
Universität Kassel digital: Universitäre Lehre neu gestalten
Ausgehend von 16 fachlichen Teilprojekten soll der Schub, den die Digitalisierung in der Corona-Pandemie erhalten hat, nachhaltig für strategische Ziele genutzt werden, die die Universität Kassel in Entwicklungsplan und Leitbild Lehre formuliert hat. Dies sind insbesondere a) ein inklusiver Hochschulzugang mit entsprechender Berücksichtigung unterschiedlicher Bildungsvoraussetzungen und b) die Berücksichtigung der Digitalisierung in der Vorbereitung auf eine sich wandelnde Arbeitswelt bei der Bereitstellung von Fach- und Führungskräften. Um das Erreichen dieser Ziele zu unterstützen, sind die Teilprojekte im Projektbereich A drei Handlungsfeldern zugeordnet: dem hochschuldidaktisch zu bestimmenden Zueinander von Präsenz- und digitaler Lehre (A.1); neuen Techniken, Werkzeugen und Konzepten (A.2) sowie individualisierenden und adaptiven Ansätzen (A.3). Daneben treten vorhandene Supportstrukturen unterstützende Projektelemente, die auf Vernetzung, Qualitätssicherung, Transfer und Barrierefreiheit zielen (Projektbereich B) sowie eine Infrastrukturverbesserung aus Studierendensicht (Projektbereich C). Die Entwicklung dieser und anderer Hochschulen soll so von erweiterten, Freiräume und Mehrwerte schaffenden Lehrangeboten profitieren.
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Augenöffner - Artenkenntnis
Der Rückgang biologischer Artenkenntnis stellt die von der UNESCO angestrebte Stärkung des öffentlichen Bewusstseins für Biodiversität und Nachhaltigkeit vor große Herausforderungen. Die Blindheit gegenüber Artenvielfalt betrifft insbesondere Pflanzen als unbewegte Teile der Natur (plant blindness).Hier möchte das Projekt ansetzen und über projektbasiertes Studieren die Aufmerksamkeit von Studierenden gegenüber Pflanzen (plant awareness) auf ihren alltäglichen Wegen stärken und sie anregen, sich vertiefter mit der Thematik auseinanderzusetzen. Lehramtsstudierende der Biologie erlernen im Bachelorstudium Grundlagen der botanischen Formenkenntnis, die durch das Projekt ausgebaut werden sollen.Durch Konzeption und Umsetzung ihrer eigenen Projektidee zur Vermittlung von Artenkenntnis (Produkte wie bspw. Campus-Pflanzen-App, Podcasts, Bestimmungs-Challenges über digitale Apps, Lernvideos erstellen) wird nicht nur die Artenkenntnis der Studierenden gefördert, sondern auch die Motivation, das Interesse und die Selbstwirksamkeit gesteigert. Dadurch werden die Studierenden gestärkt, in ihrer späteren Rolle als Multiplikator*innen an Schulen aktiv zu werden.Das Augenöffner-Artenkenntnis-Projekt ist ein niederschwelliger Ansatz zur Förderung des Biodiversitätsbewusstseins und zur Bildung für nachhaltige Entwicklung. Durch die Erstellung und Veröffentlichung des entwickelten Lehrkonzepts und der im Projekt generierten Erkenntnisse ist eine Nachnutzung durch andere Hochschulen möglich.
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Just-in-Time-Teaching JiTT & Peer Instruction PI
Peer Instruction (PI) ist eine studierendenzentrierte, aktivierende Lehrmethode, die den Erwerb von Konzeptverständnissen fördert und gleichzeitig ein formatives Assessment darstellt. Studierende erklären sich gegenseitig konzeptionelle Zusammenhänge und lernen dabei auch die fachliche Diskussion. Für einen sinnvollen Einsatz der Methode muss zum einen auf Vorwissen aufgebaut werden können, zum anderen muss die erforderliche Zeit im Unterricht zur Verfügung stehen. Beides wird durch Just-in-Time-Teaching (JiTT) erreicht. Dabei handelt es sich um eine studentische Unterrichtsvorbereitung, die eine Passung des Lernprozesses auf das individuelle Vorwissen ermöglicht. Ein digitales Quiz wird als formatives Assessment vor der Lehrveranstaltung durchgeführt. Dies dient zum einen der Selbsteinschätzung der Studierenden, zum anderen erhalten die Lehrenden vor dem Unterricht einen Einblick in die studentischen Schwierigkeiten und können so „just in time“ ihren Unterricht anpassen.
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Individuelle Förderung von Programmierfertigkeiten im Studium am Beispiel von Intelligenten Tutor Systemen für SQL
[Kurzbeschreibung folgt (Anm. StIL)]
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