
Demokratie zwischen wissenschaftlicher Theorie und experimenteller Praxis
Demokratie ist ein Leuchtturmbegriff. Er hat Strahlkraft und ist Ausdruck unseres Selbstverständnisses als Gesellschaft, Individuum, Profession. Politikwissenschaft (PoWi) ist Demokratiewissenschaft. Demokratietheorien (D-Th) fungieren als Kompass: Was ist Demokratie? Wodurch wird sie gefährdet? Wie kann sie verbessert werden? Studierende entscheiden sich für PoWi, weil sie Reflexions- und Handlungskompetenzen stärken wollen. D-Th helfen, eigenes Denken, Fühlen, Handeln zu befragen, Dynamiken und Verhalten in sozialen Gruppen zu erkunden, Regeln und Prozesse in Organisationen zu verstehen und (in)formelle Strukturen in der Gesellschaft aufzuspüren mit dem Ziel, auf allen Ebenen Empowerment und Partizipation auszubauen. Die Kernfrage lautet: Wie können wir eine Demokratie leben, die es noch nicht gibt? Um sich ihr widmen zu können, braucht es Freiraum abseits des Curriculums, nur so können mit Studierenden Konzepte entwickelt, auszuprobiert und ins Regelangebot überführt werden. Studierende sollen den mitgebrachten, im Studium häufig reproduzierten und für Demokratie hinderlichen Dualismus von Theorie und Praxis aufheben. In diesem Projekt gilt es ein dreifachdemokratisches Seminar zu entwickeln. Demokratie ist darin (1) Thema/ Inhalt/ Gegenstand des gemeinsamen Lernens, (2) Umgangsform/ Struktur/ Arbeitsweise im Seminar und (3) Wirkung/ Effekt/ Strahlkraft außerhalb des Seminarkontextes.
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BücherBrücken: Studierende übersetzen Wissenschaft
Im Projekt BücherBrücken: Studierende übersetzen Wissenschaft entwickeln Grundschul-Lehramtsstudierende in einem kreativen Seminarformat ein gemeinsames Kinderbuch: Sie erschließen wissenschaftliche Fachtexte zur schulischen Demokratiebildung und übertragen zentrale Erkenntnisse in kindgerechte Erzählformen wie Bilderbücher oder Comics.Ausgangspunkt ist die Beobachtung, dass es für viele Lehramtsstudierende herausfordernd ist, wissenschaftliche Fachtexte zu erschließen und deren Inhalte für die schulische Praxis nutzbar zu machen. Das Projekt setzt hier an: Durch die kreative Bearbeitung wissenschaftlicher Texte sollen gezielt die Text- und Transferkompetenz der Studierenden gefördert werden.Die Studierenden werden bei der Umsetzung ihrer Kapitel von erfahrenen Illustrator:innen unterstützt. Ihre Texte und Illustrationen erproben sie eigenständig in Workshops mit Kindern, um Rückmeldungen zur Verständlichkeit und zur Passung der Inhalte zu erhalten. Die Wirkung des Projekts wird durch Pre-/Postbefragungen und Beobachtungen erfasst, wodurch Veränderungen im Wissenschaftsverständnis und im Transferdenken der Studierenden sichtbar wird.Die Ergebnisse das entstandene Kinderbuch sowie Begleitmaterialien werden veröffentlicht und stehen als OER für die Hochschuldidaktik und schulische Praxis zur Verfügung. Das Lehrkonzept ist auf weitere Themenfelder und Schulformen übertragbar.
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