
Teamorientierte Lehr-Lern-Form für (be-)greifbare Umformtechnik
Innerhalb des Projektes soll ein innovatives Lehr-Lern-Format entwickelt und erprobt werden, welches bisher für das Fach Umformtechnik in dieser Form nicht existiert. Ziel ist es, das bisherige Vorführen von abgeschlossenen, praktischen Lehrinhalten zu ersetzen. Die Studierenden sollen anhand einer kompletten Prozessentwicklung die umformtechnische Fertigung eines Bauteils selbst gestalten und nachvollziehen. Dies umfasst die Erarbeitung von Fachwissen, die Erstellung einer Bauteilgeometrie, die Ableitung der Werkzeuge und die Erstellung der Steuerung bis hin zur Umsetzung der umformenden Fertigung inkl. Datenanalyse und Qualitätskontrolle. Ein vorhandener Prozessdemonstrator bildet die Basis für das Vorhaben, da mit diesem die notwendigen Instrumente in einem hinsichtlich Aufwand und Kosten umsetzbaren Rahmen hergestellt und alle essentiellen Fachkenntnisse und Kompetenzen vermittelt werden können. Das Format erlaubt es den Studierenden, ihre Ideen und erlerntes Wissen einzubringen sowie Verantwortung für den Prozess zu tragen. In Anlehnung an die beruflichen Arbeitsaufgaben erhalten die Studierenden ein konkretes Projekt, welches sie in Teams bearbeiten, sodass auch Soft Skills trainiert werden. Essentielle Bestandteile der Methode sind durch die Studierenden selbst erarbeitete Video-Tutorials sowie digitale Lerntagebücher zum Wissens- und Erfahrungsaustausch. Das ausgearbeitete Konzept soll auf andere Fächer der Produktionstechnik und des Maschinenbaus übertragbar sein.
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vSim4FutureProfessionals - Virtuelle Branching-Szenarien in der akademischen Ausbildung von Gesundheitsfachkräften
Im Zuge der Akademisierung in den Gesundheitsberufen werden die Fähigkeit, evidenzbasiert Entscheidungen zu treffen sowie weitere Future Skills zunehmend bedeutsam. Innovative digitale Lernmethoden können diese Entscheidungssituationen simulieren und die Kompetenzentwicklung befördern. Eine solche Methode sind sog. Branching -Szenarien. Mit ihrer Hilfe können interaktive Lernumgebungen erstellt werden, in denen Studierende durch ihre Entscheidungen Handlungspfade beeinflussen und so in individualisierten Lernpfaden lernen. Die Möglichkeiten zur Umsetzung von Branching-Szenarien reichen von textbasierten Frage-Antwort-Szenarien bis hin zu komplexen Varianten mit (360°-)Videoelementen. Ziel des Projekts war es, den Nutzen dieser Methode für die akademische Ausbildung in den Gesundheitsberufen partizipativ mit Studierenden des Masterstudiengangs Berufspädagogik in den Gesundheitsberufen zu erproben. Die Studierenden entwickelten hierfür fachspezifische Fallszenarien und erarbeiten Erwartungshorizonte sowie Drehbücher für virtuell erlebbare Lernumgebungen. Die Endprodukte wurden als Prüfungsleistung in das Modul integriert, erprobt und evaluiert. Es wurde untersucht, welche Kompetenzzuwächse sich durch den Einsatz dieser innovativen Methode im Vergleich zu etablierten Methoden des problembasierten Lernens ergeben. Bei Erfolg sollen die virtuellen Lernumgebungen fester Bestandteil der Lehre in den gesundheitsbezogenen Studiengängen der BTU (z. B. Pflegewissenschaft) werden.
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Flächenbuffet: Hochbeete zur Visualisierung verfügbarer Ressourcen
Die Erde bietet uns eine begrenzte Ressource. Ein wichtiger Punkt ist die Produktion von Nahrungsmitteln. Hierfür wird Ackerland benötigt. Es sind jedoch lediglich 3 % der Erdoberfläche geeignet, um Nahrungsmittel anzubauen. Vielen Menschen, darunter auch jungen Erwachsenen, fällt es schwer sich vorzustellen, welche globalen und lokalen Herausforderungen der Nachhaltigkeit im Food-System aus der Tatsache des begrenzten Ackerlands resultieren. Über die Frage „Wie viel Ackerfläche benötigt mein Mittagessen?“ leistet das Flächenbuffet in Form von zwei Hochbeeten eine praxisnahe Visualisierung. Studierende können sich auf dem Hochschulgelände gemeinsam mit Lehrenden treffen und die Hochbeete als Anlass für einen interaktiven, spannenden Austausch nutzen. Über Spaghetti mit und ohne fleischhaltige Sauce wird das Thema nahbar und greifbar.
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Schmitz, Sigrid (2025): Postcolonial Feminist Science Technology Studies. Inhalt und Strategie zur Dekolonialisierung der Lehre.
Die Auseinandersetzung mit feministisch-postkolonialen Science & Technology Studies bietet Ansatzpunkte für eine Dekolonialisierung der Lehre mit heterogenen Studierendengruppen. In diesem Beitrag stelle ich mein Seminarkonzept aus Natur-/Technikwissenschaften und Gender Studies vor. Die Studierenden können gemeinsam Konzepte und Themen des Forschungsfeldes bearbeiten und reflektieren dabei kontinuierlich die eigenen Positionen und Verständnismöglichkeiten. Entlang ihrer Erfahrungen und Rückmeldungen diskutiere ich Impulse und Herausforderungen für eine Dekolonisierung der Lehre. In: Maureen Maisha Auma, Denise Bergold-Caldwell, Inka Greusing, Ilona Pache, Marianne Schmidbaur, Susanne Völker, &. Christine Vogt-William (Hrsg.), Gender Studies otherwise? Reflexionen und Praxen der Dekolonisierung (S. 135-156). Wiesbaden: Springer VS.
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