
Innovationen für die Künstlerische Lehre
Künstlerische Lehre ist auf Präsenz, direkten Austausch und Kollaboration angewiesen. Angesichts der perspektivischen Bedeutung der Digitalisierung in den Künsten sollen im Vorhaben Innovationen für die Künstlerische Lehre der UdK Berlin digitale/hybride Formen künstlerischer Lehre über spezifische Tools und Hardwareschnittstellen sowie in fächerübergreifenden Lehr- und Lernformaten entwickelt und umgesetzt werden. In Themenclustern (Körper/Bewegung, Inter-/Transdisziplinäre Praxis, Musik/Klang, Form/Material/Interaktion, Kunst/Kritik/Medien) erarbeiten Akteur*innen der über 70 Studiengänge in fünf Semestern innovative Lehr- und Interaktionsformate. Das sechste Semester dient der Ergebnissicherung und dauerhaften Implementierung, (inter-)nationale Veranstaltungen ermöglichen eine interdisziplinäre Vernetzung. Als Basis der digitalen Kommunikation und Kooperation fungiert die partizipativ konzipierte und weiterzuentwickelnde lizenzfreie UdK-Plattform medienhaus/, die anderen Anwendern Open-Source-Werkzeuge nachhaltig zur Verfügung stellt. Das Projekt erwirkt eine Stärkung der Digital Literacy, medientechnische/-kommunikative Innovationen und qualitatives Lehren/Lernen in virtuellen/hybriden künstlerischen Unterrichtsformaten.
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Nachhaltiges Lernökosystem für das Verbinden von Disziplinen in modulübergreifenden Projekten
Die Entwicklung innovativer Produkte in interdisziplinären Teams mit Hilfe digitaler Technologien ist heute ein fester Bestandteil des Berufslebens von Ingenieur:innen. Die fortschreitende Technologietransformation, z.B. durch den Einzug KI-basierter Assistenzsysteme und digitaler Kommunikation in den Arbeitsalltag sowie flexible, druckbare Elektronik, beschleunigt die Entwicklung von Innovationen und erfordert von Studierenden zukunftsorientierte, fachliche und überfachliche Kompetenzen (Future Skills) für das digitale, interdisziplinäre und projektbasierte Arbeiten. Es ist daher unerlässlich, eine Lehr- und Lernumgebung zu schaffen, in der Studierende zusammenkommen und gemeinsam eigene, interdisziplinäre Projekte entwickeln können, um diese Future Skills zu erwerben. Um dies zu erreichen wollen wir statische sowie isolierte Lehrmodule überwinden und ein nachhaltiges, interdisziplinäres Lernökosystem schaffen, das von den Studierenden mitgestaltet wird. Durch die Kooperation von Studierenden und Lehrenden aus verschiedenen Studiengängen, einer zukunfts- und kollaborationsorientierten Arbeitsumgebung sowie dem freien Zugang zu innovativen Werkzeugen und Materialien werden individuelle Lernpfade gefördert. Lehrende unterstützen die Studierenden dabei, auf diesen Lernpfaden die spezifischen Modulziele zu erreichen. Durch Beiträge von Studierenden entsteht eine wachsende Materialsammlung, auf die die Lernprozesse und Projekte anderer Studierender aufbauen können.
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Die App StudiSQ als Lehr- und Lernwerkzeug
Gamification-Strategien können die Lernmotivation nachhaltig steigern. Um diesen positiven Effekt zu nutzen und unter Beachtung datenschutzrelevanter Aspekte in den Hochschulalltag zu integrieren, ist im Rahmen des sachsenweiten Verbundprojektes „Digitalisierung der Hochschulbildung in Sachsen (D2C2)“ die App StudiSQ entstanden, die diesen Ansatz nutzt, indem die App Lehrinhalte als Quiz vermittelt und Gamification-Elemente wie Ranglisten und Abzeichen zur Förderung der Motivation einsetzt. Entwickelt wurde die App durch Studierende im Rahmen des Masterstudiengangs „Medieninformatik und Interaktives Entertainment“ an der Hochschule Mittweida in Zusammenarbeit mit Lehrenden. Im Unterschied zu vergleichbaren auf dem Markt existierenden Apps können die Lehrenden und Studierenden beim Einsatz von StudiSQ sicher gehen, dass keine Daten aus dem Hochschulkontext nach außen gelangen.
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Selbstwirksam und kompetent in der Sprachlernberatung. Ein innovatives Theorie-Praxis-Konzept für Studierende und schulische Lerntutor:innen
Der Beitrag beleuchtet Ziele und Konzeption eines Theorie-Praxis-Seminars, das mithilfe von Blended Learning die Sprachlernberatungskompetenzen von Lehramtsstudierenden gezielt fördert. Im Seminar erwerben die Studierenden nicht nur Fähigkeiten, um Schüler:innen im selbstgesteuerten Fremdsprachenlernen zu unterstützen, sondern sie sollen diese Kompetenzen auch schulischen Lerntutor:innen weitervermitteln. Zudem werden im Beitrag Ergebnisse einer Evaluationsstudie zu den Wirkungen von Theorie-Praxis-Seminaren zur (Sprach-)Lernberatung auf die beratungsbezogene Selbstwirksamkeit (BERA-SW) von Lehramtsstudierenden präsentiert. Die Befunde zeigen einen Anstieg der BERA-SW der Teilnehmenden, während in einer Vergleichsgruppe keine Veränderung festgestellt wurde. Die Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung praxisnaher Ansätze in der Lehrkräftebildung zur Vermittlung von Lernberatungskompetenzen. Implikationen für zukünftige Forschung werden diskutiert.
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