
Flexibel kombinierbare Cross-Reality Labore in der Hochschullehre: zukunftsfähige Kompetenzentwicklung für ein Lernen und Arbeiten 4.0
Konzepte zur Digitalisierung der Laborausbildung wie Simulationen, virtuelle Laborumgebungen oder Remotelabore, die unter dem Sammelbegriff Cross-Reality-Labore (CrossLabs) zusammengefasst werden, haben nicht erst in der aktuellen Pandemiesituation ihre Leistungsfähigkeit und Flexibilität bewiesen. Obwohl das Potenzial einer hochschulübergreifenden Nutzung offensichtlich ist, bleiben diese aber hochschul-lokal isoliert. Trotz inhaltlicher Überdeckung lassen sich die festgefügten Installationen, die auf die didaktischen Erfordernisse an einem Standort zugeschnitten wurden, nicht aus dem Kontext (Vorkenntnisse der Studierenden, individuelle Schwerpunkte, Umfang der Aufgabenstellung) einer anderen Hochschule heraus nutzen. CrossLab zielt auf die Etablierung eines hochschulübergreifenden, interdisziplinären Netzwerkes von digitalisierten Labormodulen, die vergleichbar mit den Konzepten der Industrie 4.0, bedarfsbezogen in einer Lernumgebung für studierenden-zentrierte Lehre kombiniert werden können. Dafür werden durch die Partner TU Bergakademie Freiberg, TU Ilmenau, TU Dortmund und der NORDAKADEMIE sowohl auf didaktischer, technischer und organisatorischer Ebene Lösungen entwickelt und evaluiert.
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Einsatz digital unterstützter Fragen zur Individualisierung von Tutorien
In den bestehenden mathematischen Lehrkonzepten an Hochschulen ist eine individuelle Förderung aufgrund mangelnder Zeit- und Personalressourcen in der Regel nicht möglich. Dieses Problem soll in diesem Projekt an der DHBW Mannheim durch folgendes Vorgehen adressiert werden: Durch digitale Kurztests in den Vorlesungen (unterstützt durch manuelle Auswertungen) werden die Problemfelder einzelner Studierender individuell erhoben. Aufgrund der Ergebnisse werden die Kursteilnehmer in Kleingruppen eingeteilt. In Tutorien werden diese Problempunkte individuell durch Dozenten und Hilfskräfte angesprochen und mit speziell dafür erstellten Beispielen und Übungsaufgaben adressiert. Zusätzlich werden digitale Übungsaufgaben und Materialien bereitgestellt, die eine weitere individuelle Bearbeitung der Problemfelder ermöglichen. Eine wichtige Rolle spielt dabei der Aufgabentyp STACK, der durch Anbindung an ein Computeralgebrasystem und durch differenzierte Rückmeldbäume eine automatisierte Fehleranalyse und darauf basierende Lernempfehlungen ermöglicht. Begleitende wissenschaftliche Auswertungen dienen der Erfolgskontrolle der Konzepte und der Evaluierung der Ergebnisse.
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Laterale Führung in der Projektkoordination
Projektkoordinator:innen in Hochschulentwicklungsprojekten tragen Mitverantwortung für den Projekterfolg, haben aber meist keine formale Weisungsbefugnis gegenüber den Teilprojekten und Projektmitarbeitenden. Diese Maßnahme dokumentiert Strategien für eine wirksame Koordination ohne Hierarchie. Der Ansatz basiert auf drei Säulen: aktive Legitimation durch die Projektleitung, Aufbau tragfähiger Arbeitsbeziehungen zu allen Beteiligten und das Schaffen von erkennbarem Mehrwert für das Gesamtprojekt. Ziel ist es, dass die Koordination als hilfreiche Instanz wahrge-nommen wird, nicht als zusätzliche Kontrollschicht.
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Schmitz, Sigrid & Schütze, Judith (2024): Lehrende unterstützen: das neue Projekt Gendering MINT didaktisch-digital am ZtG.
Das Projekt Gendering MINT didaktisch-digital, gefördert durch StIL 2023-2026, wird in desem Blogbeitrag vorgestellt. Als Folgeprojekt zum Portal Gendering MINT digital, dessen OER Studierende für das Selbststudium und die gemeinsame Arbeit in Lehrveranstaltungen nutzen, richtet sich Gendering MINT didaktisch-digital an Lehrende der Naturwissenschaften und Technik, die Unterstützung benötigen. in fachliche und genderbezogener Doppelkompetenz und verteifende didaktische Ansätze benötigen, um Studierende anzuregen und anzuleiten, die gesellschaftliche Einbindung von Wissensproduktion in den eigenen Fächern zu reflektieren. In: Genderblog des ZtG, 11.01.2024, https://genderblog.hu-berlin.de/lehrende-unterstuetzen-das-neue-projekt-gendering-mint-didaktisch-digital-am-ztg/
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