
WueCAST - Kommunikation, Aufmerksamkeitsökonomie, Selbstregulation, Transfer
Im digitalen Zeitalter ist Aufmerksamkeit zu einer kostbaren Ressource geworden - Shortform Video Content und Social Media Posts, die sofortige Gratifikation versprechen, existieren neben universitären Veranstaltungen, die eine tiefgehende Auseinandersetzung mit komplexen Inhalten erfordern. In diesem Spannungsgefüge treten zunehmend Ablenkung, Überforderung und Prokrastination als neue Problemfelder in Erscheinung, die gleichermaßen das didaktische Handeln von Lehrenden sowie die emotionale Regulationsfähigkeit von Studierenden herausfordern. Das Projekt WueCAST entwickelt aus dieser Problemlage heraus Lehrkonzepte, gamifizierte Guides und kooperative Austauschformate, die auf die individuellen Bedürfnisse von Studierenden und Lehrenden zugeschnitten sind. In einem modularen, videobasierten Guide erweitern Studierende spielerisch ihr Wissen über metakognitive Kompetenzen und entdecken konkrete Techniken, um ihre Lernaktivitäten selbst erfolgreich zu planen und zu regulieren. Lehrende erfahren in Blended-Learning-Kursen, wie sie individualisierte, adaptive Lernumgebungen konzipieren, die im Sinne lernförderlicher Kommunikation die soziale Ko-Konstruktion von Unterricht fokussieren und somit die Aufmerksamkeit der Studierenden zielgerichtet lenken. Die im Projekt entwickelten Angebote sind aufeinander abgestimmt, aufgrund ihrer Modulstruktur flexibel einsetzbar, nachhaltig nutzbar und werden nach Projektende als OER zur Verfügung gestellt.
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Tutorienarbeit vernetzt und nachhaltig gestalten
Das Projekt fördert und stärkt die Tutorienarbeit bundesweit und regional. Mit besserer Sichtbarkeit und größerer Reichweite des Netzwerkes kann Tutorienarbeit verankert und zu einem Must-have in der Hochschullandschaft werden. Netzwerkstrukturen werden konsolidiert und die Netzwerker:innen durch Weiterbildungsmaßnahmen stärker professionalisiert. Ein Train-the-Trainer-Kurs wird für wissenschaftliche Mitarbeitende und Tutor:innen etabliert. Ein Leitbild Tutorienarbeit und damit verbunden ein Leitfaden mit Handlungsempfehlungen für die Praxis, adressiert an Hochschulleitungen und Lehrende, sollen helfen, die Qualifizierung und Zertifizierung von Tutor:innen nachhaltig zu implementieren, um die Qualität von Studium und Lehre zu verbessern. Eine attraktive Webseite, eine Open-Access-Plattform für die langfristige Sicherung von Wissen sowie ein deutschlandweiter Tag der Tutorienarbeit werden aufgebaut. Regelmäßige (hybride) Netzwerktreffen sowie Klausurtagungen stärken eine innovative Kultur der Kommunikation nach innen und außen und optimieren Lehre auf Augenhöhe. Ausgewählte Netzwerker:innen (Sidekicks) tragen zukünftig gemeinsam mit Tutor:innen zur Skalierung dieser Aktivitäten bei.
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Sensibilisierung für Barrierefreiheit in der Lehre
Die heutige Studierendenschaft ist vielfältig – zum Glück! Deutsche Hochschulen sind dazu verpflichtet, dieser Vielfalt gerecht zu werden und allen Interessierten die Teilhabe an einem Studium zu ermöglichen. Dafür fehlt es aber häufig noch an Bewusstsein für verschiedenste (digitale) Barrieren, auf die Studierende stoßen und die ein chancengerechtes Studium be- oder sogar verhindern können. Um für die Bedarfe von Studierenden mit Beeinträchtigungen zu sensibilisieren, wurde "BlindDate" entwickelt. "BlindDate" ist eine digitale Plattform, die Lehrenden eine Begegnung mit virtuellen Studierenden mit verschiedenen studienerschwerenden Beeinträchtigungen ermöglicht. Die "Personas" zeigen typische Barrieren in ihrem Studienalltag, sowie Strategien zur Bewältigung derselben, auf und steigern so das Bewusstsein der Nutzenden. Zusätzlich sollen konkrete Handlungsempfehlungen Lehrpersonen helfen, Barrieren in der eigenen Lehre abzubauen oder - besser - gar nicht entstehen zu lassen.
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Chattest du nur oder lernst du auch? Lernen mit KI fördern.
Generative KI nutzen kann jede:r – aber kann KI wirklich beim Lernen helfen? Zwei Hochschulkurse mit über 2000 Teilnehmenden zeigen: Der Schlüssel liegt nicht in der Technologie, sondern im bewussten Umgang mit ihr. Was passiert, wenn Studierende KI nicht als digitalen Ghostwriter, sondern als Lernpartner entdecken? Dieser Blogbeitrag über eine interinstitutionelle Kooperation zwischen der FernUniversität Hagen und der Hochschule Koblenz liefert spannende Erkenntnisse über effektives Lernen mit KI.
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