
KI in der Hochschulbildung: Das digitale Qualifizierungsangebot „KI4Teachers“ für Lehrende zum Thema Künstliche Intelligenz
Der Bericht dokumentiert die Entwicklung des digitalen Qualifizierungsangebots KI4Teachers, das in der frühen Projektphase von KI4Edu als prototypische Lernumgebung zum Umgang mit generativer Künstlicher Intelligenz entstand. Generative KI eröffnet im Bildungsbereich neue Potenziale und erzeugt zugleich Unsicherheiten bei Lehrenden: zu didaktischen Einsatzmöglichkeiten, zu rechtlich-ethischen Fragen und zur Orientierung in einem unübersichtlichen Werkzeugmarkt. Grundlage sind eine Analyse des Forschungsstandes, explorative Experteninterviews und eine Sondierung des KI-Werkzeugmarktes. Daraus wurden Anforderungen an KI-bezogene Qualifizierung abgeleitet und in eine digitale Lernumgebung überführt. Zentrales Ergebnis ist ein Moodle-Kurs, der Grundlagenwissen, einen kuratierten KI-Werkzeugkoffer und ein Handbuch „KI in der Lehre“ verbindet. Sein Mehrwert liegt weniger in einzelnen Werkzeugen als in der didaktischen Strukturierung eines dynamischen Feldes: KI-bezogene Professionalisierung muss struktur-, reflexions- und handlungsorientiert angelegt sein. Im Projektverlauf wurde die Lernumgebung aktualisiert, auf eine OER-Plattform übertragen und für die Hochschullehre adaptiert. Der Bericht versteht KI4Teachers daher als frühes Transferartefakt und übertragbares didaktisches Strukturmodell. KI4Teachers entstand in der Masterarbeit von Lisa Hielscher, Projektmitarbeiterin in KI4Edu, eingereicht im Januar 2025 (Report Nr. 11, https://doi.org/10.17185/duepublico/85451).
Auf einen Blick
Autor:innen & Herausgeber:innen
Das könnte Sie auch interessieren

Aus- und Fortbildungslabor Brückenmonitoring
Zum verlässlichen Betrieb von Brückenbauwerken ist deren zustandsorientierte Instandsetzung unerlässlich. In der Vergangenheit wurde diese jedoch oft unzureichend durchgeführt. Deren Betreiber suchen daher nach innovativen Ansätzen, um Brücken kontinuierlich im Rahmen eines Bauwerksmonitorings zu überwachen und Schäden frühzeitig zu erkennen. In der Praxis mangelt es jedoch an qualifizierten und vielseitig ausgebildeten akademischen Fachkräften, die die Entwicklung und Umsetzung einer Erhaltungsstrategie vorantreiben (auf Betreiberseite) und maßgeschneiderte Monitoringkonzepte erarbeiten und umsetzen können (in Ingenieurbüros).Daher soll die 1-semestrige Lehrveranstaltung BRIDGELAB entwickelt werden. Dort werden den Studierenden die erforderlichen bau- und messtechnischen Grundlagen vermittelt, Messkampagnen geplant, Messsysteme von Studierenden zusammengebaut, Messdaten generiert, ausgewertet und Rückschlüsse auf den Bauwerkszustand gezogen. Als Grundlage dienen reale Monitoringprojekte, von denen Projekt- und Messdaten zur Verfügung stehen. BRIDGELAB richtet sich zunächst an Studierende des Bauingenieurwesens, lässt sich durch Austausch einzelner Komponenten (Workshop, Exkursion) jedoch auch an die Anforderungen von Studierenden z.B. der Elektrotechnik, der Informatik und des Maschinenbaus anpassen.Ziel des Projekts ist die Entwicklung eines Lehrmoduls, die Ausarbeitung passender Lernaktivitäten sowie die Erprobung und Evaluierung des neuen Konzepts.
Projekt anzeigen
Service-Café – Ein Raum zur Unterstützung Studierender in der Praxisphase des Service Learnings
Das Service-Café stellt ein Angebot für Studierende dar, die das Engagement (community service) des Service Learnings absolvieren. Es ist auf Peerebene etabliert. Studierende können dort über ihre Erfahrungen in der Praxis in den Austausch treten, sie können über ihre Praxiserfahrungen reflektieren und sich Unterstützung holen. Die Inhalte entstammen partizipativ und selbst organisiert aus den Erfahrungen der Studierende. Eine Studentische Hilfskraft leitet moderierend das Service-Café. [Anm. StIL: Diese Maßnahme wurde in einer Vorgängerversion der Abfrage dokumentiert. Bei der Übertragung auf das aktuelle Format kann es vorkommen, dass die Antworten nicht hundertprozentig zur Frage passen.]
Maßnahme anzeigen
KI in der Bauwirtschaft: Didaktische, methodische und strategische Implikationen für die Hochschulbildung
Der Bericht untersucht die didaktischen, methodischen und strategischen Implikationen Künstlicher Intelligenz für die bauwirtschaftliche Hochschulbildung. KI erzeugt dort eine doppelte Transformationsaufgabe: Sie verändert das Berufsfeld der Bau- und Immobilienwirtschaft von der Planung bis zum Gebäudebetrieb, und sie verändert die Hochschullehre selbst, von der Materialerstellung bis zur Leistungsbewertung. Methodisch beruht der Bericht auf einer qualitativ-analytischen Literatur- und Dokumentenauswertung und einer Synthese vorangegangener KI4Edu-Berichte. Daraus werden Kompetenzanforderungen, curriculare Konsequenzen, Lehr-Lern-Arrangements, Prüfungsformate und institutionelle Rahmenbedingungen für bauwirtschaftliche Studiengänge abgeleitet. KI-Kompetenz erweist sich als Querschnittskompetenz aus fachlicher Urteilskraft, Datenkompetenz, BIM-Verständnis, Reflexionsfähigkeit und ethisch-rechtlicher Orientierung, die über Grundlagen-, Fach- und Projektmodule kumulativ aufzubauen ist. Lehr-Lern-Arrangements sollten projekt-, problem- und reflexionsorientiert nach dem KI4Edu-Lehr-Lernrahmen (Input, Co-Design, Präsenz) gestaltet werden. Prüfungen setzen auf Prozesssichtbarkeit, Reflexion und transparente KI-Nutzung statt auf KI-Detektion; das angepasste 3-P-Modell (Produkt, Prozess, Person) und LOCAM-AI liefern dafür Bewertungslogiken.
Publikation anzeigen