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Co-Creation-Hub for Futures Literacy

Das Projekt zielt darauf, Futures Literacy (FL) als Schlüsselkompetenz des 21. Jh. in der Lehre zu erproben und zu kultivieren. FL befähigt dazu, alternative Zukünfte zu imaginieren, kritisch zu reflektieren und mitzugestalten. Diese Fähigkeiten werden angesichts eines weit verbreiteten „Zukunftsvakuums“ (Rheingold Institut 2021) und damit einhergehender Zukunftsängste;aufgrund bspw. der Klimakrise, sozialer Ungleichheit und globaler Umbrüche, immer bedeutsamer.Das Projekt richtet sich an alle Studierenden,;insbes. des Lehramts – im Sinne des Profils der Uni Hildesheim (UHi) –, die FL erwerben, um sie im zukünftigen Unterricht anzuwenden und bei Schüler:innen zu fördern.Als Community of Practice entwickeln Studierende und Lehrende fortlaufend interdisziplinär einsetzbare FL-Lernimpulse (z.?B. Zukunftsdialoge mit KI-gestützen Avataren, Planspiele). Hierauf aufbauend werden in einer eigens konzipierten Lehrveranstaltung Studierende als Faciliator:innen für FL qualifiziert. Diese bringen anschließend Lernimpulse in Sitzungen verschiedener Lehrveranstaltungen ein und fördern so FL bei ihren Peers. So wird FL nicht nur;theoretisch erschlossen,;sondern praktisch erprobt.Die Ergebnisse dieses Zyklus werden in einem Co-Creation-Hub – als gemeinsamen Lern- und Gestaltungsraum – gebündelt, weiterentwickelt und verstetigt. Durch die interdisziplinäre Verankerung des Projekts an zentralen Einrichtungen der UHi wird eine breite Zielgruppe erreicht und FL in der Lehre implementiert.

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Projekt 101089
Projekt

Musik als gesellschaftliche Praxis

Angesichts zahlreicher gesellschaftlicher Veränderungsprozesse unserer Zeit sieht sich auch der Musikbetrieb und die Kunstform Konzert mit einem Wandel konfrontiert: Es ist notwendig geworden, das Selbstverständnis, Musik als sog. Hochkultur einseitig an ein Publikum weiterzugeben, zugunsten von Öffnungsprozessen und Begegnungsräumen mit einer sich diversifizierenden Gesellschaft zu verändern. Das Projekt richtet sich an Studierende der künstlerisch-pädagogischen Studiengänge und befähigt sie, Haltungen, Konzepte und konkrete Projekte künstlerischer Musikvermittlung zu entwickeln, die Begegnungen zwischen Kunst und Mensch, zwischen Institution und Gesellschaft schaffen und in denen sie sich mit Musik im gesellschaftlichen Kontext auseinandersetzen. Außerdem macht sich das Projekt zur Aufgabe, dieser Perspektive innerhalb der Hochschule einen Diskursraum zu geben. Herzstück des Projektes bilden Lehr-Lern-Labore, in denen Studierende gemeinsam mit Bürger*innen der Stadt kollaborativ Musikprojekte entwickeln und praktisch erproben. In weiteren Lehrformaten, wie einer Workshop- und Vortragsreihe oder einer Fachtagung, beschäftigen sich Studierende mit künstlerischen, pädagogischen und wissenschaftlichen Zugängen zu Musikvermittlung. Das Projekt fungiert zudem als Knotenpunkt zwischen Studiengängen innerhalb der Hochschule, zwischen Hochschule und Gesellschaft, zwischen Ausbildung und Berufspraxis, sowie zwischen Praxis und Wissenschaft.

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Während des kooperativen Lernens können vielfältige Probleme auftreten, die es für Gruppen erforderlich machen, wirksame Regulationsprozesse einzusetzen. Bislang ist wenig darüber bekannt, (a) welche Arten von Strategien Lernende in solchen Gruppen typischerweise anwenden, um ihr Lernen zu regulieren, und (b) auf welchen sozialen Ebenen (Selbst‑ vs. Co‑ vs. geteilte Ebene) sie diese Strategien einsetzen, um unterschiedlichen Arten von Problemen Rechnung zu tragen, die während der Zusammenarbeit auftreten können. Um diese Fragen zu untersuchen, entwickelten wir vier Fallvignetten, die eine Lerngruppe bei der Prüfungsvorbereitung beschrieben, wobei Probleme systematisch in einem 2×2‑Within‑Subjects‑Design variiert wurden (Vorhandensein vs. Nicht‑Vorhandensein motivationaler bzw. verständnisbezogener Probleme). N = 278 Studierende wurden gebeten zu beschreiben (a) welche Strategien und (b) auf welchen sozialen Ebenen sie diese Strategien in jeder der vier Problemsituationen einsetzen würden. Die Ergebnisse zeigten, dass Studierende auf motivationale Probleme mit mehr motivationalen, jedoch weniger kognitiven Strategien reagieren und auf verständnisbezogene Probleme mit mehr kognitiven, aber einem ähnlich hohen Einsatz motivationaler Strategien. Damit scheinen Studierende motivationale Probleme in einer problemsensitiveren Weise anzugehen als verständnisbezogene Probleme – ein Befund, der sich auch über die verschiedenen sozialen Ebenen hinweg zeigte.

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