
Architektur einer Interdisziplinären Zukunftslehre
Das Projekt Architektur einer Interdisziplinären Zukunftslehre (ARCHIPEL) an der Hochschule Neubrandenburg zielt auf eine Neugestaltung von Hochschulstrukturen und Studienangeboten ab. Im Mittelpunkt stehen flexible anwendungsbezogene Studienangebote, die auf gesellschaftliche Transformationen, neue Arbeitsmarktanforderungen, der fortschreitenden Digitalisierung sowie dem Fachkräftemangel in ländlichen Regionen reagieren (CHE, 2024; Destatis, 2024). Neben fachlichen Fähigkeiten werden interdisziplinäre Kompetenzen und Future Skills adressiert. So sollen ein Orientierungssemester für alle berufsqualifizierenden Bachelorstudiengänge implementiert und in den Masterstudiengängen inter- und transdisziplinäre Vertiefungsrichtungen angeboten werden. Die Reorganisation ist inspiriert von Erfahrungen anderer Hochschulen (Zingg, 2010) und beinhaltet die Überführung der Fachbereiche in Kompetenzfelder und flachere Hierarchien, um Agilität zu fördern und neue Zielgruppen anzusprechen. Die zehn Arbeitspakete, die diesen Prozess begleiten, beleuchten unterschiedliche Change-Management-Aspekte, welche die gesamte Hochschule in ihren Lehr- und Verwaltungseinheiten betreffen. Der Prozess zielt perspektivisch auf die Etablierung einer Matrixorganisation und fördert partizipative und co-kreative Prozesse in Bezug auf die Lehre. Die aktive Einbindung aller relevanten Stakeholder sowie die Verankerung zukunftsfähiger Angebote und Formate ist ein Grundpfeiler für die angestrebte Lehrarchitektur.
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Partizipative Lehramtsausbildung Musik
Das Entwicklungs- und Forschungsprojekt Par.La.Mus verfolgt eine grundlegende Neuausrichtung der Musiklehramtsausbildung an der Hochschule für Musik Detmold. Im Hinblick auf die identifizierten Herausforderungen wie Demokratie- und Teilhabedefizite, Zugangsbarrieren und inhaltliche Geschlossenheit in den Lehramtsstudiengängen setzt das Projekt auf einen partizipativen Ansatz, der die Perspektiven aller Beteiligten, Hochschullehrende, Studierende, Lehrkräfte, Schüler*innen und externe Partner*innen konsequent in den Gestaltungs- und Entwicklungsprozess einbezieht. Zentrale Maßnahmen umfassen die Etablierung studentischer Selbstbestimmungsmöglichkeiten, die Reform der Eignungsfeststellung sowie die Einführung eines studienvorbereitenden Propädeutikums. Durch die gezielte Einbettung von Bildungsprozessen inKulturen der Digitalität wird eine zukunftsorientierte musikalische (Aus-)Bildunggefördert, die den Bedürfnissen einer vielfältig verfassten und sich wandelnden Studierendenschaft entspricht. Die Projektergebnisse des Projekts fließen in die Re-Akkreditierung der Lehramtsstudiengänge 2030/31 am Standort ein und sollen durch die forschende Begleitung in den Bereichen Lehrentwicklung und Implementationsforschung, Partizipation und Teilhabe sowie Jugendkulturen und Postdigitalität als Modell für weitere musikpädagogische Studiengänge und Standorte dienen. Damit trägt das Projekt zur Umsetzung der in der UNESCO-Roadmap zur BNE 2030 formulierten thematischen Schwerpunkte bei.
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