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Lesen im Zeitalter der Digitalität

Lesen im Zeitalter der Digitalität erfordert weitreichende Fähigkeiten. Diese Kompetenzen analytisch zu fassen und Ansätze zu ihrer Vermittlung in Schule und Hochschule aufzuzeigen, ist Gegenstand von im Projekt entwickelten Selbstlerneinheiten, die im Kontext der Lehrer:innen(fort)bildung und der Entwicklung von Multi-Text-Lesekompetenz in der Studieneingangsphase eingesetzt werden können.

Kategorien

Bitte nennen Sie bis zu fünf Stichwörter, die den Inhalt Ihrer Maßnahme aussagekräftig beschreiben.
Lesekompetenz
Digitales Lesen
Lesedidaktik
Mutli-Text-Verstehen
Textverstehen
Zielgruppe(n)
Wissenschaftliche Mitarbeiter:innen/LfBA
Tutor:innen/stud. Mentor:innen
Studierende
Professor:innen
Lehrbeauftragte
Hochschul-, Fachbereichs-/Fakultätsleitung
(Fach-)Öffentlichkeit
Akteur:innen außerhalb der Hochschule
Handlungsfeld & Aktivität(en)
Projektkoordination
Wissenstransfer/Dissemination entwickeln
Technisch-räumliche Infrastruktur
Plattformen/Portale entwickeln
Lehr-/Lernumgebungen entwickeln
Lehr-/Studienangebote
Lehr-/Lernmaterialien entwickeln
Lehrkonzepte/-formate entwickeln

Beschreibung

Herausforderung

Aspekte digitaler Lesekompetenz sind in Schule und Hochschule noch vergleichsweise wenig bekannt: In der Schule ist häufig nicht deutlich, wie das Verhältnis des Erwerbs von Print- und digitalen Lesekompetenzen zu sehen ist und wie beides didaktisch unterstützt werden kann. In der Hochschule wird Multi-Text-Verstehen häufig bereits in der Studieneingangsphase vorausgesetzt und der Erwerb entsprechender Fähigkeiten nicht systematisch unterstützt.

Herangehensweise

Es wurden OER-Selbstlerneinheiten entwickelt, die Aspekte digitaler Lesekompetenz thematisieren. Die Einheiten wurden für unterschiedliche Adressat:inenngruppen zu Selbstlernkursen zusammengestellt. Die Selbstlerneinheiten und -kurse liegen im H5P-Format vor, so dass sie in unterschiedliche Lernplattformen integriert werden können; sie können zu unterschiedlichen nicht kommerzielle Zwecke übernommen oder adaptiert werden.

Zusammenhang

Einige Selbstlerneinheiten wurden in Hochschulseminaren erprobt. Das Konzept und die Umsetzungen wurden mittels kollegialer Erprobung und Feedbackrunden evaluiert.

Voraussetzung

Dsa Durchlaufen der Selbstlerneinheiten bzw. -kurse ist selbsterklärend. für die Erprobung waren daher keine keine besonderen Voraussetzungen oder Bedingungen relevant. Sinnvoll ist eine gewisse Vertrautheit mit Konzepten der Leseförderung – diese werden aber im Rahmen der Einheiten auch erläutert.

Eignung

Wenn Wissen zu Lesedidaktik und/oder (digitaler) Lesekompetenz vorhanden ist, können der Aufbau bzw. die Konzeption der Selbstlerneinheiten leicht nachvollzogen werden. Ansonsten können Nutzende den Aufbau und Inhalt nachvollziehen und auf konzeptionelle Klarheit und Wissensgewinn hin prüfen.

Schritte

Es sollte zunächst überlegt werden, wer Adressat:innen sind bzw. über welches Wissen zu digitalem Lesen Adressat:innen verfügen. Je nachdem können die Kurse bzw. Einheiten, übernommen und ggf. adaptiert werden. In jedem Fall ist eine Auseinandersetzung mit den Kursen bzw. Kursbestandteile nötig, um eine adressa-tengerechte Bereitstellung der Selbstlernkurse zu ermöglichen. Kentnnisse/Fähigkeiten im Umgang mit H5P sind sinnvoll.

Hinweise

Effekte

Wechselwirkungen ergaben sich aus der Kooperation mit einem anderen Projekt am Arbeitsbereich: Im Projekt DigiNICs wurden Lehrer:innenfortbildungen zu digitalitätsbezogenen Kompetenzen im Lese- und Literaturunterricht als H5P-Elemente erarbeitet. Es kam zu einem umfangreichen inhaltlichen und auf die Umsetzung der Fortbildungen in H5P bezogenen Austausch. Gemeinsam wurden Konzepte zu Vermittlung von Kompetenzen zum digitalen Lesen sowie H5P-Inhalte erarbeitet, jeweils eigene H5P-Elemente wruden wechselseitig übernommen.

Learnings

Ein zentrales Learning im Kontext der Entwicklung von OER-Selbstlerneinheiten als H5P-Elemente war, dass Austausch und die Kooperation mit ähnlich gelagerten Projekten bzw. mit inhaltlichen und/oder technischen Spezialist:innen sinnvoll ist. Die Übertragung von (i.d.R. textförmig vorliegendem) wissenschaftlichem Wissen in Fortbildungseinheiten im H5P-Format erfordert neben Überlegungen zu Strukturierungen und komprimierten Darstellungsformen auch kreative Ansätze, vernetztes Denken, technische (H5P-)Kenntnisse und ein gewisses „Know-How“ für die angemessene Abbildung von Inhalten in H5P. Ein weiteres Learning im Projekt war, dass Fragen nach der technischen Umsetzung von elektronischen Learning-Designs immer auch am Wissen der Mitarbeitenden zu Lösungsmöglichkeiten hängt, die aber nicht notwendig Spezialist:innen in dem Bereich sind. Konzeptionelle Überlegungen, Abwägung von Vor- und Nachteilen und Alternativen sollte mit spezialisierten Kolleg:innen vorgenommen werden.

Empfehlung

Im Kontext der Planung und Entwicklung von elektronischen Learning-Designs macht es Sinn, immer wieder Kolleg:innen anzusprechen etc. die einen Überblick über technische Umsetzungsoptionen haben und die Chancen und Herausforderungen unterschiedlicher Tools kennen. Zudem macht es Sinn, Voraussetzungen und Bedarfe von Adressat:innen elektronischer Learning-Designs mit diesen vor und parallel zu Erprobungen zu eruieren.

Tipps

Das theoretische Gerüst bzw. Darstellungskonzept und die Einzeldarstellungen in den Learning-Designs in LZD sollten jeweils zunächst für sich und dann im Zusammenspiel wahrgenommen werden: Bei Adaptionen sollten jeweils beiden Ebenen berücksichtigt bzw. (nicht) modifiziert werden, also der Aufbau bzw. die Struktur und die Einzeldarstellungen.

Methoden

Empfohlen

Formate
Intensiv-Workshops mit Peers zur Entwicklung von elektronischen Learning-Designs in Formaten, die für ein Projekt relevant sind.

Nicht Empfohlen

Formate
Workshops zur technischen Handhabung von elektronischen Learning-Designs können nur ein Anfang sein. Es kommt auch auf Austausch etc. im Kontext der Umsetzung konkreter Anliegen mit Personen an, die bereits viel Erfahrung mit der Umsetzung entsprechender elektronischer Formate haben.

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