
Erweiterung der Evaluation mit Fachexperten
Die Rahmenbedingungen für eine empirische Evaluation sind in der Praxis nicht immer gegeben, gerade in kleinen Studiengängen oder Wahlpflichtfächern, die nur im jährlichen Turnus angeboten werden, können nicht immer Best-Practice-Ansätze verfolgt werden. Um den damit verbundenen Nachteilen entgegenzuwirken, wurden zusätzlich Prototypen-Tests mit Fachexperten aus dem Kollegium durchgeführt.
Kategorien
Beschreibung
Herausforderung
An den Evaluationen mit Studierenden nahmen in der Regel fünf bis acht Personen teil. Für eine statistisch aussagekräftige Auswertung war dies zu wenig. Daher wurden Evaluationen im Rahmen von Diskussionsgruppen durchgeführt. Hier konnten jedoch nicht immer alle Aspekte ausreichend beleuchtet werden. Aufgrund der geringen Teilnehmerzahl war es ebenso nicht möglich, die Auswirkungen der mit dem digitalen Zwilling erlernten Methoden auf die Kompetenzentwicklung der Studierenden zu ermitteln.
Herangehensweise
Aufgrund der geringen Teilnehmerzahl in den Diskussionsgruppen wurde nach mehreren Auswertungsrunden beschlossen, zusätzliche Fachexperten (Mitarbeitende der Fakultät) hinzuzuziehen, um ein umfassenderes Feedback zu allen relevanten Aspekten zu erhalten. Diese Experten führten in der Regel dieselben Aufgaben durch, die normalerweise von den Studierenden im Rahmen der Lehrveranstaltung bearbeitet wurden. Nach der Bearbeitung dieser Aufgaben erfolgten in Einzelgesprächen Experteninterviews. Das Feedback der Experten ist besonders wertvoll, da sie eine außenstehende Perspektive einbringen und spezifische Verbesserungsvorschläge machen können.
Zusammenhang
Diese Maßnahme wurde zusätzlich zu den Evaluationen des Projekts in den Lehrveranstaltungen im Rahmen des Teilprojekts „Digitaler Zwilling in Bioprozessen“ durchgeführt.
Ziel war die Entwicklung eines digitalen Zwillings für eine bioverfahrenstechnische Versuchsanlage zur Herstellung biologischer Produkte mit Mikroorganismen oder Zellkulturen und dessen Einbindung in Lehrveranstaltungen des Studiengangs „Biotechnologie“.
Voraussetzung
Für die Umsetzung dieser Maßnahmen waren Kollegen erforderlich, die sich mit der Thematik auskennen und in der Lage sind, aufrichtiges und konstruktives Feedback zu geben. Hier konnten wir auf Mitarbeitende unserer Fakultät zurückgreifen, die Absolventen des Bachelorstudiengangs Biotechnologie sind, aber bereits viel Berufserfahrung gesammelt haben.
Eignung
Die Maßnahme war ursprünglich nicht geplant, sondern diente als Hilfsmaßnahme, um mehr Rückmeldungen von den Nutzenden zu erhalten. Die Fachexperten haben zwar eine andere Perspektive auf die Anwendung als die Studierenden, konnten aber trotzdem sehr hilfreiches und konstruktives Feedback geben. Dieses Feedback führte dazu, dass die einzelnen technischen Funktionen optimiert und die Bedienbarkeit des digitalen Zwillings maßgeblich verbessert wurden.
Vorgehen/Schritte
Auflistung geeigneter Fachexperten, die nah an den Studierenden sind, z.B. Studierende höherer Semester, Tutoren, Wissenschaftliche Mitarbeitende.
Kontaktaufnahme und Terminvereinbarung.
Auswahl geeigneter Evaluationsmethoden, z.B. Experteninterviews.
Durchführung der Evaluation.
Auswertung der Evaluation
Festlegen von Maßnahmen anhand des Feedbacks
Methoden
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