer Parallelmaßnahme entwickelte Plattform eingesetzt. Interviews mit den Preisträger*innen wurden im Rahmen der in diesem Projekt entwickelten Best-Practice-Videoreihe veröffentlicht.
Voraussetzung
Zur Bewertung der eingereichten Lehrideen und der Entscheidung um die Vergabe der Förderung biete sich eine heterogen zusammengesetzte Jury mit Vertreter*innen aus Hochschulleitung, Lehrenden und Studierenden sowie Mitarbeitenden der Mediendidaktik.
Expertise in Mediendidaktik sowie technische Erfahrungen, insbesondere in den Bereichen Learning-Management-Systeme und Medienproduktion, werden zudem für die Unterstützung der Lehrenden in der Umsetzung ihrer Ideen benötigt.
Nicht zuletzt braucht es die Unterstützung der Dekanate, um Lehrende durch Deputatsreduktion und die Einstellung von Lehrbeauftragten die benötigte Zeit für die Entwicklung und Umsetzung ihrer Ideen zur Verfügung zu stellen.
Eignung
Die Evaluation der Maßnahme fand primär in Form von Interviews der beteiligten Lehrenden statt. Zum Auslauf der Förderperiode wird so zunächst der Verlauf und Stand des Projekts sowie die Maß-nahmen zum Präsentieren der Ergebnisse dargelegt. Weitere Interviews fokussieren sich auf die inhaltlichen Aspekte der Projekte, den Prozess der Weiterentwicklung der Lehre und den Bezug zur Gestaltung der Kultur der Digitalität. Es zeichnete sich ab, dass es Lehrenden zur innovativen Weiterentwicklung der Lehre vor allem an zeitlichen Ressourcen fehlt. Die Maßnahme demonstriert, dass die Förderung solcher Konzepte einen Schnellstart zur Innovation auslösen kann. Dass die geförderten Konzepte im Anschluss in die reguläre Lehre implementiert wurden, unterstreicht die Nachhaltigkeit der Maßnahme.
Vorgehen/Schritte
Für den hochschulweiten Austausch bietet es sich an, die Preisträger*innen und ihre Projekte in möglichst viele Formate zu integrieren. Neben dem Tag der Lehre bieten sich Austausch- oder Good-Practice-Formate an. Um eine möglichst große Anzahl an Kolleg*inne zu erreichen, empfiehlt es sich darüber hinaus an, die Konzepte und Ergebnisse in Form von Videos festzuhalten. Gleichzeitig schafft man so nachhaltig nutzbare Ressourcen.
Hinweise
Effekte
Um Wünschen der Lehrenden nach verstärktem face-to-face-Austausch nachzugehen, wird die ursprünglich als rein digital ausgelegte Abschlussveranstaltung zur Ergebnispräsentation stattdessen hybrid ausgetragen. Der intensiv stattfindende Austausch in den Phasen zwischen den Vorträgen der Preisträger*innen verdeutlicht, dass es sich dabei um die richtige Entscheidung gehandelt hat. Ebenfalls im positiven Sinne trifft ein, dass die durch den Förderpreis ermöglichte Unterstützung bei der Ausarbeitung innovativer Lehrkonzepte schnell und nachhaltig zur Weiterentwicklung der Lehre beiträgt. Alle ausgearbeiteten Konzepte werden im Anschluss an die Förderphase in die Lehre integriert. Ein großer Teil der Preisträger*innen plant darüber hinaus, die entwickelten Methoden und Materialien auszubauen oder auf andere Lehrveranstaltungen oder Module zu übertragen.
Learnings
Innovationen entfalten eine nachhaltige Wirkung durch Vernetzung und Austausch.
Methoden
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