
Stadtvision 2050: Die Zukunft entwerfen
Stadtvision 2050: Die Zukunft entwerfen ist ein interdisziplinäres Lehrprojekt für Studierende der Wirtschaftswissenschaften, der Wirtschaftsmathematik/-informatik und der Raumplanung. Im Mittelpunkt des Projekts steht ein Stadtplanungs-Planspiel, zu dem die Studierenden der verschiedenen Fachrichtungen individuelle Beiträge leisten. In dem Planspiel müssen die Studierenden stadtplanerische und planungspolitische Entscheidungen treffen, die sich auf verschiedene Lebensbereiche der fiktiven Bewohnerinnen auswirken. Dies können bspw. der Bau von Infrastrukturprojekten oder die Ansiedlung neuer Unternehmen sein. Die Simulation reagiert darauf mit modellbasierten Mechanismen, die zuvor aus der Literatur abgeleitet wurden. So kann der Bau einer Autobahn bspw. das BIP erhöhen, aber die Gesundheit der Bewohnerinnen verschlechtern. Nach Fertigstellung eines Prototyps soll das Planspiel im Rahmen von Masterprojekten mit den Studierenden modular um gesellschaftlich relevante Themen erweitert werden. Jeweils im auf das Masterprojekt folgenden Semester wird das Spiel im Rahmen eines Bachelorseminars angeboten, damit diese mit "Game-based Learning" ökonomische Zusammenhänge in der Stadtentwicklung verstehen. Die praktische Lernerfahrung bildet in der ökonomischen Stadtforschung und Datenkompetenz. Nach Ablauf des Förderzeitraums sollen sowohl das Masterprojekt als auch das Bachelorseminar dauerhaft eigenfinanziert weitergeführt werden.
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Architektur einer Interdisziplinären Zukunftslehre
Das Projekt Architektur einer Interdisziplinären Zukunftslehre (ARCHIPEL) an der Hochschule Neubrandenburg zielt auf eine Neugestaltung von Hochschulstrukturen und Studienangeboten ab. Im Mittelpunkt stehen flexible anwendungsbezogene Studienangebote, die auf gesellschaftliche Transformationen, neue Arbeitsmarktanforderungen, der fortschreitenden Digitalisierung sowie dem Fachkräftemangel in ländlichen Regionen reagieren (CHE, 2024; Destatis, 2024). Neben fachlichen Fähigkeiten werden interdisziplinäre Kompetenzen und Future Skills adressiert. So sollen ein Orientierungssemester für alle berufsqualifizierenden Bachelorstudiengänge implementiert und in den Masterstudiengängen inter- und transdisziplinäre Vertiefungsrichtungen angeboten werden. Die Reorganisation ist inspiriert von Erfahrungen anderer Hochschulen (Zingg, 2010) und beinhaltet die Überführung der Fachbereiche in Kompetenzfelder und flachere Hierarchien, um Agilität zu fördern und neue Zielgruppen anzusprechen. Die zehn Arbeitspakete, die diesen Prozess begleiten, beleuchten unterschiedliche Change-Management-Aspekte, welche die gesamte Hochschule in ihren Lehr- und Verwaltungseinheiten betreffen. Der Prozess zielt perspektivisch auf die Etablierung einer Matrixorganisation und fördert partizipative und co-kreative Prozesse in Bezug auf die Lehre. Die aktive Einbindung aller relevanten Stakeholder sowie die Verankerung zukunftsfähiger Angebote und Formate ist ein Grundpfeiler für die angestrebte Lehrarchitektur.
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