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Stadtvision 2050: Die Zukunft entwerfen

“Stadtvision 2050: Die Zukunft entwerfen” ist ein interdisziplinäres Lehrprojekt für Studierende der Wirtschaftswissenschaften, der Wirtschaftsmathematik/-informatik und der Raumplanung. Im Mittelpunkt des Projekts steht ein Stadtplanungs-Planspiel, zu dem die Studierenden der verschiedenen Fachrichtungen individuelle Beiträge leisten. In dem Planspiel müssen die Studierenden stadtplanerische und planungspolitische Entscheidungen treffen, die sich auf verschiedene Lebensbereiche der fiktiven Bewohnerinnen auswirken. Dies können bspw. der Bau von Infrastrukturprojekten oder die Ansiedlung neuer Unternehmen sein. Die Simulation reagiert darauf mit modellbasierten Mechanismen, die zuvor aus der Literatur abgeleitet wurden. So kann der Bau einer Autobahn bspw. das BIP erhöhen, aber die Gesundheit der Bewohnerinnen verschlechtern. Nach Fertigstellung eines Prototyps soll das Planspiel im Rahmen von Masterprojekten mit den Studierenden modular um gesellschaftlich relevante Themen erweitert werden. Jeweils im auf das Masterprojekt folgenden Semester wird das Spiel im Rahmen eines Bachelorseminars angeboten, damit diese mit "Game-based Learning" ökonomische Zusammenhänge in der Stadtentwicklung verstehen. Die praktische Lernerfahrung bildet in der ökonomischen Stadtforschung und Datenkompetenz. Nach Ablauf des Förderzeitraums sollen sowohl das Masterprojekt als auch das Bachelorseminar dauerhaft eigenfinanziert weitergeführt werden.

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Projekt 101615
Projekt

Das digitale Genom

Die personalisierte Medizin wird zunehmend gesellschaftsrelevanter. Dem gegenüber steht ein größer werdendes Defizit im Verständnis der Daten individueller Genom- und Epigenomanalysen. Die Corona Pandemie hat diese Lücken aufgezeigt.Wir wollen den Umgang mit Genom- und Epigenomdaten im Lehramtsstudium mit einem innovativen offenen Kurskonzept begegnen um einen Kenntniserwerb bzgl. Fachwissenschaft und Selbstlernkompetenz zu initiieren. Ziel ist es, zukünftige Lehrkräfte als Multiplikatoren für eine nachhaltige gesellschaftliche Entwicklung einzusetzen.Ziel ist ein an allen Universitäten anwendbarer kostengünstiger Kurs aus interaktivem Seminar, Laborpraxis und kollaborativen Auswertung. Digital gestütztes Lernen und kollaboratives Freies Forschen erlauben einer heterogenen Zusammensetzung aus Lernenden multifaktorielle Auseinandersetzung mit der Bestimmung von Allelen, Transkriptomen und Epigenomen. Die Studierenden generieren genomische Daten im Labor selbst und greifen bzgl. Krankheitszuständen wie Krebs auf öffentlich zugängliche und anonymisierte Daten zu. Die Studierenden können forschungsprozessorientiert selbst gewählte krankheitsassoziierten genetische Loci bzgl. DNA Sequenz, Expressionslevel und epigenetischen Markierungen untersuchen und setzten quantitative Vergleiche selbstständig ein. Sie diskutieren diese Daten aus verschiedenen Blickwinkeln kooperativ und lösungsorientiert aufgrund identifizierter molekularer Zusammenhänge und Wechselwirkungen.

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Maßnahme 100115
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Aufbau & Etablierung didaktischer Supportstruktur

Die Maßnahme zielte darauf ab, eine hochschulweite didaktische Supportstruktur aufzubauen, um die zuvor stark technikorientierte Perspektive der digitalen Lehre um fundierte didaktische Begleitung zu ergänzen und Lehrende systematisch zu qualifizieren. Der iterative Entwicklungsprozess integrierte vielfältige Zugangs- und Austauschformate – darunter Hospitationen, Coachings, Sprechstunden, Workshops, didaktische Hochschulveranstaltungen, Kurzvideos der Teilprojekte und Gremienarbeit – und ermöglichte eine Such- und Erprobungsphase mit kontinuierlichem Feedback aus der Lehrpraxis. Als besonders wirksam erwiesen sich die Formate Hospitation und Coaching, und die entwickelten Herangehensweisen, Kommunikationswege und Zugänge wurden nachhaltig in das Angebot des Referats Lehre und Weiterbildung überführt.

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Publikation 100655

Schmitz, Sigrid (2025): Feministische Science & Technology Studies im Dialog mit Natur- und Technikwissenschaften: Inklusionen – Grenzlinien – Strategien.

Dieser Beitrag erörtert die Möglichkeiten und Herausforderungen zur Berücksichtigung von gesellschaftlich kontextualisierten Geschlechterperspektiven in den Naturwissenschaften. Ansatzpunkte zur Inklusion bieten Bereiche der Lebenswissenschaften und der Medizin, die bereits verschränkte Sex/Gender-Konzepte in ihrer Forschung berücksichtigen, Geschlechtervielfalt auch auf biologischer Ebene analysieren und die gesellschaftliche Kontextualisierung der Forschung thematisieren, wie beispielsweise der SFB „Sexdiversity“. Epistemologische Perspektiven der feministischen Science & Technology Studies (STS) zur Situiertheit der Forschenden und zur Reflexion ihrer eigenen gesellschaftlich-kulturellen Positioniertheit in Forschungsprozessen stoßen im Dialog aber immer noch auf Grenzen, wenn auf die Objektivität und Neutralität der MINT-Forschung gepocht wird. Strategien für einen transdisziplinären Austausch zur Positioniertheit der eigenen Forschungsmethodologien und Forschungspraxen sowie zur Kompetenzbildung für Sex/Gender- und feministische STS-Perspektiven in der Lehre und Nachwuchsförderung in MINT werden vorgestellt. In: Gender 3/2025, Schwerpunkt Perspektiven der Geschlechterforschung in Natur- und Technikwissenschaften

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