
Digitale Zwillinge für kolllaborative Remote-Labs
Laborarbeit ist essenziell für die Forschungskompetenz in MINT-Studiengängen, unterliegt jedoch Ressourcenbeschränkungen. Während Remote-Labs logistische Probleme lösen, fehlt ihnen oft die für effektives Lernen wichtige soziale Kollaboration, die Williams und Layman (2007) als zentral für die Berufswelt betonen. Unser Projekt entwickelt ein didaktisch fundiertes Konzept für digitale Zwillingslabore mit Fokus auf Kollaborationen im Labor. Anders als bisherige Ansätze, die nach Blackwell et al. (2024) meist nur traditionelle Lehrmethoden digitalisieren, fokussieren wir uns auf zwei neue Aspekte: die Anpassung von Instrumenten zur Identifikation individueller Kollaborationsschwächen und die Implementierung adaptiver Unterstützungssysteme im digitalen Zwilling. Die Verbindung von VR-Technologie mit evidenzbasierten didaktischen Konzepten schließt eine wichtige Forschungslücke. Der von Deiglmayr (2018) betonte Fokus auf adaptive Unterstützung zur Förderung der Selbstregulation ist ein Kernaspekt. In vier Arbeitspaketen entwickeln und erproben wir ein Modell zur Klassifikation von Kollaborationsanforderungen, erstellen individuelle Kollaborationsprofile, implementieren ein VR-gestütztes Zwillingslabor mit personalisierten Aufgaben und evaluieren die Wirksamkeit durch Vorher-Nachher-Messungen in realen Laborumgebungen. Das Projekt verbessert sowohl individuelle Kompetenzen als auch die Ressourceneffizienz der Laborlehre in MINT-Studiengängen.
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Digitale Lernumgebung mit integrierter Methodenbasis und adaptivem, partizipativ erstelltem Peer-Feedback-Konzept
Die eigene Lehrerfahrung zeigt, dass Studierende in der Vorbereitung von Projekt- und Bachelorarbeiten besonders viel Orientierung und Sicherheit hinsichtlich der Kriterien brauchen, die innerhalb der Disziplin und im Studium an diese Arbeiten gestellt werden. Ziele des Projekts sind, Studierende der Gesundheitsstudiengänge an der DHBW bei der Planung und Präsentation von Forschungsprojekten zu unterstützen und ihre Reflexionskompetenz vor dem Hintergrund der Anforderungen, die diesbezüglich innerhalb der Disziplin gestellt werden, zu stärken. Hierzu soll eine digitale Lernumgebung mit integrierter Methodenbasis und adaptivem, partizipativ erstelltem Peer-Feedback-Konzept (Peer-Feedback-Map) etabliert werden. Die Lernumgebung verzahnt eine digitale Methodenbasis mit einem darauf aufbauenden didaktischen Peer-Feedback-Konzept, welches die partizipative Entwicklung von Reflexionskriterien sowie die Umsetzung von Peer-Feedback im Bereich studentischer Forschung fördert. Die Methodenbasis stellt gebündelt Wissen zu Planung und Präsentation von Forschung im Bachelorstudium des Gesundheitswesens bereit und die finale Version der Peer-Feedback-Lernumgebung enthält anpassbare Kriterien für deren Reflexion. Beides ist im Learning Management System (LMS) bereitgestellt, kann mit Lehrveranstaltungen verzahnt oder zum selbstorganisierten Lernen verwendet werden.
Projekt anzeigen
Kollaborative Lehrveranstaltungen umsetzen
Zur Förderung und Vermittlung kollaborativer Kompetenzen wurde im Wintersemester 2023/24 eine Blockveranstaltung für Studierende aus Hannover, Braunschweig und Göttingen veranstaltet. Ziel war es, Kollaboration für Studierende zugänglich und erlebbar zu machen. Am Ende der Lehrveranstaltung erar-beiteten die Studierenden in Kleingruppen Beiträge für ein Dossier des Hochschulforums Digitalisierung.
Maßnahme anzeigen
Enhancing the Peer-Feedback Process Through Instructional Support: A Meta-Analysis
[Kurzbeschreibung folgt (Anm. StIL)]
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