
Die Studierendenstadt als Ort für semesterübergreifendes praktisches Lernen
In der Studierendenstadt soll eine vernetzende Forschungs- und Ausbildungsumgebung für Studierende des Bachelorstudiengangs Chemie- und Bioingenieurwesen an der TU Hamburg geschaffen werden. Studierende aus dem zweiten, vierten und sechsten Semester werden in überlappenden Praktika an einem Forschungsprojekt zusammenarbeiten. Dafür liefern die jeweiligen Studierenden entlang ihrer bisherigen Erfahrungsstände biologische Bauteile bzw. Datensätze, die immer weiter miteinander vernetzt werden können, so dass schlussendlich eine umfassende Analyse eines neuen Biokatalysators zur Verfügung steht. Am Schluss dieser Lehrveranstaltung steht eine Studierendenkonferenz bei der die Ergebnisse auf Postern und Talks gemeinsam vorgestellt werden. Durch die Vernetzung schaffen wir einen roten Faden innerhalb des Studiengangs und vernetzen die Studien aus unterschiedlichen Semestern im Rahmen des Curriculums und nicht nur außercurricular. Für die Veranstaltung wird ferner eine Evaluationsroutine entwickelt werden, die es ermöglicht durch Feedback von Lehrenden und Lernenden einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess zu etablieren.
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Zukunftskompetenz Interdisziplinarität. Didaktische Tools für die Technikfolgenabschätzung am Beispiel von grünen Technologien
Der bislang wenig erfolgreiche Versuch, Technikfolgen mit immer noch mehr Technik zu begegnen, zeigt dass die großen Probleme unserer Zeit wie der Klimawandel nun einmal nicht monodisziplinär gelöst werden können. Das liegt daran, dass keine Disziplin allein in der Lage ist, die Gesamtfolgen von Technologien einzuschätzen. Die Fähigkeit zur interdisziplinären Zusammenarbeit gilt deshalb als Schlüsselkompetenz für eine nachhaltige Entwicklung. Derzeit bieten die MINT-Curricula vieler Technischer Universitäten Studierenden kaum Gelegenheit, diese Schlüsselkompetenz zu entwickeln, sehen sie bestenfalls schwach interdisziplinäre Projekte (zwischen MINT-Studiengängen) vor, ohne Technik bspw. in ihrer gesellschaftlichen Komplexität zu betrachten oder die interdisziplinäre Zusammenarbeit durch die Studierenden reflektieren zu lassen. Nur so könnten sie aber aus der reinen Arbeitsform eine Kompetenz entwickeln, die sich auf andere Kontexte übertragen lässt. Das Projekt "Zukunft jetzt!" wagt ungewöhnliche didaktische Wege, um die Lernvorteile starker interdisziplinärer Zusammenarbeit (zwischen Technik-, Natur-, Geistes- und Sozialwissenschaften) zu ermöglichen - selbst da, wo diese Vielfalt in den Lerngruppen fehlt. Die Studierenden werden zu Beforschenden ihrer Selbst und entwickeln gemeinsam mit den Wissenschaftler*innen didaktische Methoden, um eine schwache interdisziplinäre Zusammensetzung der Lerngruppe zu kompensieren - das Ganze am Beispiel "Grüner Technologien".
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Open Science: Digitaler, systematischer Lehransatz
Obwohl Open Science fachlich zunehmend als Standard gilt, ist es im Psychologiestudium noch nicht systematisch verankert. Eine projektbegleitende Umfrage an drei sächsischen Universitäten zeigte großes studentisches Interesse bei gleichzeitig erheblichem Informationsbedarf. Das entwickelte Lehrkonzept integriert Open Science auf drei Ebenen: curricular durch studentische Vorträge im Modul „Wissenschaftliches Arbeiten“ und Präregistrierungs-Workshops für Abschlussarbeiten, extracurricular durch einen Journal Club und einen studentischen Instagram-Account. Begleitend durch diverse Veranstaltungen wie Podiumsdiskussionen, Workshops und Konferenzen. Die Kernidee besteht in der Verknüpfung von studentischen und dozierenden geleiteten Formaten mit digitaler Wissenschaftskommunikation zu einem studienbegleitenden Gesamtkonzept. Der partizipative Ansatz macht Studierende zu Open Science Multiplikatoren. Das Konzept ist auf andere Fachbereiche übertragbar.
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