
Lehr-Lern-Experimente im Berufsfeld Ernährung und Hauswirtschaft: Kompetenzentwicklung angehender Lehrkräfte
Am Lehrstuhl für Ernährungs- und Haushaltswissenschaft sowie die Didaktik des Berufsfeldes der TU Dresden wird ein neues Modul zur Förderung methodisch-didaktischer Kompetenzen für die Gestaltung von Lehr-Lern-Experimenten im lernfeldstrukturierten Unterricht etabliert. Mit Blick auf spezifische Handlungssituationen des Berufsfeldes Ernährung und Hauswirtschaft (EuH) und unter berufs- und fachwissenschaftlichen Aspekten, planen die angehenden berufsbildenden Lehrkräfte Lehr-Lern-Experimente (LLE), leiten diese in Fachräumen an und reflektieren die Umsetzung unter dem Fokus des Einsatzes im zukünftigen eigenen Unterricht. Eine begleitende Selbstevaluation erfolgt mittels Befragung und Videografie. Mit dem Lehrkonzept wird eine Befähigung angehender Lehrkräfte, einen naturwissenschaftsfundierten Unterricht zu konzipieren angestrebt. Ein weiteres Projektziel ist eine Stärkung des Verständnisses der naturwissenschaftlichen Bildung in der Lehramtsausbildung für berufsbildende Schulen.
Auf einen Blick
Kontakt
Das könnte Sie auch interessieren

Pop-Up-Newsroom für WissKomm in der Lehre
Das Projekt bringt Wissenschaftskommunikation direkt in die Fachlehre mit einem mobilen Newsroom, der in 30 Minuten in jedem Raum einsatzbereit ist. Der Pop-Up-Newsroom integriert sich in bestehende Lehrveranstaltungen und verwandelt diese temporär in lebendige Redaktionen.Unter simuliertem Zeitdruck arbeiten Studierende an kompakten Formaten wie 60-Sekunden-Statements oder Faktenchecks. Diese Verdichtung fördert ein tieferes Fachverständnis, denn nur wer ein Thema durchdrungen hat, kann es auf seinen Kern reduzieren. Die Ergebnisse können später zu Formaten wie Wissenschaftsblogs oder Podcasts weiterentwickelt werden.Lehrende werden in Workshops darauf vorbereitet, den Pop-Up-Newsroom selbst einzusetzen und bei der Durchführung begleitet. Sie lernen, wissenschaftliche Inhalte verständlich zu vermitteln und Studierende durch den Einsatz des Formats zu fördern.Besonders engagierte Studierende können als "SciComm-Fellows" Teil des Teams werden und ihre Kommilitonen unterstützen. Ein comic-basierter "Guerilla Guide to Science Communication" liefert praktische Anleitungen und Checklisten für alle Teilnehmenden.Ziel ist es, Lehrenden praktische Methoden zu zeigen, wie sie Wissenschaftskommunikation in ihre Lehre einbinden können. Studierende stärken dabei ihre Vermittlungsfähigkeiten und kritische Medienkompetenz. Der Ansatz kombiniert journalistische Techniken mit akademischer Lehre und erweitert das Kompetenzprofil der Studierenden unabhängig von ihrem Fachgebiet.
Projekt anzeigen
Digitales Selbstlernpaket „KorPLUS“
Studierenden fehlt Routine bei der Anwendung von fachlichen Methoden; Dozierende begegnen einer heterogenen Studierendengruppe. Während regulärer Präsenzlehre fehlt Zeit für häufiges Wiederholen; der heterogene Kenntnisstand führt zu Langeweile oder Überforderung. Als Lösung wurde ein digitalisiertes, interaktives Selbstlernpaket erstellt, welches Studierende selbstständig auf ihre eigenen Bedürfnisse angepasst bearbeiten können.
Maßnahme anzeigen
Multimodale Modellantworten als direktes Feedback bei der individuellen Unterrichtsvideoanalyse
Im Diskurs um Reformen in der Lehrkräftebildung wird der Forderung nach fundierten, berufspraktisch relevanten Kompetenzen u. a. mit dem Einsatz von Unterrichtsvideos begegnet. Dabei stellt sich nicht nur die Frage nach geeigneten Maßnahmen, um den Kompetenzerwerb auch im digitalen Raum bei der individuellen Videoanalyse zu begleiten, sondern es gilt auch zu untersuchen, welche Modalität diese Begleitmaßnahmen haben sollten, um für Studierende im Sinne der Cognitive Theory of Multimedia ansprechend und gut nutzbar zu sein. Es wurde eine Erhebung in einem videobasierten Online-Lernsetting durchgeführt, bei dem 137 Grundschullehramtsstudierende zwischen auditiven und transkribierten Modellantworten als direktes Feedback wählen konnten. Analog zur Feedbackmodalitätsforschung bestätigte sich das Audio als präferierte Modalität. Jedoch wurde ein einschränkender Reihenfolgeeffekt festgestellt. Erste Erklärungen, warum Studierende Audio oder Transkript präferieren, liefert eine Inhaltsanalyse.
Publikation anzeigen