
Tutorienarbeit vernetzt und nachhaltig gestalten
Das Projekt fördert und stärkt die Tutorienarbeit bundesweit und regional. Mit besserer Sichtbarkeit und größerer Reichweite des Netzwerkes kann Tutorienarbeit verankert und zu einem Must-have in der Hochschullandschaft werden. Netzwerkstrukturen werden konsolidiert und die Netzwerker:innen durch Weiterbildungsmaßnahmen stärker professionalisiert. Ein Train-the-Trainer-Kurs wird für wissenschaftliche Mitarbeitende und Tutor:innen etabliert. Ein Leitbild Tutorienarbeit und damit verbunden ein Leitfaden mit Handlungsempfehlungen für die Praxis, adressiert an Hochschulleitungen und Lehrende, sollen helfen, die Qualifizierung und Zertifizierung von Tutor:innen nachhaltig zu implementieren, um die Qualität von Studium und Lehre zu verbessern. Eine attraktive Webseite, eine Open-Access-Plattform für die langfristige Sicherung von Wissen sowie ein deutschlandweiter Tag der Tutorienarbeit werden aufgebaut. Regelmäßige (hybride) Netzwerktreffen sowie Klausurtagungen stärken eine innovative Kultur der Kommunikation nach innen und außen und optimieren Lehre auf Augenhöhe. Ausgewählte Netzwerker:innen (Sidekicks) tragen zukünftig gemeinsam mit Tutor:innen zur Skalierung dieser Aktivitäten bei.
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Tutorien zur Vorlesung "Einführung in die Sprachdidaktik"
Die "Einführung in die Sprachdidaktik des Dt." muss an der RWTH Aachen aus kapazitären Gründen als Vorlesung gehalten werden (während die Literaturdidaktik in Seminarform unterrichtet wird.) Der Praxis- und Anwendungsbezug sowie die Herstellung von Theorie-Praxis-Bezügen kommen daher zwangsläufig zu kurz. Im Rahmen dieses Projekts wird ein Konzept für schulformspezifische Tutorien zur Vorlesung entwickelt, im Rahmen derer Studierende lernen, durch praxisorientierte Lernangebote die Inhalte der Vorlesung reflektierend zu vertiefen und auf schulpraktische Kontexte hin anzuwenden. Die Lernangebote sollen den Studierenden je nach studierter Schulform (Gymnasium/Gesamtschule oder Berufskolleg) - konkrete Diagnoseinstrumente zur Erhebung sprachlicher Kompetenzen vorstellen, - Leistungsdiagnosen auf Grundlage von authentischen Schülertexten, Ton- und Filmaufnahmen ermöglichen, - die Erprobung und Reflexion von Möglichkeiten der Leistungsbewertung an konkreten Schülerleistungen ermöglichen sowie - Maßnahmen zur Förderung sprachlicher Kompetenzen (Sprechen, Zuhören, (Recht-)Schreiben, Lesen, Sprachreflexion, Wortschatz) vorstellen. Die Lernmaterialien werden auf der elektronischen Lernplattform moodle zur Verfügung gestellt. Im Anschluss an den ersten Durchgang werden die Tutorien evaluiert und überarbeitet. Da die Vorlesung Einführung in die Sprachdidaktik jedes Semester stattfindet, sollen die Tutorien langfristig, ggf. auch als E-Learning-Selbstkurs etabliert werden.
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Digitale Selbstlerneinheiten für Future Skills
Die Maßnahme entwickelt modular aufgebaute Selbstlerneinheiten zu Selbst-, KI- und Medienkompetenz mit Fokus auf digitale Lernfähigkeit und Future Skills. Die fünf Einheiten sind: LIVE: Grundlagen zu (Selbst-)Motivation, Selbstreflexion und Praktiken zur Stärkung der Eigenmotivation. LEARN: Lernstrategien und Selbstregulation für effektives, nachhaltiges Lernen. CREATE: Produktion medialer Inhalte und Aufbau einer Personal Learning Environment. ENGAGE: Stärkung kommunikativer Kompetenzen online und offline. DIGITAL WORLD: Medienwissen, Medienkritik, Mediensysteme und Medienwirkungen. Ziel ist, Lernende und Lehrende zu befähigen, sich selbstorganisiert und medienkritisch in dynamischen Arbeits- und Lebenswelten zu bewegen. Praxisnahe Tools, Reflexionsaufgaben und H5P-Module fördern Transfer und nachhaltige Kompetenzentwicklung.
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Flexibilisierung von Konferenzformaten – Perspektiven auf Inverted-Classroom-Tagungen
Der Beitrag vergleicht Konferenzerfahrungen von Teilnehmenden einer Inverted-Classroom-Tagung mit Präsenztagungen. Während die Perspektive der Teilnehmenden bei ‚klassischen‘ Formaten untersucht wurde, fehlt es an Einblicken wie Tagungsteilnehmende ‚moderne‘ Konferenzformate bewerten. Im Fokus steht die Frage, welche Unterschiede zwischen den verschiedenen Formaten wahrgenommen werden. Dafür wurden Teilnehmende (N = 81) einer Inverted-Classroom-Tagung befragt. Die Ergebnisse geben Einblicke in die Perspektive der Teilnehmenden und zeigen am Beispiel von Inverted-Classroom-Tagungen, dass Abweichungen von klassischen Tagungsformaten positiv bewertet werden.
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