
Kollaborative Werkstatt zur Reflexion von Werten
Werte sind eine bedeutsame Basis für menschliches Erleben und Verhalten und finden sich auf allen Ebenen gesellschaftlichen Lebens wieder. Sie bestimmen menschliches Handeln auf explizite und implizite Weise. Auch psychologische Forschung und Praxis ist wertebasiert. In der Community Psychology werden Werte wie beispielsweise soziale Gerechtigkeit und Respekt vor Diversität reflektiert und diskutiert. Diese Wertebasierung wird zwar im Studium thematisiert, es gibt jedoch bisher noch keinen Raum, in dem sich Studierende vertiefend kritisch mit dem Thema auseinandersetzen können. Für viele psychologische Praxisfelder sowie für das eigene Rollenverständnis ist eine solche Reflexion eigener Werte und die Ausbildung handlungsorientierter Kompetenzen zum Umgang mit wertebasierten Konflikten jedoch zentral. In dem Projekt WERTstatt wird eine kollaborative Lernumgebung entwickelt, in der Studierende in digitalen Räumen und in Präsenz die Gelegenheit erhalten, relevante Werte zu reflektieren, mögliche Wertekonflikte zu erkennen und gemeinsam Lösungen für den Umgang mit solchen Konflikten zu finden. Hierbei werden verschiedene Anwendungskontexte in den Blick genommen. Die WERTstatt als Raum, der zur Exploration von Werten einlädt, wird in partizipativen Formaten gemeinsam mit Studierenden konzipiert, umgesetzt und evaluiert. Der Einsatz erfolgt zunächst im Fach Community Psychology. Eine Anwendung in weiteren Fächern der Psychologie und in anderen Studiengängen ist geplant.
Auf einen Blick
Kontakt
Das könnte Sie auch interessieren

Meine Geschichte für dich
Mit dem Projekt Meine Geschichte für dich wollen wir jungen Patient*innen und ihren Familien eine Stimme geben und sie ihre Geschichte selbst erzählen lassen. Während im Medizinstudium die somatischen Aspekte einer Krankheit im Vordergrund stehen, sollen die Studierenden hier erleben, wie sich die Erkrankung von Kindern auf ihre Lebensrealität und die der Familie in den unterschiedlichsten Bereichen auswirkt. Dies soll die zukünftigen Ärztinnen und Ärzte befähigen, eine ganzheitliche Betreuung und Begleitung der Familien gewährleisten zu können. Im Rahmen des Projekts sollen Studierende ausgestattet mit Videokameras die Patienten und ihre Familien zu ihrer Erkrankung und ihrem Alltag befragen. Dabei kommen die Studierenden zum Teil erstmals in direkten Kontakt mit schwer erkrankten Kindern und ihren Familien. Aus diesen Videosequenzen sollen sie dann kurze Filme erstellen. Die Studierenden werden in E-learning Einheiten auf die Erfahrung vorbereitet und reflektieren hinterher ihre Eindrücke in der Gruppe. Hier sprechen die Studierenden noch einmal gemeinsam über das persönliche Erlebnis und die Implikationen im Hinblick auf Patientenautonomie und Gestaltung der Arzt-Patienten-Beziehung. Das Projekt wird durch eine Evaluation wissenschaftlich begleitet und publiziert und kann somit als Best-Practice-Beispiel als Vorbild für andere Fakultäten dienen.
Projekt anzeigen
Communities of Practice für Lehrinnovation
Mit dem Aufbau von Communities of Practice wurde ein strukturiertes Format zur Stärkung innovativer Lehre eingeführt. Durch einen offenen Call konnten Lehrende eigene Themen einbringen und gemein-schaftlich bearbeiten. Begleitet durch fachliche Beratung, organisatorische Unterstützung und finanzielle Mittel entwickeln sich daraus selbstorganisierte kollegiale Lern- und Arbeitsgemeinschaften.
Maßnahme anzeigen
Editorial zum Sonnderheftes „Digitalisierung in Disziplinen Partizipativ umsetzen: Competencies Connected“
[Kurzbeschreibung folgt (Anm. StIL)]
Publikation anzeigen