
Philotastisch Sonderbaren Fragestellungen vielperspektivisch begegnen
Im Projekt Philotastisch wird ein inklusives Seminarkonzept im Studiengang Sonderpädagogik/Sachunterricht entwickelt und erprobt, das zum Ziel hat, mit Methoden der Biografiearbeit und der Persönlichkeitsbildung die Resilienz der Seminarteilnehmenden sowie individuelle und selbstständig organisierte Lernprozesse zu fördern. Um die in der Sonderpädagogik vielfach geforderte Begegnung mit und Wertschätzung von Diversität konkret umzusetzen und den Theorie-Praxis-Transfer zu verbessern, wird das Seminar partizipativ, also unter Einbezug von Menschen mit Behinderung, durchgeführt. Das Arbeiten in inklusiven Kleingruppen und der damit verbundene Austausch zu Fragen, die nicht (allein) auf der Basis von Wissen zu beantworten sind, sondern bei denen eigene Erfahrungen und Biografien wesentlich sind, wirft einen positiven Blick auf den Umgang mit Diversität. Im Fokus des Seminares stehen philosophische Fragestellungen, die in selbstgewählten Kleingruppen interessengeleitet und projektorientiert erarbeitet werden. Die philosophischen Fragen eröffnen einen ergebnisoffenen Arbeitsprozess unter Einbezug verschiedener Perspektiven. Ziel dabei ist es, dass die Teilnehmenden individuelle (Lern-)Wege gehen und damit die Kompetenzen des selbstständigen Lernens, des vernetzenden Denkens und des Problemlösens gefordert und gefördert werden. Das Lernen wird durch das Lehrtandem selbst und durch zwei studentische Hilfskräfte, die als Peer-Berater*innen eingesetzt werden, begleitet.
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Singularity A Journey into AI Literacy
Im Projekt Singularity A Journey into AI Literacy wird ein Serious Game zum Erwerb von Data Literacy mit speziellem Fokus auf AI Literacy erstellt, deren curriculare Vermittlung die RWTH im Jahr 2020 zur strategischen Aufgabe gemacht hat. Die Spielentwicklung basiert auf den am Center für Lehr- und Lernservices (CLS) langjährig aufgebauten didaktischen, technologischen und operativen Erfahrungen. Sie bezieht Lehrende und Studierende der RWTH in einem partizipativen Gestaltungsprozess ein. Das Serious Game wird fachlich qualitätsgesichert und verbindlich in das Data Literacy-Programm der RWTH eingebunden, das perspektivisch alle 47.000 Studierenden der RWTH durchlaufen. Die Spielenden erwerben ein Verständnis von Daten und KI, reflektieren deren ethische und gesellschaftliche Auswirkungen und entwickeln aktiv Lösungsansätze für KI-bezogene Herausforderungen. Dazu wird eine reale generative KI in das Spiel eingebunden, um ein authentisches Erlebnis zu bieten. Die mehrsprachige Lokalisation (DE, EN) trägt dazu bei, die Zielgruppe der Internationalen Studierenden zu erschließen. Wirkaspekte werden systematisch evaluiert und prüfungsdidaktische Fragestellungen erprobt. Eine über das Projekt hinausgehende Verwertung wird durch die offene Bereitstellung und Schnittstellen zu anderen Plattformen wie dem KI-Campus erreicht. Ferner sollen die mit Serious Games befassten Communities an Hochschulen stärker vernetzt werden und systematisch Gelegenheiten für Austausch erhalten.
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Studie „Haltung gegenüber (digitalen) Prüfungen"
Im Rahmen der Maßnahme werden die Haltungen von Studierenden und Lehrenden gegenüber digitalen Prüfungen erfasst, um authentische Leistungen zu fördern und Täuschung zu reduzieren. Das digitale Prüfen während der Corona-Pandemie hat sowohl bei Lehrenden als auch bei Studierenden zunehmend zu Unsicherheiten und gegenseitigen Vorurteilen und bisweilen Ressentiments geführt. Daher war es besonders wichtig, sich dem Thema mit einer Methode zu nähern, die Austausch, Reflexion und Vertrauen ermöglicht. Daher wurde die Thematik mit einer qualitativen Studie bearbeitet. Aufbauend auf Thesen, die aus bestehender Literatur abgeleitet wurden, wurden insgesamt 42 leitfadengestützte Interviews, 20 mit Lehrpersonen und 22 mit Studierenden durchgeführt, die wiederum relevante Perspektiven beider Zielgruppen erfasst haben. Daraus wurden praxisnahe Handlungsempfehlungen für eine faire, transparente und motivierende Prüfungskultur abgeleitet.
Maßnahme anzeigen
Wenn Studierende die Vorlesung halten – ein kollaboratives Lehrformat.
[Kurzbeschreibung folgt (Anm. StIL)]
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