
Kontroversen begleiten mit Argumentlandkarten
Der konstruktive Umgang mit Kontroversen ist eine wichtige Qualifikation für Studierende. Dieses Projekt soll Lehrinhalte und -konzepte entwickeln, mit denen Studierende Kompetenzen in der konstruktiven Begleitung von Kontroversen erwerben und trainieren können. Sie üben sich darin, relevante Argumente und deren Beziehungen zueinander zu analysieren, sie angemessen darzustellen und solche Darstellungen konstruktiv in den weiteren Verständigungs- und Lösungsprozess einzubringen. Dazu soll die Methode der Argumentlandkarten genutzt werden (Argument Mapping): Grafiken mit Aussagen und Argumenten, die durch grüne Pfeile (Begründung) und rote Pfeile (Kritik) vernetzt sind. Die Studierenden sollen einüben, Argumentlandkarten zu entwerfen, im Dialog mit den Beteiligten zu evaluieren und zu überarbeiten und sie schließlich konstruktiv in die Unterstützung der Entscheidungs- und Lösungsfindung einzubringen. Das Projekt soll dazu (1) allgemeine und transferierbare Open Educational Resources (OER) sowie (2) spezifische Konzepte für deren Einsatz in verschiedenen Lehr- und Lernformaten entwickeln und erproben. Dazu gehören fachliche Veranstaltungen in der Philosophie, Veranstaltungen zu interdisziplinären Themen für Studierende aller Fächer sowie Bürger:innenbeteiligungs-Seminare zu öffentlichen Kontroversen, in denen interessierte Personen im Sinne der partizipativen Wissenschaftskommunikation in Diskussionsrunden eingebunden werden, die Studierende konstruktiv begleiten.
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Landschaftslabor HafenCity Universität Hamburg
Im Rahmen des Landschaftslabors entsteht eine 1:1-Plattform, bei der Studierende gemeinsam mit Lehrenden und Akteur:innen aus Forschung, Praxis und Zivilgesellschaft an der Entwicklung; innerstädtischer Begrünungssysteme sowie nachhaltiger Produktions- und Anbauformen von Pflanzen und Nahrungsmitteln im urbanen Kontext arbeiten. Das Labor fungiert als ko-kreativer Lehr- und Lernraum, der einen reflexiven Landschaftsansatz und ein Learning by Doing ermöglicht. Im Fokus steht das forschungsorientierte Lernen der Studierenden durch die praxisorientierte Befassung mit radikal ressourcenschonenden und klimaangepassten Ansätzen zur Förderung von Grün und Biodiversität im urbanen Raum. Die Studierenden werden befähigt, konzeptionelle und praktische Beiträge zur nachhaltigen Entwicklung von Metropolen zu leisten, deren Wirkungen in Bezug auf die Verbesserung des Stadtklimas, Wasserhaushalts und Förderung der Biodiversität und die Gestaltung nachhaltiger Lebensräume zu verstehen und zu reflektieren. Die Planung, Realisierung, Bewirtschaftung und Pflege in Verbindung mit empirischen Untersuchungen durch Messungen, Beobachtungen und Interviews, sowie die Durchführung von Aktionen, Workshops und Veranstaltungen, fördern die Einbindung von Studierenden in forschungsorientierte Lernprozesse und verbinden fachliche Lehrinhalte mit gesellschaftlichen Engagement und der Übernahme von Verantwortung (Service-Learning) und die Bearbeitung von echten Problemstellungen (Challenge-based Learning).
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Informelle Koordinationswege aufbauen und nutzen
Formale Projektstrukturen – Steuerungsgruppen, Dienstwege, Gremien – bilden die Koordinationsbedarfe interdisziplinärer Hochschulprojekte oft nur unvollständig ab. Informelle Koordinationswege sind daher kein Zeichen mangelhafter Organisation, sondern notwendiger Bestandteil der Projektarbeit in lose gekoppelten Hochschulstrukturen. Die Maßnahme beschreibt, wie Projektkoordinator:innen informelle Koordination bewusst gestalten können: durch den Aufbau persönlicher Netzwerke, die Identifikation von Schlüsselpersonen mit Zugang zu Entscheidungsträger:innen und die situationsangemessene Wahl zwischen formalen und informellen Wegen. Dabei geht es nicht um die Umgehung formaler Strukturen, sondern um deren produktive Ergänzung – bei gleichzeitiger Reflexion der Grenzen: Informelle Wege können Transparenz untergraben und Personen ohne Netzwerkzugang benachteiligen. Die Maßnahme zeigt, wie diese Balance gehalten werden kann.
Maßnahme anzeigen
Digitale Lehr- und Lernlabore zur Förderung digitalitätsbezogener Professionskompetenzen in der Lehrkräftebildung
[Kurzbeschreibung folgt (Anm. StIL)]
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